Hast du eine Social Media Strategie? Ich muss das einfach fragen, denn auch im Jahr 2015 seh ich immer noch Leute im Blindflug durch das Social Web jagen. Es ist teilweise dramatisch, wie viel Potenzial und Energie verschwendet wird, nur weil sich diese Leute nicht einfach mal hinsetzen und ein paar Stunden ihrer Zeit investieren, um eine Social Media Strategie zu entwickeln. Das ist kein Ding der Unmöglichkeit und wenn du weißt, worauf du achten musst, dann ist es auch relativ schnell erledigt. Aber ich kenne das selbst aus eigener Erfahrung: Wenn man nicht mit dem ersten Schritt anfängt, dann kann auch die Entwicklung einer Social Media Strategie zu einer stressigen und nervenaufreibenden Aufgabe werden. Damit dir das nicht passiert, zeige ich dir in diesem ausführlichen Artikel 5 kritische Schlüsselfaktoren für deine erfolgreiche Social Media Strategie:

Social Media Strategie: 5 kritische Schlüsselfaktoren für garantierten Erfolg

Bild: Syda Productions, Shutterstock.com

Inhaltsverzeichnis

1. Investiere deine Zeit ausschließlich in sinnvolle Kanäle
2. Lerne deinen Zielmarkt und deine Zielgruppe exakt kennen
3. Erstelle nützliche Inhalte, die freiwillig geteilt werden
4. Sei großzügig und verschenke dein Wissen und deine Zeit
5. Lass kontinuierlich von dir hören und schlaf nicht ein

Fazit

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1. Investiere deine Zeit ausschließlich in sinnvolle Kanäle

Im Prinzip ist es ganz einfach: Sei dort, wo du die meisten User erreichst. Problem: „User“ ist nicht gleich „User“, denn für dich ist es wichtig, dass du die „richtigen“ User erreichst.

Welche die richtigen User sind, das ergibt sich aus deiner thematischen Ausrichtung. Wenn du also zum Beispiel ein digitales Infoprodukt verkaufst, dass sich mit dem Aufbau von Systemen zur Lead-Generierung beschäftigt, dann musst du im Rahmen deiner Social Media Strategie genau dort präsent sein, wo sich die Zielgruppe aufhält.

Um beim Beispiel der Lead-Generierung zu bleiben: Der Ort für diese Zielgruppe kann Facebook sein – muss er aber nicht. Speziell bei diesem Thema lohnt sich der Blick auf andere, vor allem berufliche Netzwerke.

Damit wären wir bei LinkedIn oder für den deutschen Sprachraum (noch immer bevorzugt) Xing. Hier dürften deine Chancen deutlich besser sein, dein Produkt zu verkaufen – vor allem dann, wenn es auf B2B ausgerichtet ist.

Letztendlich ist das auch nur ein Beispiel von vielen. Das Prinzip ist deutlich geworden: Es gibt unterschiedliche Orte, an denen deine Verkaufschancen in Social Media variieren. Mehr noch, auch wenn du einfach nur Branding machst oder dein Publikum grundsätzlich unterhalten willst, können die Ergebnisse sehr unterschiedlich sein.

Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass du deine Zeit wirklich nur dort investierst, wo du auch einen konkreten Nutzen hast. Zeit ist Geld und wenn du den ganzen Tag auf Facebook aktiv bist, dort aber nicht auf die richtigen User triffst, dann hast du nicht die korrekte Social Media Strategie.

Ich kann dir dazu aus eigener Erfahrung berichten: Als Pinterest vor ein paar Jahren aufkam, hab ich mich damit intensiv beschäftigt. Entsprechend hab ich dort auch ein Profil und für eine gewisse Zeit hab ich dort auch investiert – in Form von (teilweise exklusiven) Content.

