Eine neue Studie aus den USA belegt, dass Facebook weiterhin das Maß aller Dinge bleibt, wenn es um die Popularität sozialer Netzwerke geht. Besonders interessant: Auch wenn Konkurrenten wie Pinterest oder Instagram im letzten Jahr zugelegt haben, kann auch Facebook weiter zulegen. Damit wird der Marktanteil nicht nur ausgebaut, er wird natürlich auch gefestigt und die Mitbewerber bleiben auf Abstand. Der Studie zugrunde liegt eine Umfrage in den USA, nach der mittlerweile fast 73 Prozent aller erwachsenen Online-User auf mindestens einem sozialen Netzwerk aktiv ist. Dass Facebook hier insgesamt so gut abschneidet, liegt natürlich an der in den letzten Jahren immer stärker gewordenen Popularität. Die faszinierendste Tatsache ist aber die nicht Gesamtmenge der Nutzerinnen und Nutzer von Facebook. Der Umstand, dass 40 Prozent der Facebook-User mehrmals täglich aktiv sind, ist gleichzeitig das überzeugendste Argument für den anhaltenden Erfolg von Facebook. Doch wird dieser Erfolg auch in diesem Jahr anhalten?

Neue Studie: 40 Prozent der Facebook-User rufen das Netzwerk mehrmals täglich auf

Facebook weiter auf Erfolgskurs

Aktuell sieht es danach aus. Der Anteil der erwachsenen Online-User in den USA, die auf Facebook aktiv sind, ist von 2012 auf 2013 um 4 Prozent gestiegen. Mehr als zwei Drittel aller Erwachsenen in den USA sind also aktive Mitglieder auf Facebook. Diese sehr hohe Durchdringung spricht dafür, dass Facebook zumindest in den letzten 12 Monaten nicht langweiliger geworden ist.

Zwar machen immer wieder auch Studien von Nutzerrückgängen die Runde. Erst kürzlich wurde gemeldet, dass Facebook die Teenager verliert. Diese Entwicklung ist in der Tat bedenklich, sind die Teenager von heute doch die Erwachsenen von morgen. Schafft Facebook es nicht, auch diese Zielgruppe besser zu erreichen, könnte es in Zukunft Probleme geben.

Zum Glück hat Facebook sich im letzten Jahr Instagram einverleibt, das bei Teenagern (nicht nur in den USA) sehr beliebt ist. Hier konnte aber auch der Anteil der erwachsenen Nutzerinnen und Nutzer im letzten Jahr um 4 Prozent gesteigert werden und diese Steigerung zahlt indirekt auch auf Facebook ein.

Gesellschaftlicher Querschnitt auf Facebook

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Die Studie der US-Firma Pew Research wurde im August und im September 2013 unter 1.445 volljährigen Internet-Usern mit Wohnsitz in den USA durchgeführt. Gewinner nach Punkten ist Pinterest. Das soziale Netzwerk, das speziell für Bilder gedacht ist und aktuell einen Namensstreit in Europa verloren hat, konnte 2013 seinen Anteil unter den erwachsenen Onlinern um satte 6 Prozent steigern.

Allerdings ist Pinterest speziell bei Frauen sehr beliebt. Facebook hingegen ist mittlerweile so etabliert, dass man dort Männer und Frauen gleichermaßen stark vertreten findet. Gleiches gilt für den gesellschaftlichen Querschnitt. Facebook bildet die Gesellschaft in den Ländern, wo es vertreten ist, inzwischen sehr genau ab.

Demografische Unterschiede gelten aber auch für andere soziale Netzwerke. So wird LinkedIn vornehmlich von Personen mit besserer Bildung und höherem Einkommen genutzt. Bei Twitter und Instagram sind die User generell etwas jünger, aber keine Teenager (mehr).

Fazit

Trotz aller Negativ-Schlagzeilen der letzten Wochen und Monate bleibt Facebook das reichweitenstärkste soziale Netzwerk weltweit. Zwar gibt es reichlich Probleme: Von massenhaften Fake-Accounts über dubiose Werbeanzeigen bis hin zu immer wieder aufkommenden Schwierigkeiten mit dem Datenschutz. Die große Masse der User scheint sich aber nach wie vor sehr wohl auf Facebook zu fühlen.

Für das Marketing bedeutet diese Entwicklung, dass sich auch 2014 nicht auf Facebook verzichten lässt. Wer seine Zielgruppe erreichen will, muss auf Facebook präsent sein und wer darauf verzichtet, vergibt leichtfertig große Chancen, die eigenen Produkte und Dienstleistungen bekannter zu machen. Genau dafür aber braucht man selbstverständlich auch passende Strategien, an denen es derzeit aus meiner Sicht aber viel zu oft noch mangelt.

Facebook feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen und dementsprechend wird das „Kind“ langsam aber sicher älter – und somit erwachsen. Dieser Entwicklung folgend wird Facebook auch anspruchsvoller und will seinen Status festigen und weiter ausbauen. Aktuell scheint das noch zu klappen, die kommenden Jahre werden allerdings sehr spannend und es bleibt abzuwarten, ob Facebook immer weiter wachsen kann.