Social Shopping ist noch immer nicht bei der breiten Masse angekommen. Zwar gibt es einzelne Portale im Netz, die sich das Thema ganz besonders auf die Fahnen geschrieben haben. Insgesamt gesehen macht Social Shopping aber bisher weniger als 1 Prozent aller Shopping-Sessions aus. Herausgefunden hat das die Firma RichRelevance. Untersucht wurde, woher der Traffic genau stammt und welche Player davon profitieren. Aus dieser Untersuchung ist eine Studie entstanden, die von RichRelevance in einer ansehnlichen Infografik verpackt wurde. Und wen wundert es: Facebook ist auch beim Social Shopping ganz vorn mit dabei.

Social Shopping bekommt meisten Traffic durch Facebook

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Hohe Reichweite fördert Social Shopping

Für die Social-Shopping-Studie wurden 700 Shopping-Sessions analysiert, Zeitraum Anfang Januar bis Ende September 2013. Hauptaussage: Facebook sorgt für den Löwenanteil des Traffics. 60 Prozent aller Sessions wurden via Facebook überhaupt erst möglich.

Auch bei der Conversion schneidet Facebook gut ab: Mit 2,69 Prozent Anteil an allen Sessions liegt das weltweit größte soziale Netzwerk nur knapp unter dem Mittelwert von Sessions, die nicht über einen sozialen Kanal erzeugt wurden (welcher bei 2,98 Prozent liegt).

Gegenüber anderen sozialen Netzwerken wie Pinterest oder Twitter ist Facebook ganz klar im Vorteil und unterstreicht mit diesen Zahlen auch seinen Führungsanspruch beim Social Shopping. Auch wenn dieser Bereich noch nicht stark ausgeprägt ist und auch das Thema „F-Commerce“ noch Entwicklungspotenzial hat, scheint „der blaue Riese“ auf einem guten Weg.

Noch viel Potenzial und Nachholbedarf

Facebook sorgt nicht nur für die meisten Sales im Bereich Social Shopping, auch die Warenkörbe, die durch Facebook generiert werden, sind am prallsten gefüllt. Dennoch ist nach wie vor viel Luft nach oben. Social Shopping und auch F-Commerce stehen immer mal wieder auf der Agenda, bisher gab es aber noch keinen nachhaltigen Durchbruch.

Das liegt unter anderem daran, dass vor allem den Anbietern von Inhalten noch konkrete Themen fehlen, mit denen man als Shop auf Facebook durchstarten kann. Ein positives Beispiel lieferte die Firma Granini kürzlich mit einem neuen Produkt ab, dass hauptsächlich via Facebook vermarktet und vertrieben wird.

Auch externe Websites wie Fab sorgen mit ihren Ansätzen dafür, dass es eine „Social User Experience“ gibt. Leider handelt es sich dabei bisher oft um Einzelfälle. Mit der weiteren Verbreitung von Social Media und Innovationen im mobilen Bereich wird der Trend zum Social Shopping sich meiner Ansicht nach in den kommenden Jahren aber manifestieren und dafür sorgen, dass das Thema deutlich mehr Aufschwung bekommt. Wer sich also frühzeitig mit Social Shopping beschäftigt, wird dann Vorteile haben.