Es könnte nicht besser laufen für das „soziale Netzwerk der Bilder“, Pinterest erfährt derzeit einen wahren Boom in Deutschland. Mehr als 150 Prozent ist die Anzahl an aktiven Usern innerhalb eines Jahres hierzulande gestiegen. Im mobilen Bereich sind es sogar 185 Prozent. Grund genug für das Unternehmen, ein eigenes Büro in Deutschland zu eröffnen, genauer gesagt in Berlin. Das wäre dann die weltweite fünfte Adresse Pinterests nach London, Paris, Tokio und San Francisco. Für das Pendant in Berlin ist der Pinterest-Chef für Auslandsangelegenheiten, Matt Crystal, in die Hauptstadt gereist – auf der Suche nach einem Landes- und Communitymanager. Im Anschluss geht es an die Eröffnung der passenden Räumlichkeiten für das Unterfangen. Und das sind nicht die einzigen Ziele des Unternehmens. Die mobile Plattform soll ausgebaut und die weitere Verbreitung rum den Globus vorangetrieben werden.

Pinterest plant Büro in Berlin

Weitere Büros geplant

Das Büro in Berlin soll nicht die letzte Adresse bleiben. Nach Aussage Crystals werden derzeit auch Leute in Brasilien zur Unterstützung gesucht, weitere Standorte sind in Planung. Damit ist Pinterest nah dran an seinen Nutzern und hat das anderen Netzwerkanbietern voraus. Dass Pinterest in diesem Jahr seine Aktivitäten erhöht, ist nicht rein zufällig.

So sagt Matt Crystal, dass 2014 das erste Jahr sein wird, in dem Pinterest Geld verdient – um es dann sofort in neue Projekte zu stecken. Eine kluge Strategie? Immerhin werden neue Produkte entwickelt und das mit einem erweiterten Verkaufsteam. Grundsätzlich sollte das dazu führen, dass Geld in die Kassen gespült wird. Wozu sonst bräuchte man ein Verkaufsteam?

Es steht zu vermuten, dass Pinterest vor allem mehr große Brands an die eigene Plattform binden will. Denkbar ist auch, dass diese Brands dann mehr Geld in Werbung investieren sollen, damit Pinterest mitverdienen kann.

Promoted Pins

Eine erste Idee ist der so genannte „Promoted Pin“, also ein beworbener Pin, der an Nutzerbedürfnissen angepasst ist. Man kennt das von Twitter und Facebook, diese Pins sollen aber den Nutzer in seinen Aktivitäten stärken und nicht von Pinterest ablenken. Eine weitere Idee ist der Punkt „Interest“, der nicht besser zum Netzwerk passen könnte. In 37 Kategorien erkennt ein Algorithmus, was der Nutzer, also der Pinner, auf der Seite teilt.

So wird ein ganz individuelles Fotoangebot erstellt. „Interest“ ist bereits für User in den USA und England verfügbar und soll in Kürze für alle Nutzerinnen und Nutzer von Pinterest verfügbar sein. Bleibt die spannende Frage, was die Nutzer, die Pinterest überwiegend mobil nutzen, vom Büro in Berlin erwarten können. Ganz sicher hat die deutsche Vertretung einen positiven Einfluss auf die Vebreitung von Pinterest hierzulande.

Einen ähnlichen Effekt konnte auch Twitter beobachten, nachdem man vor einiger Zeit ebenfalls ein Büro in Berlin erföffnet hatte. Dennoch liegt ein langer Weg vor Pinterest. Das soziale Netzwerk ist bisher vor allem in den USA und England erfolgreich, ein großer Teil der User ist weiblich. Deswegen sind zum Beispiel Mode- und Beauty-Themen auf Pinterest sehr angesagt und entsprechend erfolgreich. Zum Thema Pinterest empfehle ich übrigens dieses Buch, dass sich intensiv mit dem „Bilderdienst“ befasst.