Gar nicht mal so wenig: 27 unterschiedliche Apps wurden im vierten Quartal 2013 durchschnittlich pro Monat von jedem Smartphone-Usergenutzt. Dies geht zumindest aus einer aktuellen Nielsen-Studie hervor. Der Nachrichtendienst WhatsApp steht dabei ziemlich weit oben in der Beliebtheitsskala stehen, gleiches gilt für Facebook, Instagram und Google Maps. Die Berechnung setzt sich aus insgesamt 5.000 befragten iOS- und Android-Nutzern zusammen. Dabei kommt Nielsen auch zu dem Ergebnis, dass die Nutzer im Alter zwischen 25 und 34 und 35 bis 44 Jahren im Vergleich zu allen anderen am häufigsten unterschiedliche Apps anwenden.

Studie: App-Nutzung steigt, im Schnitt 27 Apps pro User

37 Stunden Nutzungsdauer

Das entspricht einem Prozentsatz von 29,5 bei den 25 bis 34-Jährigen und 29,3 Prozent bei der Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen. Auch die Nutzungsdauer wurde ermittelt. Am höchsten ist diese bei den jungen Nutzern zwischen 18 und 24 Jahren.

Sie beträgt über 37 Stunden, gemessen in einem Zeitraum von vier Wochen. Die Durchschnittszeit ist dabei auf 30 Stunden und 15 Minuten angestiegen. Auch ein Vergleich wird natürlich mitgeliefert. Knapp über 23 Stunden betrug die Nutzungsdauer in den Jahren zuvor.

Die durchschnittliche Zeit lag bei 18 Stunden und 18 Minuten. Das Aufrufen und Nutzen der sozialen Netzwerke und die mobile Suche beanspruchen dabei die meiste Zeit. Eine Entwicklung, die ganz klar Anbietern wie Facebook oder Google in die Hände spielt.

Reisen und Finanzen eher unbeliebt

Wo Google die Suche mobil dominiert, ist Facebook der ultimative Platzhirsch in Sachen Social Media. Kein anderes soziales Netzwerk wird mobil so viel genutzt wie Facebook.

Hinter den sozialen Medien liegen unter anderem Entertainment und Tools für mehr Produktivität. Das größte Wachstum bei den Apps ist im Bereich Fotografie zu verzeichnen.

Instagram und andere Seiten sowie Smartphone Kameras sorgen für einen kräftigen Schub: 131 Prozent, ein enormer Zuwachs. Entertainment legt „nur“ um 71 Prozent zu. Abgeschlagen sind Themenbereiche wie Reise und Finanzen, da tun sich viele Smartphone-User immer noch schwer.

Nicht alles lässt sich mit einer App machen

Finanzen sind möglicherweise ein Bereich, der mobil nicht eben mal „einfach so“ gecheckt wird, offenbar fühlen sich viele User hier immer noch alten, traditionellen Verhaltensweisen verbunden. Was grundsätzlich zu begrüßen ist, schließlich sollte man sich beim Thema „Finanzen“ Zeit lassen und alle Fakten gründlich prüfen. Beim Thema „Reisen“ scheint es ähnlich zu sein.

Die Buchung einer Reise ist nicht immer einfach und oft mit vielen Entscheidungen verbunden. Da leuchtet es ein, dass Smartphone-User ein solches Thema wohl auch eher in Ruhe angehen wollen.

Auf Facebook kann man sich schnell mal einloggen und im Newsfeed schauen, was es für Neuigkeiten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis gibt, eine Reise wird aber oft nicht zwischen Tür und Angel gebucht.