Zielgruppen im Bereich B2B sind nicht zwingend auf Facebook aktiv

Zielgruppen im Bereich B2B sind nicht zwingend auf Facebook aktiv (Quelle)

Auf Dauer aber erkannte ich, dass sich Pinterest für meine Social Media Strategie überhaupt nicht lohnt, weil meine Inhalte nicht so bildlastig und visuell sind. Hätte ich einen Modeblog oder würde ich mich mit dem Thema „Lifestyle“ befassen, dann wäre das sicherlich anders.

Eine Plattform wie Pinterest ist für meine Ziele also nicht geeignet, es gibt andere Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram, die sich mehr für mich deutlich mehr lohnen. Ergo verbringe ich auf Pinterest so gut wie keine Zeit und schaue ehrlich gesagt nur noch mal rein, wenn ich auf der Suche nach Einrichtungstipps für mein Haus bin – denn dafür ist Pinterest wie geschaffen!

Überlege dir also, in welche Netzwerke du im Rahmen deiner Social Media Strategie investieren willst. Ich weiß, dass du vorab unmöglich wissen kannst, welche Netzwerke am besten funktionieren – dafür musst du ein paar Tests fahren und so erkennen, wo sich der Aufwand für dich lohnt.

Wenn du das aber weißt, dann kannst du dich entsprechend ausrichten und deine Zeit sinnvoll investieren. Du musst nicht auf allen Hochzeiten tanzen, um erfolgreich zu sein – es ist vollkommen ausreichend, wenn du deinen Job dort richtig gut machst, wo es sich ganz offensichtlich am meisten für dich lohnt.

2. Lerne deinen Zielmarkt und deine Zielgruppe exakt kennen

Okay, du weißt jetzt, wo du aktiv sein musst, um deine Zeit nicht zu vergeuden. Damit bist du vielen anderen Leuten schon einen großen Schritt voraus!

Allerdings wirst du auch jetzt nicht erfolgreich sein, wenn du nicht ganz genau weißt, was deine Zielgruppe will. Auch weißt du nicht, wer in deinem Zielmarkt schon aktiv ist und wer dort schon so richtig absahnt.

Das heißt für dich: Recherche! Du musst versuchen, so viele Informationen wie möglich über deinen Zielmarkt und deine Zielgruppe zu bekommen – ansonsten wird deine Social Media Strategie kläglich scheitern.

Besonders wichtig: Welche Themen funktionieren gut und welche nicht? Schließlich kann es ja sein, dass du schon korrekt herausgefunden hast, in welchem Zielmarkt du aktiv sein willst – und es kann auch sein, dass du schon sehr genau weißt, wer sich in deiner Zielgruppe tummelt.

Es bedeutet aber nicht, dass dann auch dein Produkt entsprechend gut ankommt. Das gilt auch für deine Fotos, deinen kostenlosen Content oder deine sonstigen Anstrengungen – völlig egal, was dein eigentliches Ziel ist: Wenn du in deiner Zielgruppe niemanden findest, der sich für dich oder deine Produkte interessiert, dann funktioniert deine Social Media Strategie schlicht und ergreifend nicht.

Also zurück zur Recherche: Klingt grundsätzlich immer sehr aufwendig, ist es aber im Prinzip nicht. Wenn du weißt, wie du vorgehen musst, wirst du sehr schnell erkennen, welche Themen im Detail funktionieren und welche Personen schon vorgelegt haben, bzw. „wichtig“ für deine Zielgruppe sind.

Die Daten und Informationen, die du brauchst, sind alle öffentlich, du findest Sie über diverse Kanäle. Google ist einer davon, ganz klar: Sei pragmatisch und gibt bei Google ein, womit du dich beschäftigst und womit du erfolgreich sein willst.

Gibt es für einen bestimmten Zielmarkt schon Produkte?

Gibt es für einen bestimmten Zielmarkt schon Produkte?

In wenigen Sekunden siehst du, wer in diesem Zielmarkt bereits aktiv ist. Du erkennst genau, was darüber geschrieben wurde und du merkst auf einen Blick, welche Themen besonders interessant sind.

