Social Media gehört heutzutage in den Alltag und das heißt auch, dass es in immer mehr Fällen an den Arbeitsplatz gehört. Die Nutzung zum Beispiel von sozialen Netzwerken ist aber trotzdem auch heute nicht jedem Arbeitnehmer vergönnt. Oft wird der Zugang zu Facebook und Co. schlicht und ergreifend unterbunden, weil Firmen der Ansicht sind, dass diese Dinge von der eigentlich Arbeit ablenken. Ein Recht auf Social Media am Arbeitsplatz gibt es sicher nicht, dennoch muss die Frage zumindest in bestimmten Branchen gestellt werden dürfen, ob Social Media nicht halt einfach dazugehört und die Produktivität sogar steigert. Eine kleine Infografik zeigt, ob und wenn ja wie Unternehmen in Großbritannien die Nutzung von Social Media durch ihre Angestellten überwachen.

Social Media am Arbeitsplatz: Gefährlich?

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Firmen verhalten sich teilweise restriktiv

Alles halb so schlimm, möchte man meinen: „Nur“ etwas mehr als 32 Prozent überwachen die Social-Media-Nutzung der eigenen Belegschaft, was immerhin einem Drittel entspricht. Dieser meiner Ansicht nach recht hohe Anteil zeigt, dass bei Firmen in Großbritannien offensichtlich eine Angst besteht, dass die eigenen Angestellten von Facebook und Co. abgelenkt werden können.

Das ist verwunderlich, weil jeweils mehr als 70 Prozent dieser Firmen selbst bei Facebook oder Twitter mit Unternehmensprofilen aktiv sind. Auch LinkedIn und YouTube sind relativ stark vertreten und selbst Google+ scheint bei den Firmen in Großbritannien mehr und mehr eine Rolle zu spielen.

Den Unternehmen scheint also bewusst zu sein, dass sie auf sozialen Netzwerken aktiv sein müssen, zumindest drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Verhalten mit Vorteilen verbunden ist. Bedenklich in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass nur knapp 37 Prozent auch eigene Richtlinien haben, was den Umgang mit Social Media betrifft.

Social Media am Arbeitsplatz muss diskutiert werden

In mehr als 54 Prozent der Unternehmen in Großbritannien dürfen Mitarbeiter eigene Devices wie Smartphones oder Tablets mit zur Arbeit bringen und diese auch für berufliche Zwecke nutzen, sei es für Recherche oder zum Speichern von Daten. In dieser Hinsicht sind die Firmen also schon fortschrittlicher.

Die Infografik ist recht übersichtlich und gibt nur ein paar Daten wieder, die aber dennoch sehr spannend sind. Social Media am Arbeitsplatz ist ein wichtiges Thema und es ist aus meiner Sicht wichtig, dafür zu sorgen, dass Firmen den eigenen Mitarbeitern genau erklären, welche Vorteile Facebook und Co. für die Weiterentwicklung des eigenen Unternehmens haben.

Wer motivierte Angestellte haben will, darf soziale Netzwerke nicht aus Prinzip aus dem Arbeitsalltag verbannen. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass die Nutzung nicht ausufert. Auch bei Social Media am Arbeitsplatz gilt es aus meiner Sicht, die goldene Mitte zu erreichen. Eine Balance zwischen sinnvoller Nutzung, sofern sie überhaupt notwendig ist, und teilweiser Nutzung für Zwecke, die nicht zwingend etwas mit der eigentlichen Tätigkeit zu tun haben. Für die Motivation und das Wohlbefinden der eigenen Angestellten kann sich das nur auszahlen.