Facebook ist der Platzhirsch im Bereich der sozialen Netzwerke. Auch wenn die Konkurrenz (namentlich Google Plus) angezogen hat, besteht kurz- und auch mittelfristig meines Erachtens wohl keine wirklich spektaktuläre Gefahr für Facebook. Zudem rüstet auch Facebook auf und versucht, sich ständig zu verbessern. Erst jetzt wurde wieder eine neue Messzahl eingeführt.

"Personen, die darüber sprechen", oder: Wie Facebook künstlich aufgepumpte Fanpages entlarvt

Mit „Personen, die darüber sprechen“, ist man sowohl als Betreiber einer Fanpage, als auch als normaler Nutzer, der sich beliebige Fanpages anschaut, in der Lage, einen recht zuverlässigen Wert zu verwenden, der die soziale Interaktion einer Fanpage deutlich macht:

„Du kannst jetzt einen öffentlichen Messwert mit dem Namen ‚Personen, die darüber sprechen‘ unter der Anzahl deiner Fans sehen, um die Anzahl der Personen, die mit deiner Seite innerhalb der letzten 7 Tage auf Facebook interagiert haben, abzurufen“, heißt es derzeit auf vielen eigenen Fanpages, wenn man sich dort als Admin einloggt.

Dieser neue Messwert ist recht interessant und bringt vor allem einen ganz großen Vorteil: Der Return-On-Investment (ROI) im Bereich Social Media wird (bezogen auf Facebook) einfacher zu messen. Und den ROI wollen ja alle messen, schließlich gilt es herauszufinden, ob die Aktivitäten im Bereich Facebook auch wirklich etwas bringen.

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Außerdem birgt „Personen, die darüber sprechen“ einen weiteren, enormen Vorteil: Der neue Messwert hilft, künstlich aufgepumpte Fanpages zu entlarven, denn: Wenn eine Website 100.000 Fans hat, aber in den letzten 7 Tagen sich nur 10 Personen über die Website unterhalten haben, dann ist irgendwas faul.

Insofern nimmt Facebook den Verkäufern von Fans ein bisschen den Wind aus den Segeln, denn mittlerweile ist erwiesen, dass gekaufte Fans nichts oder nicht viel bringen, weil die Interaktion auf der Strecke bleibt. Gekaufte Fans interessieren sich in der Regel nicht für die jeweilige Fanpage und interagieren deswegen auch nicht – und so entstehen natürlich auch keine „echten Unterhaltungen“.