Meine Interview-Reihe „7 Fragen an…“ geht heute in eine neue Runde und natürlich habe ich auch für diese Ausgabe versucht, eine besondere Person zu finden, die mir Rede und Antwort steht. Philipp Westermeyer, vielen bekannt als Event-Veranstalter und „Serial Entrepreneur“ aus Hamburg, spricht im Interview über sein Erfolgsgeheimnis bei der Organisation von Veranstaltungen mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern, über seine eigene Rolle als Investor, warum viele Startups die Härte im Geschäft zu Beginn massiv unterschätzen und was der Auftritt als Jurymitglied in einer ZDF-Show bringt. Philipp, du bist in der deutschen Online Marketing Branche schon sehr bekannt. Sei bitte trotzdem so nett und stell dich meinen Leserinnen und Lesern ganz kurz und kompakt in zwei Sätzen vor:

Philipp Westermeyer: "Im Zweifel steht das Produkt deutlich über dem Geld."

Philipp Westermeyer:

Ich bin Unternehmer aus Hamburg. Zusammen mit meinen Partner habe ich in den letzten Jahren verschiedene Firmen aufgebaut und verkauft darunter adyard (Verkauf an Gruner und Jahr) und metrigo (Verkauf an Zalando). Daneben betreiben wir mit einem Team die „Online Marketing Rockstars“-Plattform.

1. Ein Blick auf deine Vita lässt erkennen, dass du ein „Serial Entrepreneur“ bist. Was ist deine größte Motivation bei der Gründung einer neuen Firma?

Philipp Westermeyer:

Etwas Neues zu schaffen, dass von auch von fremden Leuten gerne genutzt und bestenfalls geliebt wird und dieses „Werk“ dann immer weiter zu verfeinern und zu vergrößern.

[BONUS] Gratis PDF eBook und Checkliste: Lade dir das gratis eBook "10 Internet Marketing Tipps, mit denen du deine Website sofort verbesserst" jetzt runter und mach deine Website in wenigen Schritten erfolgreicher. Klick hier auf diesen Link und starte den Download deines kostenlosen eBooks!

2. Mit den „Online Marketing Rockstars“ hast du auch eines der größten Digital-Events im deutschsprachigen Raum an den Start gebracht. Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Philipp Westermeyer:

Ich glaube es ist die Leidenschaft für die Produkte. Im Zweifel steht das Produkt deutlich über dem Geld. Nicht jeder kann mit dieser „Denke“ Events machen, wir haben die Chance und staunen selber, was so alles möglich ist. Wenn ich mir die Optionen für den Februar 2016 anschaue ist es schon erstaunlich es passieren immer Sachen von denen ich vorher dachte, nie im Leben…

3. Konferenzen und Events gibt es in der Online Marketing Branche mittlerweile sehr viele. Abgesehen von den OMR: Was muss ein Event bieten, um richtig groß zu werden?

Philipp Westermeyer:

Schwer zu sagen, ich glaube es ist einfacher wenn die Verantwortlichen schon mal ein großes Netzwerk und eigene operative Erfahrung in der Szene mitbringen. Man sieht, dass es professionellen Event-Veranstaltern, die zum Beispiel heute Traktoren, morgen Küchen und übermorgen digital Marketing-Events machen müssen deutlich schwerer fällt.

4. Als Unternehmer warst und bist du mit Online Werbung sehr erfolgreich. Wann wird Online Werbung alle anderen Werbeformen wie zum Beispiel Print verdrängt haben?

Philipp Westermeyer:

Ich glaube, alle Werbeformen wird es weiter geben nur halt in einer Dimension, die der Nutzung der Medien durch die Menschen in etwa entspricht. Dieser Anpassungsprozess wird sicher noch 5 oder 6 Jahre dauern. Ganz abgeschlossen ist er wohl erst, wenn die Generation der Marketing-Entscheider die heute 50 oder so ist in Pension geht. Manche Marketing-Leute – insbesondere in Firmen bei denen Marketing für die Kernwertschöpfung nicht entscheidend ist – werden Budgets gerne auf Basis der eigenen Medien-Nutzung vergeben. Hier dauert der Prozess dann vielleicht noch länger.

5. Beim ZDF hast du in der Jury zur Show „Kampf der Startups“ gesessen. Wie kam es dazu?

Philipp Westermeyer:

Eine Redakteurin hat vermutlich einen Typen gesucht, der noch als „jung“ durchgeht und trotzdem schon paar Erfahrungen mit Startups und Investments hat. Irgendwie bin ich dann auch unter den Treffern gewesen und habe schnell zugesagt bevor klar wird, dass es noch viel bessere gegeben hätte… ist halt ein Experiment, ich hatte Lust, das mal auszuprobieren. Wegen Geld macht das keinen Sinn, habe ich schon gelernt.

6. Mittlerweile bist du auch selbst als Investor tätig. Was sind deiner Ansicht nach die drei größten Fehler, die zum Scheitern von Startups führen?

Philipp Westermeyer:

Da gibt es natürlich viel. Ganz pauschal gesagt gibt es immer wieder Teams die unterschätzen, was es kostet ein Produkt in relevantem Maße bekannt zu machen und was das für ein Prozess ist. Gerade im App-Bereich oder früher auch im Web gab es viele die dachten „geht dann viral“ oder „genauso wie bei Firma xy“ da ist die Realität einfach häufig ultra-hart.

7. Was müssen ein Startup und dessen Gründer mitbringen, um dich als Investor zu gewinnen?

Philipp Westermeyer:

Am besten eine sinnvolle Idee und ein Team mit dem man gerne auch privat rumhängen würde, letztlich ist es ja bei mir ein Hobby und wir werden auch nur selten aktiv.

Philipp, vielen Dank für das Interview!