Mit unseren geliebten Buzzwords ist das schon so eine Sache. Alle paar Wochen wird eine neue Sau durch das digitale Dorf namens Internet getrieben. „Web 2.0“ war vor Jahren mal ein solches Buzzword. „Content Marketing“ ist aktuell eines der ganz großen Buzzwords. Und ja, auch „Responsive Webdesign“ ist ein Buzzword. Responsive Webdesign ist immer mehr in aller Munde, weil viele der Ansicht sind, dass es sinnvoll ist. Auch Google findet das. Andere behaupten, es sei ein Luxus und es würde ausreichen, wenn eine Website auch auf dem iPhone „einigermaßen“ gut aussieht. Ich selbst ärgere mich täglich über mobile Websites, die keine sind. Responsive Webdesign ist aber dennoch schon eine Hausnummer für sich und auch nicht ganz leicht in Eigenregie durchzuführen. Deswegen muss man sich meiner Ansicht nach schon die Frage stellen, ob man es wirklich braucht oder ob man auch ohne Responsive Webdesign leben kann.

Responsive Webdesign: Luxus oder Notwendigkeit?

„Mobile“ immer wichtiger

Wie ich schon schrieb: Fakt ist, dass viele Marketer das Thema „Mobile“ noch immer nicht auf dem Schirm haben. Ich selbst beschäftige mich schon lange mit dem Thema und habe die ersten Versuche für mobile Websites 2007 unternommen.

Damals war das Thema überhaupt nicht präsent, wurde nur schon zu den Zeiten immer mal wieder als neues Trendthema der Zukunft gehandelt. Spätestens seit dem iPhone weiß man, dass die Menschen mobile Endgeräte nutzen.

Seit dem iPad weiß man, dass sie sie lieben. Und genau deswegen ist Mobile heute auch endlich erfolgreich geworden. Langsam erkennen das auch mehr und mehr Verantwortliche und Entscheidungsträger. Ob es aber nun Responsive Webdesign oder einfach „nur“ eine mobile Website sein muss?

Mobile User vernachlässigen?

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Ganz klar: es muss in irgendeiner Form dafür gesorgt werden, dass man sich eine Lösung für seine Website zulegt. Bei meiner Website habe ich das kürzlich getan und zumindest für den Bereich „Smartphone“ gibt es jetzt eine mobile Lösung.

Die hat nicht direkt was mit Responsive Webdesign zu tun, aber… wer meine Seite mit einem Smartphone aufruft, der findet eine angepasste Version. Das ist meiner Ansicht nach heutzutage Pflicht für jede Website.

Und die Zahlen sprechen ebenfalls dafür: auf meiner Seite beträgt der Anteil des mobilen Traffics mittlerweile im Schnitt 25 Prozent. Also ein Viertel aller Visits. Diese Leute darf man nicht links liegen lassen. Mit Responsive Webdesign kann man dieses Problem auf jeden Fall am elegantesten lösen.

Was heißt das überhaupt?

Die Erklärung von Responsive Webdesign ergibt sich schon aus dem Namen. „Responsivität“ heißt auf Deutsch „Ansprechempfindlichkeit“. Je nachdem, mit welchem Endgerät man eine Website aufruft, soll die Seite eben auf die Umgebung „ansprechen“.

Und genau das passiert beim Responsive Webdesign. An sich also eine feine Sache, wenn es nicht relativ aufwendig wäre. Einfacher ist in der Tat die Erstellung mehrerer Themes, die sich dann je nach Gerät ausspielen lassen.

Ich persönlich mache auch gern mal Webdesign, allerdings eher in einem überschaubaren Rahmen. Und obwohl ich in HTML und CSS ziemlich fit bin, würde ich aktuell bei Responsive Webdesign tatsächlich eher eine Webagentur beauftragen, die das für mich erledigt.

Google mag Responsive Webdesign

Ganz klarer Vorteil von Responsive Webdesign ist der hohe Wiedererkennungswert einer Website auf jedem (mobilen) Endgerät. Und sofern die Inhalte immer die gleichen bleiben und die eigentliche Codierung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird, ist es auch aus Sicht eines SEOs die beste Lösung.

Nicht umsonst spricht sich auch Google für Responsive Webdesign aus. Es liegt auf der Hand: egal welches Gerät genutzt wird, es gibt nur eine URL. Alle Inhalte bleiben die gleichen, wenn es richtig gemacht wird. Und auch wichtige Tags, wie zum Beispiel die Überschriften, ändern sich nicht.

Bleibt die URL die gleiche, dann ist Google begeistert. Schließlich muss man auch nur eine URL indexieren. Natürlich merkt Google es, wenn die Seite von einem stationären PC oder von einem Galaxy S4 aufgerufen wird. Das bringt sogar wichtige Vorteile!

Verweildauer hoch, Absprungrate runter

Man kann mit Responsive Webdesign sehr gut dafür sorgen, dass sich der User einer Website länger auf eben dieser Website aufhält. Die Absprungrate lässt sich ebenfalls verringern. Beides wichtige indirekte Rankingfaktoren für die SERPs.

Beispiel: eine Website, die kein Responsive Webdesign nutzt und auch keine alternativen Themes für mobile Endgeräte anbietet… wie begeistert wird ein potenzieller User also sein, wenn er die Seite auf seinem iPhone nur klein betrachten und schlecht bedienen kann?

Ganz anders beim Responsive Webdesign: hier wird der potenzielle User vermutlich zum Daueruser, weil er sieht, dass die Seite sich seinem Gerät anpasst. Im Prinzip kann man das als „Kundenservice“ umschreiben. Fühlt sich der User wohl, verbringt er mehr Zeit auf der Website – vorausgesetzt, er findet die richtigen Inhalte.

Anpassung ist wichtig

Responsive Webdesign ist aus meiner Sicht weder Luxus noch Notwendigkeit. Wichtig ist einfach, dass man den Usern seiner Website die Möglichkeit bietet, die Seite angepasst betrachten zu können.

Schafft man das, dann hat man meiner Ansicht nach bessere Chancen, positiv in der Erinnerung anderer zu bleiben. Professionelles und vor allem technisch einwandfreies Responsive Webdesign ist sicherlich nichts, was man „mal eben so“ macht.

Hier sollte man auch Profis ans Werk lassen. Die Investition erscheint anfangs möglicherweise zu hoch. Überlegt man jedoch, dass man so wirklich alle potenziellen Nutzerinnen und Nutzer zufriedenstellen kann, dann ist das aus meiner Sicht okay.