E-Commerce ist weiter auf dem Vormarsch und dass vor allem die Zahlen der Zugriffe über den mobilen Sektor steigen, ist längst kein Geheimnis mehr. Jetzt hat die Onlineplattform Shopvisible eine Studie dazu herausgegeben und sich mit einzelnen Punkten wie Kaufverhalten, Nutzerfreundlichkeit oder Zahlungsmethoden. So wurde festgestellt, dass etwa 30 Prozent des Traffics nicht von der traditionellen Desktop-Nutzung stammen, sondern aus dem mobilen Bereich. Shopvisible ermittelte, dass trotz des eigentlich beliebten Themas E-Commerce viele Einzelhändler davor zurückschreckten, in diesen Bereich zu investieren und ihre Onlinepräsenz dahingehend auszubauen. So lag bei zahlreichen Unternehmen die optimale Nutzung des Angebotes von mobilen Endgeräten brach – es gibt also jede Menge Nachholbedarf. Nicht zuletzt auch deswegen, weil die Smartphone-Verkäufe immer neue Rekorde erreichen, sollten vor allem Online Shops angepasste Versionen ihrer Websites für mobile Endgeräte anbieten. Warum aber passiert das noch nicht ausreichend?

Studie: Viele Unternehmen versagen bei mobilem E-Commerce

Mehr Nutzung in der Ferienzeit

Aus der Studie ist weiterhin zu lesen, dass die Nutzung des mobilen Datenverkehrs in der Ferienzeit 2013 zugenommen hat. Shopvisible gibt in der Studie eine Zunahme von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an und die Tendenz ist weiter steigend.

Es wird sogar prognostiziert, dass Unternehmen, die sich in diesem Jahr nicht der mobilen Nutzung anpassen, künftig an Umsatz verlieren werden. Der Anteil derer, die nach ihrer mobilen Recherche auch wirklich bestellen, ist etwa genauso hoch wie die, die über den herkömmlichen Weg, also über die Desktop-Nutzung bestellen. Zwar kommen nur 4 Prozent der ermittelten Käufe von mobilen Geräten, aber selbst dies macht insgesamt gesehen einen ordentlichen Prozentsatz für die Unternehmen aus.

Bedenkt man zudem, dass dieser Prozentsatz ganz sicher nicht sinken wird, kann man sich der Notwendigkeit von Investitionen in nutzerfreundliche Websites für mobile Endgeräte sicher sein.

Suchmaschinenoptimierung

Auch Online Shops wie Amazon oder Online-Auktionshäuser wie eBay vermelden einen hohen Anteil an mobilen Nutzern. Interessant: Laut Studie ist Suchmaschinenoptimierung einer der Schlüssel – auch für mobilen E-Commerce. Wer bei Google ganz oben zu finden ist, hat auch mobil mehr Chancen, wenn es eine angepasste Seite für Smartphones und Tablets gibt.

Ist das nicht der Fall, könnten zukünftig schlechtere Rankings drohen. Google hat schon mehrfach angedeutet, dass eine mobile gut optimierte Version einer Website (also auch eines Online Shops) immer wichtiger für das Ranking. Wer seinen Usern also eine Desktop-Seite auf einem iPhone zumutet, der handelt vermutlich schon heute zu seinem eigenen Nachteil.

Allerdings: Die mobile Revolution ist noch lange nicht abgeschlossen. Dass das mobile Internet immer wichtiger wird, ist mittlerweile vielen Unternehmen klar. Jetzt müssen nur noch schlüssige Konzepte her, mit denen das auch flächendeckend durchgezogen werden kann.