Interessante Neuerung bei Facebook: wenn man einen externen Inhalt als Status Update postet und zu der Quelle eine entsprechende Facebook Page existiert, dann hat man jetzt die Möglichkeit, diese Page zu liken. Eine entsprechende Frage wird gestellt, wenn man den externen Inhalt nach dem Teilen im eigenen Newsfeed sieht. Zusätzlich erzeugt Facebook eine kleine Hovercard, in der es Erläuterungen zum Ablauf gibt, inklusive der Möglichkeit, die Karte wieder zu schließen. So kann man entsprechenden Seiten, deren Inhalt man selbst geteilt hat, deren Fan man aber noch nicht ist, einfacher folgen und wird besser auf sie aufmerksam. Was aber könnten die Motive von Facebook sein, die zum Launch dieser Funktion geführt haben?

Neue Facebook Funktion erzeugt im Newsfeed mehr Reichweite für Pages

Mehr Reichweite durch mehr Aufmerksamkeit

Die Antwort liegt auf der Hand: Facebook will seinen Nutzern mehr relevante Informationen zeigen und so dafür sorgen, dass diese Nutzer auch gleich Fan einer Page werden, wenn das sinnvoll ist. Wenn ich also Inhalte von Spiegel Online auf meinem Facebook Profil teile, dann geht Facebook davon aus, dass ich mich generell für Inhalte von Spiegel Online interessiere.

Zugegeben, das wird nicht immer korrekt sein. Vielleicht teile ich mal einen Inhalte von einer Website, die nur ein einziges Mal einen für mich interessanten Inhalte veröffentlicht hat. Allerdings gehe ich davon aus, das Facebook hier mit einem Algorithmus arbeitet, der zählt, wie oft ich schon Inhalte aus einer bestimmten Quelle geteilt habe.

Wenn das öfter der Fall ist, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit tatsächlich für die Website interessiere. Hier ist es dann sinnvoll, mir die Facebook Page vorzuschlagen, damit ich dort Fan werde. Logisch: so verpasse ich weniger Inhalte von der Seite.

Pro und Contra Traffic

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Für den Anbieter einer Website ist das gleichzeitig gut und schlecht. Auf der einen Seite werde ich durch das Teilen des externen Inhalts womöglich überhaupt erst auf die Facebook Page aufmerksam. Der Anbieter (hier Spiegel Online) kann so also seine Reichweite auf Facebook vergrößern.

Auf der anderen Seite wird der Traffic auf die Website vermutlich dezimiert, denn: wenn ich bei Facebook der Seite folge, sehe ich schon vorab in meinem Newsfeed, ob mich ein Inhalt aus der externen Quelle interessiert oder nicht. Interessiert er mich nicht, dann klicke ich nicht auf den Link.

Ich bleibe also auf Facebook und lande gar nicht erst auf der Website. Würde ich mich nicht auf Facebook vorab über das Angebot von Spiegel Online informieren (weil ich kein Fan der Facebook Page bin), dann würde ich das direkt auf der Website tun. So oder so: der Traffic würde immer bei Spiegel Online landen.

Facebook kann Druck aufbauen

Die hier beschriebene Möglichkeit zur Erhöhung der eigenen Reichweite auf Facebook ist mir in dieser Form heute so zum ersten Mal begegnet. Und aus strategischer Sicht ist sie erneut sehr clever, denn selbstverständlich kann Facebook diese Funktion auch gegen Geld verkaufen.

Es ist eine weitere Werbeform, die man Betreibern von Facebook Pages anbieten kann, um die Reichweite zu vergrößern. Wer das nicht bezahlen will, der schaut in die Röhre und kann von der Möglichkeit nicht profitieren.

Für die künftige Strategie von Facebook, die sich eindeutig auf das Thema „Geld verdienen durch Werbung“ fokussiert, also ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Und für den User? Aus meiner Sicht grundsätzlich gar nicht so schlecht. Es stellt sich allerdings die Frage, ob sich die Anbieter der Inhalte selbst mehr nutzen oder schaden, wenn sie das Feature nutzen.