Erfolgsmessung in sozialen Netzwerken kann bisweilen eine umständliche und langwierige Sache sein. Wer nicht bereit ist, preislich anspruchsvolle Lösungen zu nutzen, tappt oft im Dunkeln und vor allem Inhaber kleinerer Websites wissen oft nicht, wie viele soziale Signale von Facebook und Co. sie mir ihrem Tun überhaupt einfangen. Licht ins Dunkel bringt jetzt ein neues Online-Tool, mit dem man einfach und relativ schnell ermitteln kann, wie viele Likes, Tweets und +1 Auszeichnungen die eigene (oder jede andere) Website insgesamt, oder auch nach einzelner Unterseite, generiert hat: Socialyser.

Das Tool betitelt sich selbst als „Social Checker“ und grundsätzlich ist der Titel hier auch Programm. Ich habe den Socialyser für euch getestet und geschaut, was man damit alles machen kann und ob die Software überhaupt sinnvoll ist.

Soziale Signale messen: Der "Socialyser" im Test

Website einzeln oder komplett prüfen

Auf den ersten Blick wirkt die Website relativ aufgeräumt und bietet einen großen Eingabeschlitz an. Hier packt man die URL rein, die geprüft werden soll – man kann wählen, ob man nur eine URL analysieren will oder ob der Auftrag für die komplette Domain gelten soll. Für den Test habe ich meine komplette Website durch den Socialyser geschickt.

Soziale Signale messen: Der "Socialyser" im Test

Statusanzeige zeigt Fortschritt

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Nach Eingabe der URL und der Entscheidung, wieviel analysiert werden soll, macht sich der Socialyser auch schon ans Werk. Unten rechts im Browser gibt es eine Statusanzeige – so weiß man zu jedem Zeitpunkt, an welchem Punkt der Analyse das Tool aktuell steht.

Soziale Signale messen: Der "Socialyser" im Test

Metriken von Google+, Facebook und Twitter

Schön anzusehen: Der Socialyser arbeitet in Echtzeit und zeigt die Ergebnisse umgehend an. So kann man sich entspannt zurücklehnen und bei der Analyse einer kompletten Website zuschauen, wie die einzelnen URLs durch das Tool rauschen. Für die Ermittlung der sozialen Signale wertet die Software mehrere Metriken aus: Bei Google+ geht es um die „Votes“, die eine URL bekommen hat – gemeint sich hier natürlich die +1 Auszeichnungen, Für Twitter werden die „Erwähnungen“ gezählt – also die „Mentions“, wie oft eine URL bei Twitter geteilt, bzw. weitergeleitet wurde. Drittes Netzwerk im Bunde ist natürlich Facebook. Hier wird aus Likes, Shares und Comments, die grundsätzlich alle einzeln gezählt werden, eine Gesamtsumme gebildet, die dann auch in das Endergebnis einfließt.

Performance noch ausbaufähig

In meinem Test lief der Socialyser flüssig, bei der Schnelligkeit gibt es noch Luft nach oben – die Analyse meiner Website mit knapp über 800 Unterseiten hat mehrere Minuten gedauert. Das Zuschauen ist zu Anfang natürlich ganz interessant, aber grundsätzlich will man schnelle Ergebnisse. Hier könnte also noch nachgebessert werden. Am Ende bekommt man jedenfalls eine komplette Auswertung, die sich in der Anzeige auf alle insgesamt gefundenen sozialen Signale bezieht. Prinzipiell schön, allerdings macht das keinen Sinn, wenn man einzelne Seiten innerhalb eines Angebots überprüfen will.

CSV- oder PDF-Export

Glücklicherweise wurde auch daran gedacht und man bekommt vom Socialyser eine komplette Liste mit allen gescannten Unterseiten, die sogar zum Download angeboten werden. So ist eine detaillierte Auswertung möglich und man die Daten auch noch für weitere Zwecke verwerten, wenn die Formatierung passt – dafür gibt es aber zwei Optionen.

Soziale Signale messen: Der "Socialyser" im Test

Erfolgreiche Themen erkennen

Mit dieser Auswertung kann man sich dann daran machen und selbst schauen, welche der eigenen Themen besonders viele soziale Signale bekommen haben – und wo noch Nachholbedarf herrscht. Für die Ausarbeitung oder Justierung einer Strategie im Bereich Social Media sind solche Infos natürlich sehr nützlich.

Fazit

Der Socialyser ist ein nettes Tool, mit dem man wichtige Infos zu sozialen Signalen auf der eigenen Website in Erfahrung bringen kann und natürlich auch in der Lage ist, die Konkurrenz zu überprüfen. In Sachen Schnelligkeit muss die Software noch besser werden – die Idee allerdings, das grundsätzlich eine komplette Domain getestet werden kann, das Ergebnis aber aufgesplittet und bei Bedarf exportiert wird, gefällt mir gut. Insofern ist der Socialyser aus meiner Sicht durchaus gelungen und hat Potenzial, das in Zukunft von den Entwicklern hoffentlich genutzt wird, um das Tool noch besser und nützlicher zu machen.