Hashtag“ ist das Stichwort. Alles, was Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter diskutieren möchten, findet sich in ihm wieder. Und das ist thematisch gar nicht so vielfältig, wie man vielleicht denkt. Wirft man einen genauen Blick auf die Vielfalt, dann kristallisieren sich relativ schnell 6 thematische Hauptgruppen heraus, auch wenn die Nachrichten schier unendlich erscheinen und scheinbar blankes Chaos herrscht. Natürlich sind es oft auch die großen Stars, zu denen es die meisten Hashtags gibt, wie Lady Gaga oder Justin Bieber. Aber auch Dinge wie Politik oder Ernährung gehören zu den Themen, die die Twitter-Community beschäftigt. Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass sich die Kategorien mit den wichtigsten Themen auf nur sechs beschränken. Ist Twitter also eher einfältig oder gar langweilig?

Studie: Nur wenige Themen auf Twitter

Analyse mit spezieller Software

Für die Studie verantwortlich ist das Meinungsforschungsinstitut PEW Research Center. Gemeinsam mit der Stiftung Social Media Research Foundation und einer speziellen Software wurden einige Millionen Tweets, Retweets und eben auch Hashtags analysiert und dann in Grafiken dargestellt.

Das Ergebnis stellt das Kommunikationsverhalten der Nutzer dar, die sich aus Unternehmen, Prominenten, Medien und Privatleuten zusammensetzt. Sieht man sich die Studie an, so sind bei politischen Diskussionen zwei Gruppen klar erkennbar: Liberal und konservativ.

Auffällig ist dabei, dass diese kaum miteinander kommunizieren, hier ist eher Ignoranz an der Tagesordnung. Jedes Lager bleibt unter sich und hat seine eigenen Hashtags.

Liberale und konservative Twitterer

Andere Kategorien konzentrieren sich auf Unternehmen und ihre Marken. Twitter-User teilen dies aber eher für sich alleine mit ohne eine große Konversationsgemeinde im Rücken. Hier nannte das Forschungsinstitut als Beispiel die Tweets zum Thema „Apple“.

Die Nutzer folgten sich nicht gegenseitig, obwohl sie sich für dasselbe Unternehmen interessieren. Jeder tauscht für sich mit seinen Followern Informationen aus und möchte scheinbar keine andere Meinung lesen. Anders sieht es dagegen bei ganz speziellen Themen aus.

Hier werden regelrechte Gruppen basierend auf Hashtags gegründet, um sich auszutauschen. Außerdem sind diese Follower grundsätzlich eher miteinander verbunden und folgen sich gegenseitig.

Verschiedene Aspekte

Dann gibt es noch jene Gruppierungen, die sich zwar zu ein und dem selben Thema äußern, aber verschiedene inhaltliche Aspekte haben. Man bildet Gruppen und tauscht sich aus, hat aber andere Punkte, die persönlich wichtig sind.

Außerdem lassen sich Medien und Prominente herausfiltern, die ihre eigenen Follower haben, mit denen wenig interagiert wird, die aber viel über ihr Interessengebiet verbreiten.

Als letzter Punkt wäre da noch die ganz pragmatische Nutzung: Firmen, wie zum Beispiel Banken, die auf die Beschwerde-Tweets ihrer Kunden reagieren. Auch gibt es natürlich auf Twitter.