„Bin gerade auf dem Weg nach Hause, der Geburtstag war super!“ Statusmeldungen wie diese haben wohl schon viele von uns mal gepostet, weil es schnell geht, die Freunde informiert und nichts kostet. Doch was Letzteres betrifft, sollte man sich künftig nicht sicher sein. Vor allen Dingen dann, wenn andere es posten und man die Meldungen der Freunde vielleicht gar nicht lesen kann – weil Facebook nicht alle Stausmeldungen automatisch anzeigt!

Fehler im System oder Methode? Grundsätzlich unbekannt, aber trotzdem denkbar. Diesen Mangel kann man aber ganz einfach beheben: Mit einer kleinen Gebühr. Dann wird die Statusmeldung in der Chronik einfach hervorgehoben und sie ist ganz sicher zu lesen. Ob das als innovatives Geschäftsmodell in die Geschichte eingeht? Abwarten.

Statusmeldung bleibt länger stehen

Dass die Chronik noch ein paar Kinderkrankheiten hat, kann man jeden Tag bei der Nutzung am eigenen Leib feststellen. So wechseln die Meldungen einfach mal von links nach rechts und kommen nicht mehr chronologisch von oben nach unten, vor der Chronik gepostete Bilder erscheinen jetzt größer und sind dadurch entweder beschnitten oder pixelig. Es ist keine runde Sache mehr wie vorher. Und vor allem: Wer etwas teilt und bei einem anderen in die Chronik stellt, hat möglicherweise Pech, dass es fast unbeachtet klein in der rechten Seite „verschwindet“ und von niemanden geliked wird.

Mit der Gebühr, die Facebook plant, tauchen solche Statusmeldungen künftig im Stream anderer an prominenter Stelle auf, bleiben dort länger sichtbar und – so die Vorstellung Facebooks – erhalten noch mehr Aufmerksamkeit als vorher. Einige Tests mit farblich markierten Postings wurden bereits gesichtet.

Erste Tests in den USA

Dass die Meldung kein Fake ist, bestätigt Facebook selbst. Man wolle herausfinden, so eine Sprecherin des Unternehmens, wie das Angebot von den Nutzern angenommen wird. Der Preis wird variieren. In Deutschland sei dies noch nicht geplant, bislang wird nur in den USA getestet.

Sollte sich dieses „System“ wirklich durchsetzen, dann steht Vertrauen gegen vermeintliche Abzocke. Wer möchte schon, dass jemand seiner Freunde sich eine wichtige Meldung im eigenen Stream erkauft, die man vielleicht gar nicht lesen möchte? Einige Fragen werden offen bleiben.