5. Oktober 2012

Kündigung: Mitarbeiter beleidigt Chef auf Facebook

Es ist eine eiserne Regel: Wer sich auf Facebook tummelt bleibt nicht lange unentdeckt und nicht jede Meinung bleibt ohne Folgen. Beispiel: Beleidigungen. Bei Facebook können solche Äußerungen noch ganz andere Ausmaße annehmen und sich deutlich länger halten. Ganz besonders wenn es um den eigenen Vorgesetzten geht ist Vorsicht geboten. Arbeitgeber entdecken immer häufiger das Internet, um sich über ihre Mitarbeiter zu informieren. Auf diesen Entdeckungsreisen stoßen viele Chefs auch auf negative Äußerungen ihrer Angestellten – mit dramatischen Folgen!

Kündigung: Mitarbeiter beleidigt Chef auf Facebook

Rechtmäßige Kündigung

Wer also wirklich seinem Ärger Luft machen möchte, sollte dies besser nur unter zuverlässigen Vertrauten tun. Ein aktuelles Beispiel, was man mit dem falschen Gebrauch von Facebook zu diesem Fall anrichten kann, lieferte ein 52-jähriger Angestellter. Er postete eine Beleidigung über seinen Chef auf Facebook. Was folgte, war die (rechtmäßige) Kündigung (Urteil vom 16.5.2012, Az.: 3Ca 2597/11, Arbeitsgericht Hagen). Der Mitarbeiter war seit mehr als 30 Jahren in einer Produktionsfirma beschäftigt und hat einen Facebook Account. Nun muss eine Beleidigung nicht unbedingt bei der Person ankommen, für die sie bestimmt ist, doch die Chance ist sehr hoch, wenn sich unter den Facebook Freunden auch jede Menge Kollegen befinden – wie im Falle des 52-Jährigen.

Auch Drohungen gegen den Chef 

Bei einem von ihnen ließ der Mitarbeiter per Pinnwandeintrag kein gutes Haar an seinem Chef, von dem er zuvor bereits zwei Abmahnungen erhalten habe, wie es heißt. Zu den Beleidigungen kamen auch noch Drohungen hinzu. Der Arbeitskollege antwortete über die Pinnwand. Was dem Arbeitnehmer nun zum Verhängnis wurde: Das Posting konnten nicht nur direkte Freunde lesen, sondern auch Freundesfreunde. Und so bekam auch die Personalsachbearbeiterin Wind von der Sache. Die Kündigung wurde ausgesprochen und der Arbeitnehmer klagte – ohne Erfolg.

Angeblich nur ein Bedienfehler

Eigentlich sei es vom Arbeitnehmer gar nicht gewollt gewesen, dass alle die Meinung lesen können, sagte sein Amwalt. Es sei nur ein Bedienfehler gewesen. Er wollte lediglich im privaten Chat Konversation betreiben. Weil der Chef selbst gar nicht zu seinen Freunden auf Facebook gehört, fühlte sich der Mitarbeiter sicher, weil die Beleidigung auch gar nicht persönlich ausgesprochen wurde.

Richter sahen Arbeitgeber im Recht

Seitens der Firma wurde aber argumentiert, dass sich der Mitarbeiter auch negativ über einen Kunden geäußert hat, was eine wirtschaftliche Schädigung der Firma hätte nach sich ziehen können. Und die Verbreitung, der Arbeitgeber hätte seinem Mitarbeiter Abmahnungen ausgesprochen, entspräche auch nicht den Tatsachen. Die Richter sahen die Firma im Recht. Begründung: Die weite Verbreitung der Äußerung im Internet sei im Grunde betriebsöffentlich. Und neben den Beleidigungen sei auch noch eine Drohung ausgesprochen worden. Das Argument mit dem Bedienfehler ließ das Gericht ebenfall nicht gelten.

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Ein Kommentar zu “Kündigung: Mitarbeiter beleidigt Chef auf Facebook”

  1. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Zwar gibt es kein Gesetz in diesem Fall, jedoch sollten die Spielregeln des Internets bzw. von Facebook mittlerweile bekannt sein.
    Klar, Fehler passieren, keine Frage, nichtsdestotrotz kann man einen gewissen gesunden Menschenverstand voraussetzen. Finde ich.

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