Große Tech-Konzerne wie Facebook, Apple oder Samsung haben eine Gemeinsamkeit: Die immer schneller werdende Innovationsgeschwindigkeit. Auch Google gehört hier zu den Top-Playern und mittlerweile vergeht keine Woche, in der keine neuen Produktankündigungen oder Firmenübernahmen gemeldet werden. Die „Datenbrille“ Google Glass ist noch nicht mal im offiziellen Verkauf gelandet, da sorgt schon die Meldung für einen potenziellen Nachfolger die Runde: Google hat ein Patent für Kontaktlinsen mit Kamera eingereicht. Zugegeben, Patente befassen sich in der Regel mit Produkten, die nicht ausgereift sind. Oft sind diese Produkte auch noch gar nicht als Prototyp entwickelt. Patente, vor allem die von Google, geben aber oft einen extrem spannenden Ausblick in die technologische Zukunft von Unternehmen. Was hat Google also vor?

Neues Google-Patent: Kontaktlinsen mit Kamera

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Google will das Leben leichter machen

Google Glass ist nicht nur ein revolutionäres Stück Technik. Google Glass ist ein weiterer Schritt, um das (digitale) Leben zu erleichtern. Wer die Hände frei hat, kann damit andere Dinge erledigen, während Google Glass dafür sorgt, dass man nichts verpasst, den richtigen Weg findet, oder Informationen konsumieren kann. Google fährt diese Strategie, weil man will, dass wir uns auch mit Google-Diensten wie der Suche auch dann befassen können, wenn wir die Hände eigentlich für eine andere Tätigkeit brauchen.

Weil wir mit Google Glass auf der Nase kein Smartphone oder Tablet in der Hand halten müssen, können wir Videos auf YouTube gucken, oder Informationen aus der Google Suche konsumieren, haben aber gleichzeitig die Hände frei – praktisch! Ähnlich verhält sich das mit dem selbst fahrenden Auto, an dem Google seit Jahren arbeitet. Natürlich ist das eine Erleichterung, wenn man nicht selbst fahren muss. Was aber tut man mit der gewonnen Freizeit? Aus dem Fenster gucken? Natürlich. Mit Sicherheit wird man sich auch mehr mit anderen Insassen des Autos unterhalten.

Die Möglichkeit aber, dass man in dieser Freizeit zum Beispiel mit Google sucht, ein Video auf YouTube sieht oder auf Google+ netzwerkt, ist ebenfalls sehr verlockend. Und genau darum geht es: Zeit und Platz im analogen Alltag schaffen, damit man sich noch mehr mit digitalen Aspekten des täglichen Lebens befassen kann.

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Die Zukunft wird wild

Utopie? Spinnerei? Möglich, aber dennoch vorstellbar. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob es dazu kommt oder nicht. Fakt ist, dass auch Kontaktlinsen mit Kamera, die Google jetzt zum Patent angemeldet hat, ein Schritt in diese Richtung sind. Ganz objektiv betrachtet könnten sie die Weiterentwicklung von Google Glass sein. Zwar müsste man noch klären, wie man mit einer solchen Kontaktlinse Spracheingaben verarbeitet. Auch gibt es keine Möglichkeit, eine solche Kontaktlinse zusätzlich manuell zu steuern – wer steckt sich schon gern den Finger in das eigene Auge?

Dass Google aber an solchen Problemen arbeitet, davon kann man getrost ausgehen. Und die Ingenieure bei Google werden dafür eine Lösung finden, davon bin ich fest überzeugt. Warum? Weil sie auch für andere Probleme bisher fast immer eine Lösung gefunden haben. Doch wer setzt sich eine solche Kontaktlinse freiwillig ins Auge? Ganz ehrlich? Das werden eine Menge Leute tun, wenn die Technik sich für den Alltag als nützlich und sinnvoll erweist. Innovationen wie diese haben sich bisher immer durchgesetzt. Sobald eine Technik einfach und von vielen Menschen zum persönlichen Nutzen eingesetzt werden kann, setzt sie sich durch. Auch das war bisher immer so.

Google möchte mit solchen neuen Erfindungen weiter in das tägliche Leben seiner User vordringen und dieses Leben vereinfachen. Bis solche Kontaktlinsen wirklich in der Realität zu haben sein werden, wird noch Zeit vergehen. Die Ideen zeigen aber das Potenzial solcher Innovationen und unterstreichen die Ambitionen von Google, in Bereiche vorzudringen, von denen man vor 15 Jahren nicht zu träumen gewagt hatte. Und ganz ohne Zweifel wird eine solche Kontaktlinse mit Kamera mit dem Android-Betriebssystem laufen, genau wie das bei Google Glass der Fall ist. Welche Daten dann übermittelt werden, das ist derzeit noch Spekulation. Dass diese Daten jedoch dazu beitragen werden, den User noch transparenter zu machen, steht heute schon fest.