Pinterest gibt weiter Gas und konzentriert sich darauf, das eigene Angebot zu monetarisieren. Gleichzeitig geht es darum, das „soziale Netzwerk der Bilder“ technisch weiter zu verbessern. Genau für diesen Zweck gab es jetzt eine neue Finanzspritze in Höhe von 200 Millionen US-Dollar. Damit ist Pinterest aktuell 5 Milliarden US-Dollar wert, wenn man den Bewertungen in den USA Glauben schenken will. Unabhängig davon zeigt die Entwicklung aber, dass Pinterest nach wie vor – und nicht nur in den USA – ein kleiner Liebling der Investoren ist. CEO Ben Silbermann zeigte sich begeistert: „Wir haben eine Vision und wollen den Menschen helfen, genau die Dinge zu finden, die sie lieben. Das neue Investment hilft uns, diese Vision zu realisieren.“

Pinterest jetzt 5 Milliarden US-Dollar wert

Pinterest nach wie vor extrem beliebt

Seit 2009 hat Pinterest 764 Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt. An der aktuellen Finanzierungsrunde waren auch viele Investoren beteiligt, die schon früher in das soziale Netzwerk investiert haben. Daran wird deutlich, dass das Vertrauen in Pinterest als künftig funktionierendes und lukratives Geschäftsmodell groß ist.

Im Online-Marketing-Mix ist Pinterest auf jeden Fall eine feste Größe, auch wenn das in Deutschland noch nicht gelten mag. Vor allem die Problematik rund um die Urheberrechte sorgt dafür, dass Webmaster hierzulande oft davor zurückschrecken, Bilder und Fotos via Pinterest zu teilen.

Dieses Problem wird sich nicht kurzfristig lösen lassen. Wer allerdings selbst an der Quelle sitzt und in Eigenregie hochwertige visuelle Inhalte produziert, für den kann Pinterest Traffic-Lieferant und Reputations-Booster werden. Ich denke da vor allem an Kreative wie zum Beispiel Fotografen, die via Pinterest ihre eigene Arbeit promoten und mit dem so gewonnenen Traffic die eigene Website nach vorn bringen können.

Mehr Reichweite für Content-Anbieter

Dafür muss man natürlich in Kauf nehmen, dass andere die eigenen Inhalte teilen. Auf den ersten Blick mag das kontraproduktiv sein, sorgt aber für eine große Verbreitung. So gesehen kann es sinnvoll sein, auf Pinterest exklusive Inhalte anzubieten, die auf der eigenen Website nicht stattfinden.

Zwischendurch sorgt man dann mit gezielten Aktionen dafür, dass die eigenen Arbeiten auch und vor allem auf der eigenen Website in den Mittelpunkt rücken. Spätestens dann hat man den gewünschten Effekt erreicht – die User sind auf der eigenen Website und können dort entsprechend zu Geld gemacht werden.

Geld spielt natürlich auch für Pinterest eine Rolle. Das Erzeugen finanzieller Spielräume durch neue Geldspritzen ist gut, letztendlich muss Pinterest aber natürlich aus eigener Kraft Geld verdienen, damit die Investoren auch in Zukunft zufrieden sind. Ein weiterer Schritt in diese Richtung sind die „Promoted Pins“, die schon seit längerer Zeit existieren und nun ausgebaut werden sollen.