Was hat Klout mit dem Thema „Search“ zu tun? Grundsätzlich nicht viel, doch jetzt gibt es eine Kooperation mit Bing. Hintergrund: Klout will wissen, nach welchen Personen im Internet oft gesucht wird. Dabei geht es aber nicht um die Anzahl der Suchergebnisse, sondern konkret um die Zahl der Anfragen, die bei Bing zu einem bestimmten Namen eintrudeln. Im offiziellen Blog von Klout führt man das Beispiel Warren Buffet an. Der Finanzmogul hat zwar einen Twitter Account, von diesem bisher aber nur drei Tweets abgesetzt. Eine solche Person kann nach den herkömmlichen Maßstäben von Klout schlicht und ergreifend nicht einflussreich sein. Der Klout Score von Warren Buffet wäre entsprechend niedrig. Doch würde das die wahren Verhältnisse wiederspiegeln?

Klout misst, wie oft nach Personen gesucht wird

Klout braucht mehr Daten

„Nein…“, hat man sich auch bei Klout gedacht und überlegt, wie man dieses Problem beheben könnte. Denn Fakt ist: jemand wie Warren Buffet ist auf jeden Fall einflussreich, im echten wie im digitalen Leben – auch wenn er im Social Web nicht stattfindet, weil er keine Profile bei Facebook, Twitter oder Google+ hat.

Gemeinsam mit Bing hat sich Klout eine relativ einfache Lösung einfallen lassen, bei der es im Kern eigentlich nur darum geht, wie oft nach einer bestimmten Person bei Bing gesucht wird. Gibt es also für jemanden deutlich mehr Suchanfragen, dann stuft Klout einen solchen Menschen als einflussreicher ein.

Nun ist der Klout Score ein Wert, der überwiegend vom Faktor „Masse“ abhängig ist. Das Problem besteht darin, dass eine Person, die laut Scout einflussreich ist (weil sie einen hohen Klout Score hat), das nicht auch zwingend wirklich ist, wenn zum Beispiel die Qualität der Aussagen generell ein bestimmtes Niveau unterschreitet.

Sinnvolle Kooperation mit Bing

Die neue Kooperation mit Bing löst dieses Problem nicht, aber: in vielen Fällen gibt es eben einen Zusammenhang zwischen einem hohen Klout Score und der „Wichtigkeit“, wie sie im Internet bei einer Person tatsächlich wahrgenommen wird.

Die Anzahl der Suchanfragen zu einem bestimmten Namen zu erfassen ist jedenfalls kein unkluger Schritt. Für Klout bedeutet es, dass man so noch mehr Daten für den eigenen Algorithmus bekommt. Bei Bing sorgt das für eine weitere Aufwertung der Suchmaschine. Das ist notwendig, schließlich hat man gegen Google noch immer nicht wirklich etwas zu melden.

Apropos Google: warum kooperiert Klout bei einem solchen Projekt nicht mit Google? Die Antwort liegt aus meiner Sicht auf der Hand. Google will mit Google+ selbst den Einfluss von Personen messen können. Dank der Suche und dem AuthorRank wird das meiner Ansicht nach auch schon bald möglich sein und die Verknüpfung von Inhalten eben mit dem AuthorshipMarkup wird dafür sorgen, dass das auch gelingt.