Relativ regelmäßig taucht das Thema Linkaufbau in diversen Timelines bei Twitter und in Facebook Statusupdates auf (auch via Google Plus wird neuerdings darüber gesprochen). Kein Wunder, ist das Thema auch 2011 trotz sozialer Netzwerke nach wie vor ein Dauerbrenner – Social Media hin oder her, wer in Suchmaschinen gut ranken will, der braucht Links. Und weil sich daran vermutlich auch in Zukunft so schnell nichts ändern wird, ist das Thema eben weiterhin beliebt. Das Internet steckt voll von potenziellen Linkquellen. Die einzige Herausforderung scheint, geeignete Links zu finden (oder zu generieren) und entsprechend einzusetzen. Und in diesem Zusammenhang ist vor allem der richtige Link-Mix entscheidend.

Mit der Mischung von Links verhält es sich ähnlich wie mit vielen anderen Marketingmaßnahmen. Zu viele ähnliche Aktionen aus identischen Bereichen sind verdächtig. Verdächtig deshalb, weil das Linkprofil einer organisch gewachsenen Seite eben aus vielen verschiedenen Quellen besteht. Wie sollte es auch anders sein? Ist man ein normaler Betreiber einer Website, dann bemüht man sich (zumindest und in vielen Fällen und zu Anfang) nicht wirklich aktiv um Links. Die kommen meist durch ansprechende Inhalte mit der Zeit – bis man dann irgendwann in den Bereich SEO vorstößt. Und spätestens hier kann es passieren, dass der Link-Mix nach einer gewissen Zeit schlicht und ergreifend nicht mehr natürlich wirkt.

Was aber ist eine „gute Mischung“? Leider ist das im Bereich Suchmaschinenoptimierung nicht so leicht zu bestimmen wie bei einem leckeren Cocktail. Dennoch kann man sich hier etwas abgucken, denn: Nimmt man von dem einen zu viel oder von dem anderen zu wenig, dann schmeckt der Cocktail nicht. Bei einer Backlinkstruktur ist es ähnlich. Generell sollte man sich überlegen, wie Google wohl die eigenen Backlinks und ihre Mischung beurteilt. Kommen nur Links auf dem Footer oder der Sidebar? Wird stets ein identischer Ankertext genutzt? Gibt es nur Links von Seiten mit hohem PageRank oder starken Authoritäten? Handelt es sich um themenrelevante Links oder ist das überhaupt nicht der Fall? Wie gesagt, Faustregeln für den Link-Mix gibt es leider nicht. Ein bisschen Anstrengung ist schon notwendig, denn SEO ist schlicht und ergreifend nicht einfach.

Als Suchmaschinenoptimierer macht es Sinn, Erfahrungswerte zu sammeln oder einfach die Konkurrenz zu analysieren. Woher kommen die Links gut gerankter Seiten? Kann man sich hier und da etwas abgucken? Einen guten Link-Mix zu produzieren bedeutet übrigens auch, zum Beispiel nicht immer nur auf die Startseite zu verlinken. Ein gewisser Prozentsatz sollte sich mit Unterseiten befassen. Das wirkt nicht nur natürlich – es IST sogar natürlich. In unregelmäßigen Abständen macht es auch Sinn, sich die in SEO Kreisen unbeliebten Links mit „nofollow“-Attribut zu besorgen. Hinzu kommen Links aus sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook. Sind prinzipiell auf den ersten Blick natürlich nicht wirklich wertvoll, wenn man sie mit den Augen eines SEOs betrachtet. Aber: Sie wirken natürlich und tragen zu einer vernünftigen Erscheinung im Link Mix bei (außerdem mögen Suchmaschinen solchte Links schon seit einiger Zeit, wie wir wissen – und das dürfte besonders für Google Plus gelten, wo Links übrigens nicht „nofollow“ sind!).

Mit den Quellen ist das so eine Sache – natürlich sollte man sich in erster Linie um themenrelevante Links aus dem (redaktionellen) Fließtext einer Seite bemühen und sich hier im Zweifel auch, falls notwendig, Hilfe z. B. von einer Agentur für Internet Marketing holen. Aber stimmen auch die Werte der linkgebenden Website? Wenn ja, ist das ein Schritt nach vorn. Für den optimalen Link Mix ist allerdings auch der ein oder andere Link aus auf den ersten Blick nicht so attraktiven Quellen wichtig, weil es im Endeffekt immer um das Gesamtbild geht. Im Optimalfall kann man seinen Link-Mix so gut austüfteln, dass er selbst bei einer manuellen Prüfung Bestand hat und nicht als unnatürlich angesehen wird. Schafft man es, seine Website so aufzustellen, dann ist das mit Sicherheit ein großer Wettbewerbsvorteil.