Eine neue Studie aus den USA sorgt für Aufsehen. Dort wurden zwischen Dezember 2012 und Januar 2013 knapp 20.000 Erwachsene befragt, die zum Umfragezeitpunkt 18 Jahre und älter waren. Die Fragestellung war eindeutig: „Wie stark ist der Einfluss von Social Media auf deine Kaufentscheidungen?“ Bei den teilweise sehr aggressiven Kampagnen, die manche Firmen und Unternehmen auf Facebook, Twitter und Co. fahren, sollte man davon ausgehen, dass davon etwas bei den Konsumenten hängen bleibt, doch das Gegenteil scheint der Fall. Fast zwei Drittel aller Befragten gaben bei der Studie an, dass Social Media überhaupt keinen Einfluss auf ihre Kaufentscheidungen habe. Warum aber ist das so und was haben die übrigen Teilnehmer der Studie geantwortet?

Studie: Social Media beeinflusst Kaufentscheidungen nur gering

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Social Media noch kein Verkaufskanal

Nur 5 Prozent gaben an, dass Social Media einen großen Einfluss auf die persönliche Kaufentscheidung haben. Immerhin knapp ein Drittel sagte, dass Social Media „ein bisschen“ zum Kauf von bestimmten Produkten beitragen würden.

35 Prozent also insgesamt, zu denen die von vielen in den USA stattfindenden massiven Marketing-Aktionen von Firmen und Unternehmen immerhin durchdringen. Gegenüber den 62 Prozent aus der Fraktion der „Verweigerer“ eine deutliche Minderheit, aber auch nicht wenig.

Dennoch zeigen die in der Studie erhobenen Daten, dass Social Media ganz offensichtlich immer noch nicht primär als Kanal angesehen werden, mit dem sich Produkte und Dienstleistungen verkaufen lassen. Zumindest nicht in dem Umfang, als dass das von der Intensität des Marketings vermutet werden könnte.

Zwischenmenschliche Bedürfnisse dominieren

Wofür aber nutzen die Leute Social Media, was macht diesen Kanal für sie so unverzichtbar? Dafür muss es einen Grund geben, schließlich sind Facebook und auch Twitter ganz besonders in den USA extrem erfolgreich.

Die Antwort ist so einfach wie einleuchtend: 94 Prozent geben an, dass sie Social Media oder soziale Netzwerke primär dafür verwenden, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben.

Das eigentliche Prinzip sozialer Netzwerke, mit anderen in Kontakt zu sein und zu bleiben, ist also auch 10 Jahre nach Gründung von Facebook noch immer das „Killer Feature“ für die Nutzung von Social Media.

Studie: Social Media beeinflusst Kaufentscheidungen gering

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Wissen teilen und Informationen einholen

Wichtig scheint es den Menschen auch zu sein, Informationen und Wissen zu teilen. So gaben 53 Prozent im Rahmen der Studie an, dass genau das der wichtigste Grund ist, warum sie Social Media benutzen.

Gleich danach kommt allerdings schon das Bedürfnis, sich über Firmen und/oder Organisationen informieren zu wollen. Immerhin 40 Prozent sagen, dass ihnen das wichtig sei. Social Media sind also nach wie vor kein Kanal für direkte Verkäufe und auch die konkrete Kaufentscheidung kann nur schwach von ihnen beeinflusst werden.

Social Media leisten aber unterstützende Arbeit, weil sie potenzielle Konsumenten besser in die Lage versetzen, sich ein genaueres Bild über bestimmte Firmen zu machen. Das könnte sich letztendlich auch positiv auf das Konsumverhalten auswirken.