Quartalszahlen bei IT-Schwergewichten sind immer eine packende Angelegenheit. Manchmal geht es mit den Big Playern bergab – allzu oft aber eher in die andere Richtung. Wir kennen das von Apple, wir kennen das von Google. Und immer mehr kennen wir das auch von Facebook. Im ersten Quartal 2014 ist es wieder geschehen, Facebook konnte satte Gewinne machen, wachsen, überzeugen – von Mitgliederschwund keine Spur, ganz im Gegenteil. Das alles ist aus meiner Sicht aber nicht wichtig, denn die Quartalszahlen haben ein ganz besonderes Highlight zu bieten. Ein Highlight, das in den kommenden Jahren sehr wahrscheinlich dafür sorgen wird, dass es mit Facebook weiter steil bergauf geht.

Mark Zuckerberg, aka "God of Mobile"

Die Menschen wollen Facebook

Mehr als 1 Milliarde Menschen benutzen Facebook mittlerweile mindestens ein Mal pro Monat mit einem mobilen Endgerät. Diese „Mobile MAUs (Mobile Monthly Active Users) haben sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt und legten kontinuierlich zu. Nachdem der Börsengang 2012 etwas holprig verlief, haben sich diese Erfolge bei den Mitgliederzahlen und bei der generellen Nutzung mittlerweile auch im Aktienkurs positiv niedergeschlagen.

Der Aktienkurs ist für Facebook wichtig, weil sich der eigentliche Erfolg am Ende daran misst. Das mag einigen Usern nicht gefallen und es gibt auch regelmäßig kritische Stimmen, die die „Überkommerzialisierung“ von Facebook bemängeln. Der großen Masse der Facebook-User scheint das aber nicht zu missfallen – sonst würden die Zahlen nicht steigen.

Auch der (angebliche) Exodus der Teenager kann Facebook in seinen Grundfesten nicht erschüttern. Wie sollte er auch, schließlich gehört WhatsApp zu Facebook. Ein mobiler Messenger mit 500 Millionen aktiven Usern, die Massen von Inhalten verbreiten und sich austauschen. In dieser Menge sind auch viele Teenager enthalten. Selbst wenn einige davon Facebook nicht mehr „hip“ finden… es scheint so, als wären die meisten von ihnen immer noch dort.

Ohne Smartphone geht nichts mehr

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Mark Zuckerberg ist spätestens jetzt der „God of Mobile“. Zu dick aufgetragen? Eigentlich nicht. Wer das doch denkt, der zeige mir bitte einen anderen Menschen, der seine Company in nur zwei Jahren dahin gebracht hat, wohin er sie auch bringen wollte. Das hat er natürlich nicht allein gemacht, aber er hat scheinbar frühzeitig verstanden, wie sich die Gewohnheit der User entwickeln.

Schaut man sich heute in der U-Bahn am dem morgendlichen Weg zur Arbeit um, dann sieht man nicht mehr viele Menschen mit einer Zeitung. Das Smartphone hat dieses Medium beinahe komplett verdrängt. Warum? Nicht nur, weil es handlicher ist. Mal ehrlich, wen hat dieses Herumgefuchtel mit übergroßen Tageszeitungen bitte nicht genervt?

Das Smartphone bietet schlicht und ergreifend auch viel mehr Auswahl an Informationen. Man hat die ganze digitale Welt in der Hand und kann auswählen, von wo man seine Inhalte bezieht. Videos schauen? Kein Problem. Eine Runde Quizduell? Geht los. Und wer mal einen verstohlenen Blick auf die Smartphone-Bildschirme seiner morgendlichen Mit-Pendler wirft, wird feststellen, dass auf mindestens jedem zweiten Smartphone Facebook zu sehen ist.

Videos sind der nächste logische Schritt

Wer informiert sich nicht gern über das, was die eigenen Freunde und Bekannte grad so treiben? Die alte und ursprüngliche Triebfeder von Facebook, nämlich zu wissen, was im eigenen sozialen Umfeld aktuell passiert, auch wenn man nicht dabei sein kann – sie funktioniert auch heute noch tadellos. Und dieses Verhalten wird auch dafür sorgen, dass Facebook ganz sicher auch in naher Zukunft weiter wachsen wird.

Mark Zuckerberg sorgt ständig für neue Innovationen auf Facebook. Ob das alles auf seinem Mist gewachsen ist, sei dahingestellt. Das ist auch nicht wichtig, wichtig ist nur, dass er letztendlich derjenige ist, der alles zu verantworten hat. Und sein guter Riecher, der das Thema „mobile“ überhaupt erst zu dem gemacht hat, was es heute auf Facebook ist, wird auch in Zukunft vielleicht für die nächsten großen Würfe sorgen.

Einer davon könnte die Autoplay-Funktion für Videos sein. Was auch jetzt von vielen kritisch beäugt wird, die Funktion, die viele aussperren und stoppen wollen – sie kommt meines Erachtens bei einem Großteil der Facebook-User gut an. Warum auch nicht? Entertainment ist ein wichtiger Faktor innerhalb sozialer Netzwerke, nicht umsonst sind Leute wie Rihanna oder Justin Bieber so erfolgreich. Die facebook’sche Zukunft bleibt auf jeden Fall spannend. Warten wir ab, ob auch die nächsten Quartalszahlen wieder mit Rekorden aufwarten können.