Du siehst vor allem aber auch, welche Websites es zu dem Thema gibt. Diese Websites (oder auch Blogs) klapperst du ab und schaust dir ganz genau an, welche Inhalte dort im Detail veröffentlicht werden.

Wenn dort zum Beispiel auch schon Produkte angeboten werden, dann mach einen Testkauf, wenn diese Produkte sich mit dem decken, was du auch vorhast. Schau dir an, wie auf diesen Websites kommuniziert wird – wie oft erscheinen neue Artikel, von wem werden Inhalte kommentiert und in welcher Art und Weise passiert das?

Um letztendlich zu verifizieren, ob es sich wirklich lohnt, deine Social Media Strategie auf ein bestimmtes Thema auszurichten, kannst du zusätzlich auch mit dem Google Keyword Planner arbeiten. Wenn du einen Account bei Google AdWords hast, dann steht dir die volle Bandbreite dieses Tools zur Verfügung.

Den Keyword Planner kannst du einsetzen, um herauszufinden, wie oft die Menschen auf Google nach bestimmten Themen suchen. Google ist zwar kein Social Media, hat aber massenhaft Daten, an denen du dich orientieren kannst.

Und ganz klar: Wenn Google dir sagt, dass niemand nach dem Thema suchst, mit dem du durchstarten willst, dann lass lieber die Finger davon! Du wirst höchstwahrscheinlich auf einem sehr kleinen Acker landen, der wenn überhaupt nur sehr wenig Ertrag bringen wird.

Diese Zeit kannst du besser einsetzen! Neben Google und dem Keyword Planner ist selbstverständlich auch Facebook eine extrem große Fundgrube, wenn es um Daten und Infos geht.

Für dich gibt es hier zwei Möglichkeiten: Du kannst direkt auf Facebook nach Fanpages zu deinem Thema suchen und dir angucken, ob dieses Thema dort gut frequentiert wird. Oder du gehst direkt in den Facebook AdManager und tust so, als würdest du eine Anzeige schalten wollen.

Das machst du natürlich nicht wirklich, sondern schaust dir nur an, wie viele aktive User du auf Facebook zu bestimmten Themen erreichst. Auf diese Weise erfährst du ziemlich genau, ob es für die Themen in deinem Zielmarkt und bei deiner Zielgruppe überhaupt einen konkreten Bedarf gibt.

Udemy nach Kursen durchsuchen und nach Preis sortieren

Udemy nach Kursen durchsuchen und nach Preis sortieren (Quelle)

Und dabei geht es nicht nur darum, Produkte zu verkaufen! Im Rahmen deiner Social Media Strategie kann es auch um deine Positionierung, also dein Branding gehen – wenn du dich selbst oder deine Firma mit bestimmten Inhalten etablieren willst, dann sind diese Informationen für dich ebenfalls sehr wichtig.

Neben Google, dem Keyword Planner, Facebook und Facebook Ads gibt es noch diverser andere Möglichkeiten für eine genaue Recherche. Ein Beispiel wäre Udemy.

Auf Udemy werden Kurse angeboten, die man buchen kann und das Angebot lässt sich selbstverständlich durchsuchen. Und genau das solltest du tun, denn auf diese Weise erkennst du sehr schnell, ob es einen konkreten Bedarf für ein Thema gibt.

Mehr noch: Wenn du die Ergebnisse auf Udemy filterst und gezielt nach Preis und Bewertungen clusterst, dann weißt du sogar, wie beliebt einzelne Themen wirklich sind und wie viel Geld die Leute bereit sind, für einen Kurs auf Udemy auszugeben. Das sind extrem nützliche Informationen, denn wenn ein Kurs hochpreisig ist und viele positive Bewertungen hat, dann ist das ein exzellentes Zeichen dafür, dass das Thema an sich perfekt geeignet ist.

