In Sachen Kommunikation ist WhatsApp ein Segen. Viele nutzen es fast ausschließlich, vor allem im Freundeskreis. Aber wie ist das im Umgang mit Kunden, wenn man Fotos oder Nachrichten versenden möchte? Kein Problem, wenn es vom Kunden gewünscht ist, aber es gibt einige Punkte, die du dringend beachten musst, wenn du auf der sicheren Seite sein willst. Die gute Nachricht: WhatsApp Marketing hat viele Gemeinsamkeiten mit E-Mail Marketing, auch in Bezug auf rechtliche Stolperfallen. Damit dein WhatsApp Marketing dich nicht in juristische Schwierigkeiten bringt, habe ich dir ein paar Aspekte aus der Feder von Eyck Strohmeyer, einem auf IT-Recht spezialisiertem Rechtsanwalt, recherchiert und in kompakter Form für dich aufgeschrieben…

Wie du rechtliche Stolperfallen beim WhatsApp Marketing vermeidest

Wie du rechtliche Stolperfallen beim WhatsApp Marketing vermeidest (Bild: JStaley401, Shutterstock.com)

Keine ungefragte Werbung versenden

Kunden dürfen nicht ungefragt zu Werbezwecken per WhatsApp angeschrieben werden. Du darfst den Kontakt nicht einfach nutzen, um Werbung zu platzieren oder ein Angebot zu machen. Rechtlich gesehen ist das zum Beispiel per Telefon und E-Mails auch nicht erlaubt. Wenn der Kunde sich von selbst und aus freien Stücken bei dir meldet, dann darfst du darauf natürlich antworten – auch mit einem Angebot.

Durch die Nutzung von WhatsApp kannst du davon ausgehen, dass der Kunde in diesem Fall weiß, was mit seinen Daten passiert. Schließlich muss er den Nutzungsbestimmungen zustimmen, wenn er WhatsApp herunterladen und nutzen möchte. Und das WhatsApp mittlerweile zu Facebook gehört, sollte sich ebenfalls herumgesprochen haben.

Auch diverse Anbieter für WhatsApp Newsletter arbeiten mit dem so genannten Double-Opt-In-Verfahren. So wird eine eindeutige Erlaubnis zum Empfang von (Werbe-)Botschaften erteilt und du kannst Abonnenten deines WhatsApp Newsletters dann bedenkenlos anschreiben – bis sie sich abmelden.

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

So vermeidest Ärger von Anfang an

Der Kunde braucht von dir keine Datenschutzerklärung. Auf der sicheren Seite bist du aber erst dann, wenn du dir den Kontakt über WhatsApp schriftlich vom Kunden bestätigen lässt (zum Beispiel mit dem schon beschriebenen Double-Opt-In-Verfahren).

Die Kommunikationserlaubnis via WhatsApp kannst du aber auch bei einer Auftragserteilung festlegen oder abfragen. So bist du von Anfang an auf der sicheren Seite und läufst nicht Gefahr, irgendwann in eine rechtliche Auseinandersetzung zu geraten.

Auch das ist grundsätzlich wie beim Versand von Nachrichten via E-Mail. Wenn du selbst dokumentierst, wer dir welche Freigaben erteilt hat, bist du im Notfall viel besser vorbereitet und kannst entspannter agieren.

Achte auf Urheberrechte und Genehmigungen

Wenn du selbst Fotos macht, die in Zusammenhang mit einen Kundenauftrag stehen, dann bist du grundsätzlich auf der sicheren Seite, du kannst diese Bilder ohne Einwilligung des Kunden versenden. Ein vorheriges Nachfragen ist aber trotzdem nett und eigentlich ein Gebot der Höflichkeit. Bei nicht selbst erstellten Fotos musst du vorsichtig sein, weil du nicht weißt, bei wem das Urheberrecht letztendlich liegt.

Im Zweifel also besser die Finger davon lassen, denn du könntest das Urheberrecht von Dritten verletzen – mit allen negativen Konsequenzen. Ebenso musst du aufpassen, wenn sich Personen auf dem von dir erstellten Foto befinden. Es werden Persönlichkeitsrechte verletzt, wenn die/se Person/en nicht ausdrücklich damit einverstanden ist (gilt nicht bei großen Menschenmengen). Noch strenger wird es bei Kindern gehandhabt, hier musst du die schriftlichen Einwilligung eines Erziehungsberechtigten einholen!

Beachte das auf jeden Fall, bevor du solche Fotos via WhatsApp verschickst, ganz gleich, ob es sich um einen privaten oder einen beruflichen Post handelt. Anders ist es bei Fotos, die von deinen Kunden an dich geschickt werden. Hier kannst du davon ausgehen, dass die Weiterleitung durch die in Ordnung geht. Im Zweifel lohnt sich aber auch hier eine kurze Nachfrage, damit du wirklich auf der sicheren Seite bist. (via)