28. März 2012

Pinterest wächst rasant, ist aber gefährlich

Pinterest ist in aller Munde und in den USA auch schon auf immer mehr Rechnern. Aktuellen Zahlen zufolge ist das Wachstum bei Pinterest extrem rasant und sogar schneller als bei Facebook, der “Mutter aller sozialen Netzwerke”. Allein in Deutschland hat das Wachstum im Februar 288% betragen. Kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass Pinterest derzeit eigentlich noch im Testbetrieb läuft. Aber – es lauern Gefahren!

Sozial-medialer Shooting Star

Nach Facebook ist Pinterest mittlerweile das soziale Netzwerk mit der zweithöchsten Verweildauer. 88 Minuten pro Monat verbringen die User durchschnittlich dort. Bei Twitter und Google+ sind es viel weniger. Facebook führt mit 394 Minuten – und daran wird sich auch vermutlich in absehbarer Zeit nicht viel ändern. Allerdings gibt es Pinterest in der jetzigen Form erst seit kurzer Zeit. Das Potenzial ist nach oben also offen.

Interessant ist nach wie vor, dass Pinterest vornehmlich von Frauen genutzt wird. Über 70% sollen es in den USA sein, die sich in der Tat hauptsählich über Rezepte zum Kochen und Backen sowie über Wohnungseinrichtungen austauschen. Das mag trivial erscheinen – das Wachstum von Pinterest allerdings wird davon extrem beflügelt. Und das ist auch kein Wunder, spiegelt Pinterest doch eine “heile Internetwelt” wieder. Alles ist schön, alles ist bunt und alle sind nett zueinander.

Sauber bleiben…

Pinterest will clean, aufgeräumt und politisch korrekt sein. Obszöne Ausdrücke oder Fotos mit nackten Tatsachen gehen da schon mal gar nicht. Ernsthaft hat es ein Bild mit der Unterschrift “Fuck Yeah!” (gezeigt wurde ein Kleinkind, dass mit seinem Bobbycar eine Rampe benutzte) zu mehreren tausend Kommentaren gebracht, in denen diskutiert wurde, ob man Kraftausdrücke gebrauchen darf – und wenn ja, welche. Ergebnis: Kraftausdrücke sollen schön draußen bleiben. Der User, der das Bild mit der “obszönen” Bildunterschrift gepostet hatte, wurde aufgefordert, sich einer “schöneren Sprache zu bemächtigen”.

Das alles sind allerdings nur Randerscheinungen. Für Online Marketer bedeutet Pinterest derzeit in erster Linie eine große Chance. Sollte Pinterest auch bei uns in Deutschland eine ähnlich beeindruckende Erfolgsstory hinlegen wie in den USA, dann werden sich hierzulande viele, die das Netzwerk jetzt noch belächeln, in ein paar Monaten so richtig ärgern. In diesem Zusammenhang möchte ich übrigens auf diesen Artikel meines Kollegen Pascal Landau verweisen. Wer danach noch Zweifel hat, dem ist meiner Ansicht nach nicht zu helfen.

Gefahr in Verzug!

Allerdings – und das ist die Kehrseite der Medaille – droht mit Pinterest neuer und extremer Ärger, denn dass, was bei Pinterest gemacht wird, ist zum großen Teil massive Urheberrechtsverletzung. Pinterest verbietet in seinen Nutzungsbedingungen den Upload von Bildern und Fotos, an denen man selbst nicht die Rechte hat. Diese “Richtlinie” wird jedoch von der großen Mehrheit der Pinterest-User entweder bewusst oder unbewusst nicht beachtet. Und weil Pinterest sich natürlich nicht für seine Nutzer haftbar machen lassen will, ist davon auszugehen, dass eine drohende Abmahnwelle vor allem den “Otto-Normal-Pinner” treffen wird (bei Facebook kann das übrigens auch passieren).

Fakt ist, dass Pinterest in Sachen Marketing auf jeden Fall eine aktuell extreme Chance darstellt. Wie sich das alles entwickelt und ob Pinterest nachhaltig sein kann (von der Frage nach wirklich nachhaltigem Traffic mal ganz zu schweigen), das steht auf einem anderen Blatt. Derzeit allerdings ist Pinterest eines der heißesten sozialen Netzwerke. Und diesen Trend sollte man meiner Ansicht nach nicht verschlafen oder ihn zumindest auf dem Zettel haben.

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