3. Erstelle nützliche Inhalte, die freiwillig geteilt werden

Dieser Teil mag anstrengend sein, weil er dich nervt (und du das mit dem „guten/tollen/hochwertigen/fantastischen Content“ schon viel zu oft gehört hast). Doch ich muss dir auch heute mitteilen, dass es eben vor allem auf deine Inhalte ankommt – that’s it…

Alles, was man dir über die Themen Technik, Sitespeed, Social Timing oder Posting Frequency weis machen will, ist schön und gut. Die Wahrheit ist: Wenn dein Content nichts taugt, dann kannst du das alles vergessen.

Für deine Social Media Strategie ist es wichtig, dass du nur solche Inhalte produzierst, die in erster Linie nützlich sind (für andere, nicht für dich). Natürlich kannst du dich auch hinsetzen und eine News nach der anderen veröffentlichen… das Problem ist aber, dass das schon zig andere Leute machen und damit oft auch erfolgreich sind.

Die Zeiten, in denen du dich einfach nur bemerkbar machen konntest, weil du viel und oft veröffentlicht hast, sind vorbei – zumindest dann, wenn du keine große Zeitung oder etabliertes Magazin bis. Für die Jungs vom Focus oder von der Welt läuft dieses massenweise Publizieren auch heute noch recht gut, aber überleg dir mal, was da für eine Manpower dahinter steckt.

Du allein kannst ein solches Konstrukt gar nicht abbilden. Dennoch musst du deswegen nicht resignieren und deine Social Media Strategie über den Haufen werfen – ganz im Gegenteil.

Als kleine und wendige „Content Unit“ hast du die große Chance, mit nützlichen Inhalten zu punkten, die haargenau auf deine Zielgruppe ausgerichtet sind – und wie du diese Zielgruppen und vor allem die Themen, auf die sie stehen, punktgenau ermitteln kannst, hab ich dir schon beschrieben. Du musst die einzelnen Puzzleteile jetzt nur noch zusammenfügen.

Hochwertige Inhalte werden immer geteilt - allerdings darfst du auch nachhelfen!

Hochwertige Inhalte werden immer geteilt – allerdings darfst du auch nachhelfen!

Aber du weißt es selbst: Wenn das so einfach wäre! Letztendlich hast du aber nur diese Möglichkeit, denn wenn du immer und immer wieder durch nützlichen Content auffällst, mit dem deine User akute Probleme lösen können, dann wirst du auch gehört.

Eine solche Social Media Strategie schafft Vertrauen und nach und nach nimmt man dich als eine Person wahr, die immer wieder mit nur solchen Inhalten punktet, die auch wirklich etwas bringen. Genau das ist die Voraussetzung dafür, dass du aus der Masse hervorstichst und dir mit der Zeit eine hochgradig treue Community aufbaust.

Der Aufbau einer solchen Community muss einer der zentralen Aspekte deiner Social Media Strategie sein. Nur so kannst du einen bleibenden Eindruck hinterlassen, der sich immer mehr auszahlt.

Und keine Sorge: Alle haben mal klein angefangen. Auch Portale, die heute riesengroß und extrem einflussreich sind, mussten diesen Weg gehen.

Sieh dir Websites wie Mashable oder auch Moz an. Bei uns in Deutschland ist t3n ein gutes Beispiel – das alles sind Websites, die nicht einfach so über Nacht groß geworden sind, es sind Websites, die über einen langen Zeitraum immer wieder nützliche, interessante und hilfreiche Inhalte veröffentlicht haben.

Doch auch diese großen Websites haben nicht nur dank ihres Contents so einen großen Erfolg. Sie alle haben eine Social Media Strategie – und da spielt das Teilen von Inhalten eine sehr große Rolle.

Es kommt auch heute immer noch vor, dass viele Website-Betreiber Sharing-Buttons von Facebook oder Twitter viel zu zaghaft einsetzen. Oft passen diese Buttons nicht in das aktuelle Design und werden deswegen gern wenig prominent platziert.

