Facebook und Datenschutz… eine „Neverending Story“, die nicht nur Menschen bei uns (Gruß nach Hamburg und Schleswig-Holstein) ganz besonders interessiert. Nein, auch im facebookschen Stammland kommt man so ganz langsam dahinter, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Und das bezieht sich in den USA jetzt erstmals ganz konkret auf den Umgang mit persönlichen Daten von Facebook-Nutzer/innen.

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Als man sich bei Facebook 2009 spontan entschied, die Nutzerprofile so zu ändern, das ziemlich viele Daten per Default auf „öffentlich sichtbar“ eingestellt waren (auch und vor allem nachträglich für bereits bestehende Profile), waren auf Seiten der Nutzer sehr viele Leute weniger begeistert. Facebook hatte die Änderung nämlich einfach so durchgezogen, ohne seine Nutzerinnen und Nutzer zu informieren.

Darauf wurde auch die Federal Trade Commission in den USA aufmerksam und prüfte diese Vorgehensweise. Und im Zuge dieser Untersuchung wurde scheinbar einiges an Druck auf Facebook aufgebaut, denn nach Medienberichten wurde jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der Facebook nicht mehr „einfach so“ Änderungen an den Einstellungen zur Sichtbarkeit persönlicher Informationen vornehmen kann. Vielmehr muss ein Facebook-Nutzer in Zukunft über die Absichten des sozialen Netzwerks informiert werden und dann erst zustimmen (via „Opt-In“), damit die geplante Änderung auch wirksam werden kann.


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Auch wenn ich selbst die (vor allem bei uns in Deutschland) grassierende Datenschuz-Panik bzgl. Facebook oft nur schwer nachvollziehen kann, halte ich diesen Schritt aus den USA für sinnvoll. In einem sozialen Netzwerk sollte ich als Nutzer schon generell selbst (und nur ich) entscheiden können, welche Infos ich öffentlich mache und welche nicht. Und wenn bei den Einstellungen „globale Änderungen“ seitens des Anbieters durchgeführt werden sollen, dann ist es allein schon ein Gebot der Höflichkeit, mich vorher darüber zu informieren.