„Ihren Konto wurde gesperrt“: Unkorrekte Formulierungen wie diese, gespickt mit offensichtlichen Schreibfehlern, finden sich immer wieder in E-Mail-Postfächern. Und eigentlich warnen Banken und Sparkassen sowie vor allem Verbraucherzentralen immer wieder davor, auf solche Benachrichtigungen einzugehen. Üblicherweise verbergen sich dahinter gefälschte Nachrichten. Man tut als Kunde gut daran, seine Geschäfte und Fragen persönlich am Schalter zu klären oder seine Finanzen über das offizielle Online-Banking abzuwickeln, welches mit TAN-Verfahren abgesichert ist. Als Kunde bekommt man diese TAN (Transaktionsnummer) auf sein Handy oder Smartphone geschickt. Dennoch: Immer mehr Banken und Kreditinstitute nutzen die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke und bieten „Social Banking“ an. Für ihre Kunden ist das eine weitere Alternative, den persönlichen Kontakt zu pflegen. Aber nicht immer gehen die entsprechenden Institute auch seriös und achtsam mit den Daten ihrer Kunden in den Netzwerken um.

Risikofaktor Social Banking

Kriminelle lesen mit

Bei jeder Nachricht ist Vorsicht geboten, denn auch Kriminelle lesen natürlich gerne mit. Kreditinstitute sind auf den Zug „Social Banking“ aufgesprungen und sind teilweise – neben Facebook versteht sich – auch beim Kurznachrichtendienst Twitter unterwegs.

Kunden sind dafür dankbar, schließlich bekommt man nicht immer eine drängende Frage auf die Schnelle beantwortet, besonders dann nicht, wenn die Kundenhotline mal wieder überlastet ist und die Wartezeiten nerven.

So gesehen ist Twitter also eine echte Alternative, wenn es darum geht, sich zu informieren oder um mit den Kunden in Kontakt zu bleiben. Dabei kann es vorkommen, dass auch sensible Daten versehentlich oder unwissend veröffentlich werden. Ein eindeutiges Risiko, das eigentlich vermieden werden sollte.

Hotline umgehen

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Die von Basketballstar Dirk Nowitzki stark beworbene ING-Diba ist so ein Institut, das gerne über Facebook kommuniziert. Viele Kunden haben sich auf diesem Wege schon an ihre Bank gewandt mit Fragen zu einer vielleicht bald erscheinenden App oder auch Fragen zum eigenen Konto.

Hier antworten die Kreditinstitute meistens schnell, so dass man sich über Wartezeiten an der Hotline nicht lange ärgern muss. Auch die Deutsche Bank ist auf Facebook und Co. präsent, um ihre Kunden besser zu erreichen.

Der Trend geht also eindeutig zum „Social Banking“ und die Erfahrungen der Banken zeigen, dass Kunden mehr und mehr Wert darauf legen, die eigene Bank eben nicht nur persönlich vor via E-Mail oder per Telefon zu erreichen.

Vorsicht mit persönlichen Daten

Leider schreibt so mancher Kunde gerne mal zwanglos drauf los, ohne sich darüber Gedanken zu machen, welche Auswirkungen das haben könnte. So fragt jemand aus seinem Urlaub, bei welcher Bank er in Marokko mit seiner Visa-Karte Geld abheben kann.

Die Gefahr bei dieser Art des „Social Bankings“ ist, dass nicht nur die Mitarbeiter und andere Kunden der Bank mitlesen können, sondern auch viele andere, die nicht Kunde sind, aber vielleicht dennoch Interesse an dieser Veröffentlichung haben.

Ganz unabhängig davon, dass nun öffentlich bekannt ist, dass der Fragende im Urlaub und nicht zuhause ist und sein privater Besitz somit in Gefahr sein könnte, ist es auch durchaus denkbar, dass sein Weg im Urlaub verfolgt wird.

Restrisiko

Wer wirklich unter kriminellen Absichten etwas über einen Kunden erfahren möchte, dem wird dies vermutlich mit einigen einfachen Recherchearbeiten gelingen. Tätern kann man so eine Reihe an wertvollen Informationen in die Hand geben, die sich leicht kombinieren lassen.

Das Mitteilen über soziale Netzwerke hat aber natürlich auch Vorteile. Banken können ihre Kunden direkt auf solche Betrügereien aufmerksam machen und zu Vorsicht aufrufen. Weil aber für beide Seiten ein Restrisiko beim „Social Banking“ bleibt, muss man wachsam sein.

Wer sensible Daten mitzuteilen hat, sollte wenigstens die offizielle Nachrichtenfunktion von sozialen Netzwerken wie Facebook nutzen, über die man auch die Facebook Page seiner Bank erreicht.