Genau das ist aber ein großer Fehler, zumal du heute mit ein bisschen Webdesign Sharing-Buttons für jedes Netzwerk formatieren kannst. Oder du bedienst dich bei Anbietern wie sumome.com – hier kannst du das Problem mit den Sharing-Buttons elegant lösen und bekommst dazu noch nützliche Statistiken.

Die Statistiken sind ein netter Bonus, denn du erkennst mit der Zeit, welche deiner Inhalte am meisten geteilt werden. Auf Basis dieser Infos kannst du deine eigene Social Media Strategie in Sachen Content ausrichten.

Mit SumoMe steigerst du die Anzahl der Shares auf deiner Website

Mit SumoMe steigerst du die Anzahl der Shares auf deiner Website (Quelle)

Wenn du weißt, welche Inhalte deine User bevorzugt teilen, dann gib ihnen mehr davon! Du wirst dann auch mehr Shares bekommen, was letztendlich mehr Reichweite bedeutet – in dem Fall kommen dann mehr User, die noch mehr teilen… und so weiter.

Wurde dieser Prozess erst gestartet, dann wird er eigentlich nur noch gestoppt, wenn du selbst weniger Content produzierst. Zugegeben, das ist ein Risiko, denn es ist nicht immer möglich, einen hohen Output an Content aufrechtzuerhalten.

Das vor allem dann nicht, wenn du kein großes Team hinter dir hast. Wenn alles von dir allein abhängt, dann musst du darauf achten, noch besseren Content zu produzieren – denn dann wirst du bei deiner Zielgruppe auch schneller als Autorität wahrgenommen.

Folge: Auch wenn du nur selten Inhalte veröffentlichst, werden deine Leser diesen Content schneller und mehr teilen – das ist ja der Vorteil an einer treuen Community. Die Menge deiner geteilten Inhalte wird dann dafür sorgen, dass du auch mit weniger Output erfolgreich bist.

Übrigens: Lange, detaillierte und fachlich sehr fundierte Inhalte werden von den Usern überdurchschnittlich viel geteilt. Du solltest also wirklich überlegen, ob es sinnvoll ist, einfach „nur Content“ zu produzieren.

Die Menge ist wie gesagt nicht entscheidend. Wenn du aber in der Lage bist, Content zu produzieren, der das Zeug zum Dauerbrenner hat („Evergreen Content“), dann stehen die Chancen sehr gut, dass zum Beispiel auch gute Rankings bei Google bekommst.

Und auch solche guten Rankings bei Google tragen im Rahmen deiner Social Media Strategie dazu bei, dass du mehr Shares bekommst. Journalisten zum Beispiel informieren sich sehr viel via Google.

Google hat eine eigene Website nur für Journalisten und hilft ihnen damit

Google hat eine eigene Website nur für Journalisten und hilft ihnen damit (Quelle)

Wird dein Content von einem Journalisten aufgenommen und verbreitet oder für eigene Zwecke weiterverarbeitet, dann kann sich das für dich extrem lohnen. Die Notwendigkeit guter Google-Rankings ergibt sich aber nicht nur, weil Journalisten gern Google nutzen.

Google ist eine Suchmaschine und wird von allen genutzt, die Informationen finden müssen. Es sind also nicht nur Journalisten, die du als Multiplikatoren nutzen kannst – jeder User, der dich via Google findet, muss von deinem Content so begeistert sein, dass er ihn sofort teilt.

Wenn dir das gelingt, dann wirst du einen dauerhaften Strom von Usern erzeugen können, die deine Inhalte immer wieder finden und konsumieren. Arbeitest du dann noch mit Incentivierungen und Lead-Magneten, mit denen du zum Beispiel einen Newsletter aufbaust, dann bindest du diese User dauerhaft an dich.

