Facebook will in diesem Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach an die Börse. Dafür muss man fit sein – und obwohl das gemeinschaftliche Sharing von Musik in Echtzeit wohl eher nur als „Entertainment-Addon“ angesehen werden kann, rundet es die Möglichkeiten von Facebook als Teil des Alltags ab. Und Facebook wäre nicht Facebook, wenn das „Team“ um Mark Zuckerberg nicht ständig nach Verbesserungen und Erweiterungen suchen würde. Beim Thema Musik ist das nun erneut gelungen.

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In Kürze wird man nämlich dank „Listen With Friends“ bei Facebook die Möglichkeit haben, Musik mit seinen Freunden gemeinsam und ich Echtzeit genießen zu können. Künftig soll man öffentlich angeben können, welche Musik man derzeit via Facebook in einem eigens dafür eingerichteten Stream hört. Möglich machen das Kooperationen mit Simfy und anderen Anbietern. Wenn ein Kontakt auf Facebook nun sieht, welchen Song man aktuell hört, dann kann diese Person sich bei Bedarf direkt in den Stream seines Freundes einlinken und gemeinsam die Musik genießen.

You can listen to the same song, at the exact same time—so when your favorite vocal part comes in you can experience it together, just like when you’re jamming out at a performance or dance club.

Natürlich gibt es dazu auch eine Chat-Funktion, so dass man die Musik nicht nur hören, sondern sich auch darüber unterhalten kann. Bis zu 50 Kontakte sollen so gleichzeitig Musik via Facebook hören können, was bei dieser Anzahl schon einem kleinen Konzert gleich kommt. Für die Musikbranche stellt das meines Erachtens eine Chance dar, denn es wird sicher nicht lange dauern, bis Künstler und Bands diese neue Möglichkeit nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen.

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Einziges Manko: Um in den Genuss des Musik-Streams zu kommen, muss man natürlich bei einem der Kooperationspartner von Facebook angemeldet sein – das wäre zum Beispiel Simfy. Facebook selbst wird mit diesem Feature allerdings mehr und mehr zur zentralen Kommunikationsplattform im Internet. Und es wird vermutlich nicht lange dauern, bis das gleiche Prinzip auch auf Filme und TV-Serien angewendet wird. Technisch dürfte das für Facebook und mögliche Kooperationspartner wie Netflix kein Problem sein.