Facebook plante einen neuen großen Deal und wie erst jetzt bekannt wurde, war Mark Zuckerberg an einer Übernahme von Snapchat interessiert. Erst 2012 hatte Facebook den Bilderdienst Instagram übernommen. Damals hieß es, dass der Kaufpreis bei einer Milliarde Dollar gelegen habe. Letztendlich einigte man sich auf „nur“ 700 Millionen geworden, aber die Übernahme bestätigte, in welcher Größenordnung Facebook mittlerweile agiert. Vor einigen Monaten war nun laut Medienberichten das Geschäft mit Snapchat im Gespräch, das dem Deal mit Instagram in nichts nachstehen sollte – auch bei Snapchat ging es um ein Angebot von einer Milliarde US-Dollar, wen man den Berichten Glauben schenken will.

Snapchat lehnte 1 Milliarde US-Dollar von Facebook ab

Kein Interesse an Facebook

Snapchat ist der Name der App, an der Mark Zuckerberg Interesse gezeigt haben soll. Auch hier war von einer Milliarde Dollar zu Rede. Der Unterschied zu Instagram: Snapchat hat damals wie heute wenig Interesse, sich kaufen zu lassen.

Lieber möchte man erst einmal am Programm weiter arbeiten und es ausbauen. Möglicherweise erweist sich dies – zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt – als die richtige Entscheidung. Snapchat macht derzeit eine unglaubliche Entwicklung durch und erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Das Unternehmen wächst. Eine Finanzierungsrunde brachte kürzlich neues Geld, so dass Snapchat mittlerweile auf drei bis vier Milliarden US-Dollar Wert geschätzt wird. Dagegen wirkt das Angebot von Mark Zuckerberg doch eher bescheiden.

Snapchat immer beliebter

Die Nutzerinnen und Nutzer lieben Snapchat. 350 Millionen Nachrichten werden über Snapchat versendet, eine Erhöhung von mehr als 100 Prozent, denn noch vor zwei Monaten wurden lediglich 150 Millionen gezählt.

Dass Facebook auf die Ablehnung entsprechend reagierte, kann man sich denken. Die „Antwort“ kam prompt – in Form eines eigenen Programms mit ähnlicher Handhabung. Man baute eine eigene App mit Namen „Poke“, die in kürzester Zeit auf den Markt gebracht wurde. Das war im Dezember des vergangenen Jahres.

Und nicht alles, was Facebook anpackt, wird zu Gold. Der Schnellschuss ging nach hinten los, man wollte Snapchat die Stirn bieten und musste sich doch mit einer Bauchlandund zufrieden geben. „Poke“ bleibt bis heute erfolglos.

Snapchat hat genügend Reserven

Evan Spiegel, CEO von Snapchat denkt immer noch nicht dran, sein Unternehmen abzugeben, auch nicht gegen ein höheres Angebot.

Selbst wenn es zwischenzeitlich nicht gut laufen sollte, hätte Snapchat laut Spiegel noch genügend Reserven, um eine ganze Weile durchzuhalten.

Keine guten Aussichten für Zuckerberg also, der sicherlich immer noch hofft, sich Snapchat irgendwie einzuverleiben. Schließlich hat das mit Instagram ja auch geklappt.