Ohne Backlinks geht es nicht! Auf diesem Thema bin ich ja schon öfter rumgeritten. Da ich meine Gebetsmühle heute aber mal im Schrank lassen will, widme ich mich nur den harten Fakten zu diesem Thema. Halten wir also fest: Ohne gute (Back)Links gibt es keine gute Rankings – so ist das eben. Auch wenn der Bereich Social Media mit seinen Likes, Shares und Tweets wichtiger wird und ganz bestimmt seinen Teil zur Entstehung der Rankings beiträgt, basiert der Algorithmus von Google eben auf Links. Und weil man einen über lange Jahre gut ausgetüftelten Motor nicht so einfach von jetzt auf gleich umbauen kann, sind Links nach wie vor extrem wichtig. Die ständige wiederkehrende Frage aber lautet: „Wie komme ich an viele und vor allem viele gute Links?“

Für diese Frage gibt es diverse Antworten. Manche sind gut, manche sind schlecht. Es kommt eben immer darauf an, welche Methode man wählt, um seine Links zu generieren. Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung von Wissen wird immer mehr auch ein anderer Punkt wichtiger: Die korrekte Visualisierung. Um sich von vielen Textwüsten im Netz abzuheben, muss man andere Wege gehen, damit der eigene Content beachtet wird. Und hier sind Infografiken ein sehr probates Mittel, denn Infografiken können, sofern sie gut aufgebaut und umgesetzt werden, einen wahren Linksturm auslösen.

Linkaufbau mit Infografiken

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Um aber qualitativ hochwertigen Linkaufbau mit Infografiken vernünftig zu betreiben, muss man vorab einige wichtige Punkte beachten:

– Welches Thema will ich mit der Infografik transportieren?
– Wo bekomme ich die richtigen Informationen dafür?
– Wurde das Thema schon von jemand anderem per Infografik behandelt?
– Wie baue ich die Infografik auf?
– Wie mache ich die Infografik „linkable“?

Fünf Punkte, an denen man sich beim Linkaufbau mit Infografiken grob orientieren kann. Wie immer gibt es natürlich weitere Punkte, die bei der Konzeptionierung hilfreich sein können. Allerdings sollte man auch ein bisschen Wert auf eine einfache Vorgehensweise legen, andernfalls kann man sich recht schnell verzetteln und sich in Details verlieren. Das soll natürlich nicht passieren! Wichtig ist, ein skalierbares Produkt zu entwickeln. Die Herstellung des Produkts (also der Infografik) soll nicht ewig Zeit und Ressourcen fressen, denn dann kann es passieren, dass sich das Projekt trotz möglicherweise vieler geernteter Links nachher doch nicht rechnet.

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Welches Thema will ich mit der Infografik transportieren?

Es gibt viele Themen, die spannend und/oder interessant sind und die sich für eine Veröffentlichung als Infografik lohnen. Aber: Nicht jedes Thema hat auch genügend Power! Weil man aber ein Produkt veröffentlichen will, dass möglichst viel weiterverbreitet werden kann, braucht man ein möglichst zugkräftiges Thema. So bieten sich Evergreens und Dauerbrenner (z. B. eine Infografik über die Geschichte der Suchmaschinenoptimierung) an. Möglich ist es natürlich auch, auf heiße aktuelle Themen zurückzugreifen (wie z. B. den geplanten Börsengang von Facebook).

Hier sollte man sich allerdings im Klaren sein, dass ein solches Thema temporär sehr gut läuft, in einem Jahr aber vermutlich niemanden mehr interessiert, weil die Aktualität eben nicht mehr gegeben ist. Anders bei der Infografik über die Geschichte der Suchmaschinenoptimierung: Dafür wird man sich mit Sicherheit auch noch in den kommenden Jahren interessieren. Sinnvoll ist es jedoch, eine solche Infografik ab und an zu aktualisieren, denn die Entwicklung geht ja weiter.

Wo bekomme ich die richtigen Informationen für die Infografik?

Ganz wichtiger Punkt! Keine Infografik ohne Informationen – aktuelle und vor allem korrekte Informationen, wohlgemerkt. Es zahlt sich also aus, ein gewisses Maß an Recherchefleiß an den Tag zu legen, um die passenden Daten zu erheben. Tut man das nicht, kann es unschön werden. Ähnlich wie in vielen anderen Bereichen des Internets werden Fehler schnell aufgedeckt und oft noch schneller kommuniziert. Damit man also mit seiner Infografik keinen peinlichen Reinfall erlebt, sollten die Daten stimmen und aktuell sein.

Hat man die richtigen Daten gefunden, dann sollte man Quellen nennen. Woher hat man die Daten, wann sind die Daten erschienen und so weiter. Gern mit URL und Name der Website oder des Unternehmens, von dem man die Daten hat. Logo muss nicht sein, das würde vermutlich dem Design der Infografik abträglich sein. Die Nennung von Quellen an sich ist allerdings schon empfehlenswert. Nennt man keine Quellen, dann wird schnell danach gefragt, woher die Zahlen denn nun eigentlich stammen.

Wurde das Thema schon von jemand anderem per Infografik behandelt?

Dieser Punkt knüpft ein wenig an den vorab genannten an. Auch hier ist Recherche wichtig – kommt man nach relativ kurzer Zeit zu einem identischen Thema mit seiner Infografik um die Ecke, dann kann das nach hinten losgehen. Es verhält sich ähnlich wie mit der Zeitung: Die Nachrichten von gestern interessieren niemanden mehr. Besonders dann, wenn man also über aktuelle Themen „infografiken“ will, sollte man sich entweder beeilen oder sich ein solches Thema aussuchen, von dem man denkt, dass es vermutlich nicht als Infografik veröffentlich wird. Das ist natürlich etwas schwammig, aber wie so oft sollte man auch beim Linkaufbau mit Infografiken seine kleinen grauen Zellen benutzen und vorher darüber nachdenken, was man denn nun genau machen will.

