Gibt es noch andere Seiten im Internet als solche, die sich direkt oder indirekt mit Social Media beschäftigen? Schaut man sich aktuelle Zahlen an, dann erkennt man: nicht mehr so viele. 56 Milliarden Werbeeinblendungen gab es im April 2013 im deutschsprachigen Teil des WWW. Eine neue Auswertung von ComScore zeigt nun eindrucksvoll, wie es um die Werbung bei uns bestellt ist, denn Social Media nimmt allen den Wind aus den Segeln. Da stellt sich die Frage: wie lange geht das noch so weiter? Ist der Höhepunkt erreicht oder geht es mit Social Media demnächst wieder bergab? Schwer zu sagen. Fakt ist: aktuell läuft es super und auch in Sachen Informationsbeschaffung ist Social Media nach der klassischen Suche weiter auf dem aufsteigenden Ast. Doch was ist mit all den anderen Themen im Internet? Interessiert sich da niemand mehr für?

Social Media Werbung boomt

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Wo bleiben die „etablierten“ Themen?

Auf satte 33 Prozent vom kompletten deutschen Display-Kuchen kommt Social Media. Das kann sich sehen lassen. Laut Auswertung von ComScore folgt mit 12 Prozent das Thema „Unterhaltung“ abgeschlagen auf Rang 2.

Social Media hat somit den ersten Platz im Sturm an sich gerissen. Einen kleinen Haken hat diese Untersuchung natürlich. Auch Seiten wie Facebook lassen sich selbstverständlich dem Thema Display Ads zuordnen.

Und in diesem Zusammenhang ist klar, dass dort jede Menge Reichweite zu holen ist. Aus meiner Sicht erstaunlich ist aber, dass Themenbereiche wie „News/Information“ nur auf 5 Prozent kommen. Da hätte ich mehr erwartet.

Branding heißt Erfolg

Mit dem Erfolg von Social Media Seiten beim Thema Display Advertising stellt sich allerdings eine wie ich finde ganz wichtige Frage: wenn Plattformen wie Facebook ganz offensichtlich keine Kanäle sind, auf denen sich rein technisch gesehen gut verkaufen lässt, warum dann der Erfolg?

Ich hab da eine Theorie, die sich in der Praxis recht gut darstellen lässt. In der Tat, der Verkauf eines Produkts direkt über Facebook ist eher schwierig. Allerdings: ist man als Brand erst auf einem sozialen Netzwerk wie Facebook nachhaltig gelandet, dann ist es leicht, die schon bekannte Marke noch bekannter zu machen.

Und hier kommen wir auch zum eigentlichen Dilemma: Hardselling funktioniert via Social Media nicht. Ähnlich wie auch TV Werbung oder Werbung in Zeitschriften. Nur weil ich ein neues Auto in einer TV Werbung sehe, renne ich nicht gleich los und kaufe es. Wer aber mittel- bis langfristig das Bewusstsein für seine Marke stärken will, der ist mit Werbung auf sozialen Netzwerken und Seiten, die sich mit Social Media befassen, richtig aufgehoben. Das perfekte Umfeld also, um Brands dauerhaft zu stärken.