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Freitag, 18. November 2011

SEO Basics: Interne Verlinkung

Bei der Jagd nach Backlinks machen viele Webmaster oft einen kleinen, aber teilweise entscheidenden Fehler: Sie vernachlässigen die interne Verlinkung und vergeben so die Chance, Seiten und Artikel direkt zu stärken. Eine gute interne Verlinkung hilft nicht nur dem Crawler einer Suchmaschine, möglichst viele Inhalte innerhalb einer Website zu finden. Sie sorgt auch dafür, dass relevante Artikel gleich mit dem passenden Linktext ausgestattet werden kann. Somit ist die interne Verlinkung ein wichtiger Baustein für die Suchmaschinenoptimierung und sollte auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Eine schlüssige interne Verlinkung orientiert sich sinnigerweise an den Inhalten des Angebots. Je nachdem welche Struktur man auf seiner Website nutzt, sollte man dafür sorgen, dass Unterseiten zum Beispiel aus Kategorien immer von der Hauptseite der jeweiligen Kategorie mit passendem Linktext verlinkt werden. Der passende Linktext ist natürlich der des entsprechenden Artikels. Hat man also einen Artikel, der den Titel “Neuigkeiten aus England” hat, dann macht es Sinn, diesen Artikel mit diesem Text zu verlinken. Anders sieht es aus, wenn es sich um Inhalte dreht, die möglicherweise gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. In solchen Fällen kann der Linktext auch “hier” oder “weiter” heißen.

Bei verlinkten Bildern ist es wichtig, den entsprechenden Linktext auch im alt-Tag des Bildes zu verwenden:

<a href=”neuigkeiten-aus-england.html”>

<img src=”neuigkeiten-aus-england.gif” alt=”Neuigkeiten aus England” />

</a>

Im optimalen Fall benennt man auch die Grafik so, wie Artikel und Linktext benannt wurden. Vor allem bei so genannten Teaser ist das sehr hilfreich. Da die angeteaserte Grafik ohnehin aus dem Artikel mit dem entsprechenden Linktext und alt-Text stammt, gibt es hier zudem keine wirkliche Mehrarbeit.

Sehr gut geeignet für Ausbau und Verbesserung der internen Verlinkung sind zudem Verweise auf “Verwandte Artikel” (siehe unten). Beim Einsatz einer solchen (oft automatisierten) Lösung werden wahlweise 3, 5 oder 10 Artikel, die dem aktuell gezeigten Artikel thematisch ähneln, auf der Seite angezeigt. Je nachdem, wie viele weitere thematisch relevante Artikel es innerhalb des Angebots gibt, kann die interne Verlinkung so teilweise enorm gesteigert werden. Da die Linktexte sich nach den Titeln der relevanten Artikel richten, wird so nicht nur etwas für die bessere Indexierung getan, auch das Ranking der so intern verlinkten Seiten wird verbessert.

Auch die Sitmap hat sich, vor allem bei größeren Websites, in der Vergangenheit bewährt. In erster Linie ist auch die Sitemap dafür da, dem Crawler einer Suchmaschine möglichst alle Inhalte zu zeigen. Nutzt man aber auch hier wieder als Linktext den jeweiligen Titel eines Artikels, kann man weitere Vorteil für das Ranking schaffen. Ordnet man eine Sitemap übrigens als Archiv an, so macht es Sinn, nicht alle internen Verweise auf einer Seite abzubilden. Besser ist es, in einem solchen Archiv nach Unterkategorien zu unterteilen oder nach einer bestimmten Anzahl interner Links auf eine weiterführende Seite innerhalb des Archivs zu verlinken.

Eine weitere Möglichkeit für die Verbesserung der internen Verlinkung ist die so genannte “Breadcrumb”-Navigation. Hier wird meist ziemlich weit oben am Anfang einer Webseite die Miniaturausgabe einer Navigation angezeigt. Ursprünglich wurde dies eingeführt, um dem Nutzer einer Website leichter zu ermöglichen, den eigenen aktuellen Standort im Angebot festzustellen. Allerdings kann man diese Breadcrumbs auch für die interne Verlinkung nutzen. Entscheidend ist auch hier, welche Linktexte man nutzt.

Sinnvoll umgesetzt kann sich eine gute interne Verlinkung als wahrer Segen erweisen und eine Website nach vorn bringen. Es gibt jedoch auch hier die Gefahr von Überoptimierungen. Insofern ist es sinnvoll, nicht unbedingt alle Möglichkeiten gleichzeitig einzusetzen. Der erste Link und dessen Linktext sind wie bei der externen Verlinkung besonders zu beachten. Hat man also mehrere interne Links zum gleichen Ziel auf einer Seite, dann ist es sinnvoll, den relevanten Linktext auf jeden Fall beim ersten internen Link einzusetzen. In Zeiten des Pandas kann es zudem auch nicht schaden, ebenfalls die internen Linktexte zu variieren.

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7 direkte Kommentare:

  1. Sehr hilfreicher Artikel – danke schön!

  2. Patrick sagt:

    Sehr wichtig wie ich finde ist auch die nachträgliche Verlinkung älterer Inhalte (vor allem in Blogs) auf neuen (aktuellen) Content.
    Die liebe Astrid von staats-consulting hat diesbezüglich eine schöne Grafik erstellt, die diesen Teil der internen Verlinkung als eines der “10 Gebote” auffasst. Damit erzähle ich wahrscheinlich niemandem etwas Neues ;-)

    Dennoch … ich vergesse es trotzdem häufig bei vorhandener Themengleichheit von den alten auf die neuen Artikel zu verweisen.

    Liebe Grüße!

  3. Marco sagt:

    Wie gewohnt ein sehr guter Beitrag von Björn. Das Thema ist zwar schon mehrfach erwähnt worden, aber ich glaube, dass das Thema „interne Verlinkung“ immer noch zu wenig genutzt wird.

  4. Andreas sagt:

    Danke für den tollen Artikel.

    Ich glaube, dass in diesem Zusammen auch die “neu” aufgeflammte Diskussion um den Anchor-Text wieder mehr an Relevanz gewinnen wird.

  5. Sabrina sagt:

    Momentan scheint es ja so, als würden sich alle nur noch aufs Linkbuilding konzentrieren, wobei die interne Verlinkung einfach vergessen wird. Danke, dass du uns diesen wichtigen Punkt nochmal in Erinnerung führst.

  6. Sigrid sagt:

    Wie wahr, wie wahr! Vor allem jetzt wo der Contet immer wichtiger wird. Eine schöne kleine Memo, danke!

  7. [...] Tantau: SEO-Basics Interne Verlinkung mit Kurz-Info zu Linktext, Verwandte Artikel, Sitemap, Breadcrumb [...]

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