“Mittelfingergate” bei Google Plus oder: Ein Linkbait zum Jahresende…
Google Plus will sauber bleiben und sich von Anfang an von der korrekten Seite zeigen. Findet man im normalen Google-Index bei der Suche im Web allerlei Anzügliches, Brutales, Schönes, Häßliches, Unangemessenes oder auch einfach nur Peinliches (diese Liste könnte man jetzt fast unendlich fortführen), ist man bei Google Plus eher pingelig. Das musste jetzt mit MG Siegler ein bekannter Tech-Blogger aus den USA erleben.
Der Mann veröffentlichte auf seiner Google-Plus-Seite nämlich ein neues Profilbild auf dem er (ganz furchtbar böse und sowas von unglaublich anstößig, pfui) seinen Mittelfinger zeigte. Ausgestreckt, versteht sich – in eindeutiger Pose. Das wollte man bei Google Plus so nicht länger zeigen und löschte das Profilfoto kurzerhand – woraufhin es dann in einer “zensierten” Version wieder auftauchte:
Zack – war die Sache damit aus der Welt geschafft? Nicht wirklich, denn die Story dreht jetzt im WWW ihre Runden. Ein bisschen wirkt die Sache in meinen Augen so, als hätten sich da ein aufstrebendes soziales Netzwerk und ein bekannter US-Blogger zusammengetan, um via Linkbait zum Jahresende (wo ja traditonell nicht so richtig viel los ist) ein bisschen auf die Aufmerksamkeitstube zu drücken.
Kann natürlich auch alles Zufall sein, aber: Die Story ist im Gespräch und bringt reihenweise neue Backlinks (u. a. von Seiten wie techcrunch.com, was schon ganz nett ist, wenn man auf fette Linkpower steht).
Wir werden es wohl nie erfahren. Insofern geht der Link zur Story auch nicht zu Google Plus oder Mr. MG Siegler, sondern in die Schweiz. Herzlichen Glückwunsch.
Schlagwörter: google, linkbait, plus, Profilbild, zensur | 751 Aufrufe
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2 direkte Kommentare:
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Da hat sich ein Fehler eingeschlichen, nicht Google+ hat das Foto zensiert, sondern der gezeigte selbst. So steht das zumindest in dem Artikel auf 20min.ch :-)
Stimmt, danke für den Hinweis. Ich meinte es so, habe mich aber zugegebenermaßen nicht gut ausgedrückt. Deswegen habe ich den Satz jetzt umformuliert, so dass er nicht mehr missverständlich rüberkommt.