Evan Sharp, Ben Silbermann und Paul Sciarra sind bisher als Pinterest bekannt, ein viel versprechendes und bisher ausschließlich in englischer Sprache nutzbares soziales Netzwerk, das vom Time Magazine zu den „besten 50 Webseiten 2011“ gewählt wurde. Doch jetzt kommt das Aus für das Trio. Gründer Sciarra (28) verlässt das produktive Kollektiv, will Pinterest aber nach wie vor die Treue halten.

Auf zu neuen Ufern

Sciarra möchte den Investor Andreessen in seiner Arbeit unterstützen, als so genannter „Entrepreneur-in-Residence“ (EiR), um unter anderem neue Startup-Ideen zu entwickeln mit „coolen Dingen mit super Leuten und überraschenden Ergebnissen“, wie Sciarra in seinem Blog schreibt. Er bleibt somit seinem 2008 gegründeten Netzwerk als Mitinhaber und Berater erhalten. Produktentwickler Evan Sharp und Vorstandschef Ben Silbermann arbeiten fortan als Duo weiter.

Kapital für Pinterest

Investor Andreessen war seinerzeit Mitbegründer des Unternehmens Netscape und investierte in einer Art Risikokapitalfirma 27 Millionen Dollar in Pinterest, eine stolze Summe. Hinzu kamen zehn Millionen von Max Levchin (PayPal). Der bisherige Erfolg Pinterests liegt unter anderem daran, dass das Netzwerkunternehmen E-Commerce-Seiten mehr Zulauf bringt als beispielsweise Google+ oder Twitter.

So funktioniert Pinterest

Das Prinzip von Pinterest (das sich aus den Worten „Pin“ und „Interest“ zusammensetzt): Nutzer, die „Pinner“ verbreiten Fotos, Untertitel und Links zu Produkte auf virtuellen Pinnwänden. Daraus entstehen individuelle Tipps, die sie selbst oder andere in einer Art Sammelalbum zusammenfassen. Von Januar auf Februar stieg die Zahl der Pinner um über 50 Prozent auf 17,8 Millionen. Die Mehrzahl der Nutzer ist übrigens weiblich. Schließlich gehört zu gepinnten Themen wie „Lifestyle“ auch die Produktpalette Taschen und Schuhe. Bisher erzielte Pinterest aber noch keinen Umsatz.