Die Diskussion um die Nutzung von Pseudonymen bei Google Plus ist weiter in vollem Gange. Jetzt wurde ein offener Brief verfasst, in dem Google Plus aufgefordert wird, auch „unechte“ Namen und Fantasiebezeichnungen in seinem sozialen Netzwerk zuzulassen.

Davon will man bei Google Plus aber nach wie vor nichts wissen. Laut Aussage der weltgrößten Suchmaschine soll Google Plus möglichst nah an das reale Leben gekoppelt werden. Und weil man sich im echten Leben auch in 99% der Fälle mit seinem richtigen Namen bewegt, solle das auch bei Google Plus so sein. Außerdem könne man nur die Personen, die einen selbst interessieren, bei Google Plus finden, wenn diese Personen eben den eigenen und echten Namen nutzten.

Die Verfasser des offenen Briefs sehen das anders. Die Möglichkeit, sich anonym zu bewegen sei auch in sozialen Netzwerken ein Grundrecht aller Nutzer. Es dürfe nicht sein, dass ein Konzern vorschreibe, wie man sich im freien Meinungsaustausch zu verhalten habe. Außerdem sei es wahrscheinlicher, dass Menschen ihre echte Meinung kundtun würden, wenn sie den Schutz der Anonymität genießen.

Außerdem könnten die realen Daten von Dritten missbraucht werden. Aus diesem Grunde sei es nur legitim, dass man sich auch in einem sozialen Netzwerk wie Google Plus hinter Pseudonymen verstecken könne, so wie das z. B. in Internetforen schon seit Jahren der Fall sei.