Genau das ist die treue Community, von der ich immer spreche: Wenn du solche User für dich gewinnen kannst, dann wird es dir viel leichter fallen, eine signifikante Reichweite zu erzeugen. Dieser Prozess wiederholt sich dann immer wieder – und am Ende wird deine Website stetig wachsen.

Letztendlich ist das nichts weiter als klassisches Growth Hacking: Du probierst verschiedene Dinge im Rahmen deiner Social Media Strategie aus. Funktionierende Methoden werden ausgebaut, weiterentwickelt und verfeinert – Dinge, die nicht den gewünschten Erfolg bringen, wendest du nicht erneut an.

Auf diese Weise bleiben nur die Methoden übrig, dich sich wirklich lohnen und dazu beitragen, dass deine Website (und du selbst) immer populärer wird und mehr und mehr Leserinnen und Leser begeistert. Ein solcher Kreislauf muss das eigentliche Ziel deiner Social Media Strategie sein, denn nur auf diesem Weg wirst du letztendlich erfolgreich sein und stellst sicher, dass deine Inhalte auch zahlreich geteilt werden.

4. Sei großzügig und verschenke dein Wissen und deine Zeit

Content ist nicht gleich Content. Ich habe dir im Verlauf dieses Artikels schon beschrieben, wie wichtig es ist, nützlich zu sein und die Probleme anderer zu lösen.

Und genau darauf kommt es an: Wenn du wirklich erfolgreich sein willst, dann musst du bereit sein, dein Wissen weiterzugeben. Verschenke es!

Verschenke aber nicht nur dein Wissen, verschenke auch deine Zeit. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Indem du dich um die Belange deiner User kümmerst.

Beispiel: Kommentare auf deinem Blog. In vielen Fällen wird kommentiert, es gibt aber auch User, die dir erweiterte Fragen zu deinem Content stellen und mehr wissen wollen.

Diese User darfst du nicht ignorieren. Niemand erwartet von dir, dass du deine Geschäftsgeheimnisse offenlegst, aber glaub mir – es kann nicht schaden, wenn du dein Wissen teilweise gratis nach außen trägst.

Ich kann verstehen, wenn du nicht dein komplettes Wissen umsonst veröffentlichen willst. Die Kunst liegt ja oft auch nicht daran, einfach nur etwas zu wissen.

Wirklich erfolgreich wird man erst dann, wenn man in der Lage ist, das erlernte Wissen sinnvoll anzuwenden und zu kombinieren. Und genau das meine ich: Jemand, der nicht gelernt hat, wie man eine Mauer baut, wird auch mit den besten Werkzeugen und den optimalen Materialien keine (gute) Mauer bauen können.

Gary Vaynerchuck beantwortet die Fragen seiner User

Gary Vaynerchuck beantwortet die Fragen seiner User (Quelle)

Mit deinem Wissen und deiner Zeit verhält sich das ähnlich. Zwar können (und sollen) sich deine User von dir eine Scheibe abschneiden. Im Rahmen deiner Social Media Strategie empfehle ich das unbedingt!

Wenn es dann aber später darum geht, dieses Wissen in sinnvolle Strukturen und Prozesse zu bringen, dann sieht die Sache oft anders aus. Genau das ist die Herausforderung: Das eigene Wissen so anzuwenden, dass daraus etwas Erfolgreiches entsteht.

Deine Großzügigkeit wird also Früchte tragen, das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Je mehr du deiner Community hilfst, desto eher wird es Leute geben, die dich bei anderen Problemen um Rat fragen.

Spätestens dann wird es geschäftlich und du kannst auf dieser Basis sogar ein komplettes Business aufbauen. Damit bin ich aber schon einen Schritt zu weit, denn eigentlich geht es ja nach wie vor um deine erfolgreiche Social Media Strategie (die natürlich auch Basis eines erfolgreichen Businesses sein kann).

