Bei Amazon kann man auch Bücher kaufen. Ich erinnere mich, dass mit selbst Amazon damals in den späten 1990ern zum ersten Mal als Buchhändler auffiel. Die Möglichkeit, Bücher online zu kaufen, war vor 15 Jahren noch reichlich ambitioniert, Amazon hat es geschafft, auf Basis dieses Geschäftsmodells zum globalen Konzern zu werden. Dabei hat auch Amazon-Gründer Jeff Bezos in einer Garage angefangen und wollte seinen Laden zunächst „Cadabra“ oder „Relentless“ nennen. Schnell wurde ihm aber klar, dass diese Namen bei den Leuten nicht wirklich gut ankommen würden. Also nahm er sich das Wörterbuch vor und blieb bei „Amazon“ hängen. Seine Überlegung: es wäre sinnvoll, den weltweit größten Buchladen (zu dem er damals schon werden wollte) nach dem größten Fluss der Welt zu benennen. Die weitere Geschichte erzählt die folgende, sehr spannende Infografik.

Mythos Amazon: Fakten aus 20 Jahren Konzerngeschichte

Quelle

Gegründet in einer Garage

Tatsächlich ist Amazon schon 20 Jahre alt, auch wenn die Website erst am 16. Juli 1994 das Licht der Welt erblickte. Die Infografik zeigt das (kuriose) Aussehen dieser ersten Website.

Seitdem wurde ein langer Weg beschritten, heute ist Amazon 151,7 Milliarden US-Dollar wert. Dabei startete die Aktie mit 16 US-Dollar pro Stück, Ende Juni 2014 lag der Kurs bei 327,24 US-Dollar.

Ein beeindruckendes Wachstum, das vor allem auf den unermüdlichen Einsatz von Jeff Bezos zurückgeht. Der Mann, der 2003 bei einem Hubschrauber-Absturz fast ums Leben gekommen wäre, lebt seit dem ersten Tag für sein Unternehmen.

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Alle bisherigen Krisen gemeistert

Jeff Bezos sorgte auch dafür, dass Amazon die „dot-com-Krise“ Anfang der 2000er Jahre überlebt. Anders als viele Anbieter im Internet, die es damals auf schnelles Wachstum und noch viel schnellere Kapitalisierung abgesehen hatten, versprach Bezos den Aktionären nie rasche Erfolge, sondern predigte seine Langzeit-Version.

Wie sich herausstellte, war diese Langzeit-Vision genau richtig und im Gegensatz zu vielen anderen Shops konnte Amazon die Besucherzahlen nicht nur halten, sie stiegen sogar kräftig an. Grund dafür war höchstwahrscheinlich die Tatsache, dass Amazon auch damals schon sehr viele Produkte zu günstigen Preisen anbieten konnte.

Das war auf Dauer nicht billig, Bezos musste für Amazon immer wieder Finanzspritzen beschaffen, die es in sich hatten. Viele Jahre machte Amazon Verluste und konnte nicht gewinnbringend arbeiten, was sich letztendlich aber auszahlte.

Einfache aber wirksame Strategien

Jeff Bezos hatte einige Strategien, mit denen er Amazon nach oben brachte. So gefiel ihm unter anderem der Stil des „Paten“ aus dem Kino: den Kunden Angebote machen, die sie einfach nicht ablehnen können.

Wichtig für ihn war es außerdem schon immer, Informationen über seine Kunden zu sammeln. Was notwendig zu wissen ist, musste er auch immer wissen, damit Amazon entsprechend mehr Produkte empfehlen kann, um so den Umsatz anzukurbeln.

Bis heute sind diese internen Verweise auf verwandte und ähnliche Produkte einer der wichtigsten Bestandteile des Erfolgs von Amazon. Und wer bei Amazon regelmäßig einkauft, wird wissen, wie gut dieses System funktioniert.

Immer neue Geschäftsfelder

Neben dem Aufbau des Kerngeschäfts von Amazon hat Jeff Bezos auch immer dafür gesorgt, dass neue Geschäftsfelder entwickelt wurden. Sein Projekt „Blue Origin“ von 2000, bei dem es um die Planung und Gründung von dauerhaften Kolonien im Weltraum geht, ist da sicher eines der eher ungewöhnlichen Vorhaben.

Mit dem „Fire Phone“ oder den Projekten „Amazon Drone“ oder „Amazon Fresh“ sieht das allerdings schon konkreter aus. Dronen, die selbstständig Waren zu Kunden transportieren, sind zwar erst für 2017 oder 2018 geplant, das „Fire Phone“ allerdings ist schon auf dem Markt.

Auch „Amazon Fresh“, ist in den USA teilweise schon am Start. Bei diesem Projekt geht es darum, frische Lebensmittel zu verkaufen, was auch einen schnellen Versand erfordert. Generell tut Amazon viel, um sich beim Transport von Waren unabhängiger von etablierten Zulieferern zu machen.

Alle Zeichen stehen auf Erfolg

Was für Post- und Paket-Dienste künftig zum Problem werden könnte, stellt für Amazon ein lukratives Geschäft dar. Das ist auch der Grund, warum Amazon den Versand von Waren und Produkten mehr in die eigenen Hände nehmen will.

Auf diese Weise lassen sich die Kosten weiter reduzieren, was letztendlich zu mehr Umsatz führen dürfte und dem Gewinn maximiert. Das wiederum sorgt dafür, dass man mehr in genau die Techniken und Geschäftsbereiche investieren kann, die mittel- bis langfristig mehr Erfolg versprechend.

Damit kann das Wachstum angekurbelt werden und der Kreislauf beginnt von vorn. Jeff Bezos scheint für Amazon also schon seit 20 Jahren den ultimativen Masterplan zu haben und aktuell sieht alles danach auch, dass genau dieser Plan auch aufgehen wird. Es bleibt also weiter spannend und man kann davon ausgehen, dass Amazon auch in 20 Jahren zu den wichtigsten Konzernen der Welt zählen wird.

Alles über Jeff Bezos, seinen Werdegang und wie Amazon zum größten Konzern seiner Art weltweit wurde, steht in diesem sehr empfehlenswerten Buch. Ich habe es selbst gelesen und kann es definitiv empfehlen.