Bedenklich: Ihr Arbeitgeber wollte Zugang zu ihrem Facebook-Account, doch die Grundschullehrerin Kimberly Hester aus den USA weigerte sich. Jetzt wurde sie entlassen. Hintergrund: Hester hatte im Frühjahr 2011 ein Foto auf ihrer Seite hochgeladen, auf der ihre Arbeitskollegin mit heruntergelassener Hose zu sehen ist.

Daraufhin wollte der „Lewis Cass Intermediate School District“ in Michigan den Account nach weiterem kompromittierenden Material durchsuchen. Kimberly Hester weigerte sich, insgesamt dreimal. Zu viel für die Aufsichtsbehörde: Mit Hesters „Nein“ wurde vermutet, sie habe etwas zu verbergen und es bestünde dringender Handlungsbedarf.

Die Lehrerin steht bis heute zu ihrem Entschluss und kämpft seit nunmehr zwei Jahren vor Gericht gegen die Kündigung. Ihre Aussichten auf Erfolg stehen dabei gar nicht so schlecht. In mehreren Bundesstaaten, so auch in Michigan, soll ein Zugang zum privaten Account eines sozialen Netzwerks wie Facebook durch Arbeitgeber konsequent verboten werden. Bislang gibt es dieses Gesetz aber noch nicht.

Kimberly Hester soll nicht die einzige US-Bürgerin sein, die berufsbedingt Auskunft zu privaten Daten herausgeben soll. Immer häufiger verlangen in den USA Arbeitgeber von ihren Angestellten Zugang zu deren Accounts bei Facebook, Twitter oder Google+.