Letztendlich kommt es darauf an, was genau du veröffentlichst. Aus meiner Sicht hat es sich bewährt, Dinge zu testen und auszuprobieren – alles das, was funktioniert, kannst du für eine Community festhalten und dokumentieren.

Die Leute werden es dir danken, denn sie können von dir lernen. Das spart ihnen wiederum Zeit (die du auch auf diese Art und Weise „verschenken“ kannst, indem du einfach die Zeit verbrauchst, um Lösungen zu finden, so dass andere sich dann an diesen Lösungen orientieren können und nicht den ganzen Weg erneut gehen müssen).

Mit diesen Maßnahmen arbeitest du an deiner Reputation und mit der Zeit wirst du als Autorität wahrgenommen. Aus diesem Grund ist das „Verschenken“ von Wissen und Zeit so wichtig für deine Social Media Strategie – denn nur auf diese Art und Weise erreichst du dein Publikum und kannst den Leuten verdeutlichen, dass du in der Tat eine „Instanz“ bist, die vertrauenswürdig ist und der es wichtig ist, dass anderen geholfen wird.

Der Whiteboard Friday von Rand Fishkin steht für vertrauenswürdige Inhalte

Der Whiteboard Friday von Rand Fishkin steht für vertrauenswürdige Inhalte (Quelle)

Ein solches Image in der Öffentlichkeit ist viel wertvoller als die beste Werbung – wobei es nicht schaden kann, zusätzlich mit deinen Fähigkeiten Werbung zu machen. Das ist aber nicht so sehr Bestandteil deiner Social Media Strategie, sondern eher wichtig, wenn es um deine Strategie zur Selbstvermarktung geht (gilt übrigens alles auch dann, wenn du nicht dich selbst, sondern Dienstleistungen und Produkte vermarktest).

Sorge also dafür, dass man dir vertraut, weil deine Inhalte nützlich sind. Mach dich unentbehrlich und hilf anderen, wenn sie dich um Hilfe bitten – alles natürlich im Rahmen deiner Ressourcen, es gibt durchaus auch mal den Zeitpunkt, wo du „Stopp!“ sagen musst, weil du sonst ausgenutzt werden könntest.

Das Wissen, das du dir über Jahre hinweg angeeignet hast, ist dein Kapital. Doch wie das auch bei vielen anderen „Produkten“ der Fall ist, kannst du dich sehr nützlich machen, wenn du immer mal wieder „Kostproben“ verteilst – im Prinzip ist das wie mit den Käse-Häppchen im Supermarkt, denn wenn dir die Probe gefällt, dann ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass du den ganzen Käse kaufst und dann auch bei der Marke bleibst.

Deine Social Media Strategie muss das beinhalten, denn all das sorgt dafür, dass du im Gespräch bleibst und auch immer wieder als Referenz genannt wirst. Deine Bekanntheit wird gesteigert – und davon profitierst du immer!

5. Lass kontinuierlich von dir hören und schlaf nicht ein

Es gibt so lustige Sprüche wie „Willst was gelten, mach dich selten!“ – damit wollen bestimmte Leute sagen, dass es besser ist, wenn du dich eher zurückhältst und nicht jede Gelegenheit nutzt, um auf die Aufmerksam zu machen. Eigentlich ein ganz netter Gedanke…

Fakt ist: Solche Sprüche sind Schwachsinn und auf Basis dieser „Weisheiten“ solltest du deine Social Media Strategie nicht ausrichten. Bei Leuten wie Herbert Grönemeyer mag das stimmen, solche Menschen können auch mal 5 Jahre Pause machen – und füllen dann immer noch riesige Konzerthallen.

Aber macht BMW das, oder die Bundesliga? Macht der FC Bayern München mal ein Jahr Pause oder hörst du 2 Jahre lang nichts von Nutella?