Nichts ist ärgerlicher, als wenn man Zeit und Geld in eine Infografik investiert hat, die dann im Zweifel nur als „nachgemacht“ angesehen wird. In einem solchen Fall wird man nicht nur „digital komisch von der Seite angeschaut“, man macht sich auch unglaubwürdig und erhält vor allem keine guten Links. Schließlich wird nur das verlinkt, was neu und interessant ist. Neben einer anständigen Recherche sollte man also auch versuchen, schnell zu sein. Das gilt natürlich nicht, wenn man sich an einen Evergreen wagt. Aber auch hier macht es Sinn zu schauen, ob das Thema so oder so ähnlich schon mal verarbeitet wurde.

Wie baue ich die Infografik auf?

Bei einer Infografik ist neben dem Content vor allem die Verpackung wichtig. Das kann sogar so weit gehen, dass der Inhalt an sich eher mittelmäßig ist, die Infografik selbst dafür aber grafisch spektakulär umgesetzt wurde. Und schöne Dinge werden gern weiterverbreitet. Interessante und informative Dinge natürlich auch – dennoch kann mit einer extrem guten Gestaltung einer Infografik Mängel beim Inhalt wettmachen. Im Optimalfall ist die Infografik natürlich beiderseitig gerüstet – Content UND Verpackung bestechen durch extreme Mehrwerte und werden auch so wahrgenommen.

Wie bei allen anderen Inhalten im WWW gilt auch für Infografiken, dass sie dann besser wahrgenommen und verbreitet werden, wenn die Leute sich „geflasht“ fühlen, so nach dem Motto: „Wow! Das sieht ja richtig cool aus! Und die Infos sind auch super, da setz ich gleich mal einen Link drauf!“ Das gilt logischerweise auch für Tweets, Likes, Shares, Comments oder +1-Auszeichnungen (soziale Links, wenn man so will). Der generelle Aufbau einer Infografik sollte sich nach dem Inhalt richten und wie dieser am besten darzustellen ist. Ganz wichtig für das Branding: Immer deutlich und gut sichtbar ein Logo und eine URL einbauen, damit auch jeder weiß, von wem die Infografik ist. Das erzeugt Wiedererkennungseffekte und schafft zudem Vertrauen und ein gewisses Maß an Autorität – wer die Infografik sieht, wird sich, sofern sie ihm gefällt und/oder einen Mehrwert gebracht hat, dank des Brandings an den Urheber erinnern und später, wenn es neues Material aus der gleichen Quelle gibt, wissen, dass es sich um eine vertrauenswürdige und somit gute Quelle handelt.

Wie mache ich die Infografik „linkable“?

Das alleinige Erzeugen und Veröffentlichen einer Infografik wird in den meisten Fällen nicht dazu führen, dass neue Verlinkungen erzeugt werden (es sei denn man heißt „Mashable“ und alles, was man veröffentlicht, wird ohnehin tausendfach weiterverbreitet, ganz von selbst). Also muss man seine Infografik entsprechend platzieren. Das kann natürlich im eigenen Blog passieren, man kann aber auch Facebook oder andere soziale Netzwerke dazu benutzen, einen ersten Impuls zu erzeugen – das sollte man auch tun, wenn man einen Blogpost um die Infografik herum veröffentlicht.

Beim Veröffentlichen der Infografik im eigenen Blog ist es notwendig, dass man zum Weiterverbreiten auffordert und dass man auch darauf hinweist, dass das Verwenden der Infografik auf anderen Websites explizit erlaubt ist. Dafür kann man seine Infografik z. B. mit einem speziellen Button versehen, der darüber aufklärt, unter welcher Lizenz veröffentlicht wurde. Solche Maßnahmen können den Linkaufbau mit Infografiken extrem anfeuern. Die entsprechende Einbettung, die korrekte Benennung der Infografik und die Verwendung von „alt“- und „title“-Tags. Auch eine Bildunterschrift ist wichtig – denn auch über die Indexierung einer Infografik in der Google Bildersuche kann man natürlich neue Links generieren. Mittel- bis langfristig steigt so sie Anzahl der Links und im Anschluss daran natürlich auch die Reichweite der Infografik und die der Website an sich.

Social Media trägt einen großen Teil zur Weiterverbreitung bei. Was man im Bereich der Suchmaschinenoptimierung als „Linkability“ bezeichnet, ist für den Social-Bereich die „Likeability“ oder „Tweetability“. Für Google Plus hat sich leider noch kein Begriff durchgesetzt… „Plusability“ wäre vielleicht ein möglicher Vorschlag. Grundsätzlich gilt aber auch im Bereich Social Media das gleiche Gesetzt wie im Bereich Linkaufbau. Mit einem guten Produkt (Inhalt und Verpackung) lässt sich kurz-, mittel- und langfristig mehr Aufmerksamkeit und somit auch mehr Reichweite erzeugen. Insofern ist es beim Linkaufbau mit Infografiken auf jeden Fall wichtig, dass man in allen Bereichen sauber und nachhaltig vorgeht.

Mein Tipp: Es empfiehlt sich grundsätzlich, einen Grafiker für das Erstellen der Infografik anzuheuern – wenn man nicht selbst ein Ass in Sachen Grafikdesign ist.