Es sollte eigentlich nur ein Auffrischen des Layouts werden, aber offensichtlich macht sich Google mit seiner Netzwerkseite Google+ unfreiwillig zum Gespött der Onlinewelt. Die neue Oberfläche wirkt offener mit Freiräumen, aber auch neuen Funktionen im Rahmen des funktionalen Updates. Möglicherweise minimalistisch gedacht, hieß und heißt es bei Google wohl: Weniger ist mehr. Schließlich ist man solch ein Layout ja von Google gewohnt. Man konzentriert sich auf das Wesentliche und möchte Übersicht schaffen.

Missverständnisse und #whitespace

Doch das scheint nicht so verstanden zu werden, im Gegensatz zu Änderungen wie zum Beipsiel eine Liste mit den Themen, die sich aktuell in der Diskussion befinden. Das überraschende Update findet Mohamed Mansour, App-Entwickler, etwas merkwürdig, zumal Google dies nicht angekündigt hatte und somit Entwicklern und App-Besitzern vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Mansour kritisiert das in einem Blog-Eintrag bei Google+. Und er ist nicht allein: Beinahe schon bestürzend ist der Output innerhalb von Google+ zum Thema #whitespace – weil Google nach der Ansicht vieler mit dem neuen Design viel Platz verschwendet.

Ex-Googler unzufrieden mit Relaunch

Auch James A. Whittaker, ehemaliger technischer Direktor bei Google (und somit aktuell ein so called „Xoogler“), der kürzlich zu Microsoft wechselte, stört sich an der Art und Weise, wie Google mit seinem Facelifting und den Entwicklern umgegangen ist. Er räumt in einem Statement Google nicht mal mehr viele Chancen ein und begründet dies mit der Einführung von Google+. Dem Unternehmen läge nicht sonderlich viel an der Dienstleistung am Kunden, sondern es ginge nur noch darum, Daten einzuholen. Deshalb sei er zu Microsoft gewechselt. Bei Twitter kann man ihm im übrigen unter „docjamesw“ followen und seine genauen Beweggründe erfahren.

Google will „das Erlebnis“…

Google selbst erklärt das Ziel des Google+ Updates mit einem „Erlebnis, das Nützlichkeit und Attraktivität miteinander verschmilzt“. Das Unternehmen spricht generell von einem Erfolg seine Netzwerkseite. In der Beliebtheit steht Google Plus aber im Gegensatz zu Plattformen wie Twitter und Facebook noch etwas abgeschlagen da. Etwa 170 Millionen Nutzer sind bis zum jetzigen Zeitpunkt dort angemeldet, „Karteileichen“ inklusive.