Versteh mich nicht falsch, du sollst den Leuten nicht auf die Nerven gehen – und ich meine auch nicht, dass du andauernd und ständig präsent sein sollst. Aber es ist wichtig, dass du eine bestimmte Frequenz entwickelst, auf die sich dein Publikum verlassen kann.

Es gibt immer wieder neue Modelle des iPhones - Stillstand wäre tödlich!

Es gibt immer wieder neue Modelle des iPhones – Stillstand wäre tödlich! (Quelle)

Nehmen wir als Beispiel einen Podcast. Davon gibt es mittlerweile sehr viele und vor allem in den USA ist das Thema sehr groß, ich persönlich hoffe, dass auch bei uns in Deutschland künftig noch mehr Leute Podcasts hören und produzieren.

Ein Podcast erscheint meistens in regelmäßigen Abständen – so wissen die Hörer, dass zum Beispiel jede Woche oder jeden Monat eine neue Ausgabe veröffentlicht wird und diese Kontinuität führt dazu, dass das Vertrauen wächst.

Kein Witz, die meisten Menschen schätzen es sehr, wenn sie sich auf etwas (oder jemanden) verlassen können. Und weil viele Leute es schätzen, dass es jeden Abend um 20 Uhr Nachrichten im TV gibt, steigt das Vertrauen in diese Publikation.

Im Rahmen deiner eigenen Social Media Strategie kannst du das Prinzip nutzen und es gibt auch Publisher, die sich tatsächlich an feste Zeiten halten. Zugegeben, vor allem bei Inhalten, die schnell viral gehen, ist das absurd – denn wenn sie erst viral gehen, dann spielt der Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Rolle mehr.

Worauf ich hinaus will: Mach dich nicht absichtlich ohne Grund rar! Wenn du etwas Nützliches zu berichten hast, wenn du eine Chance siehst, deinem Publikum etwas zu erklären und dafür zu sorgen, dass ein Problem gelöst werden kann, dann halte dich nicht zurück!

Auf der anderen Seite: Rede nicht um des Redens Willen – wenn du so drauf bist, dann wird man schnell von dir gelangweilt sein, weil du dann eben keinen Mehrwert bietest. In dem Fall wird sich dein Publikum dann wirklich wünschen, dass du dich doch lieber zurückhältst.

Fazit

Deine Social Media Strategie lebt davon, wie gut du vorbereitet bist und wie genau deine Aktivitäten zu deinem eigentlichen Ziel passen. Letztendlich kommt es darauf an, dass du die richtigen Leute innerhalb deiner Zielgruppe erreichst.

Dazu ist es wichtig, dass du probierst und Tests machst – du darfst allerdings nicht deine Zeit verschwenden und in bestimmte Kanäle investieren, nur weil andere das auch machen. Nicht immer ist es gut, sich an der Masse zu orientieren.

Für dich ist nur eine Sache wichtig: Du musst für deine User unersetzlich werden. Wenn sie nicht auf dich verzichten wollen, weil du dich schon so nützlich gemacht hast, dass es ein echter Verlust wäre, wenn du sie auf dich verzichten müssen, dann bist du auf dem richtigen Weg.

Auch eine erfolgreiche Social Media Strategie ist dabei aber nicht immer linear! Nach außen sieht es oft so aus, als ginge es bei erfolgreichen Personen und Firmen immer steil bergauf.

Tatsächlich ist fast immer das Gegenteil der Fall: Die „Erfolgskurve“ ist ein Auf und Ab und es gibt regelmäßig Dämpfer und sogar Rückschläge. Das alles ist normal und kein Grund zur Beunruhigung – solange du aus deinen Fehlern lernst!

Wenn du also aus deinen Fehlern lernst und deine Social Media Strategie immer weiter entwickelst, anpasst und verfeinerst, dann bekommst du mit der Zeit einen hoch entwickelten und für deine Bedürfnisse optimal strukturierten Fahrplan, an dem du dich erfolgreich orientieren kannst. Und eine solche Social Media Strategie ist unbezahlbar!