Im Internet ist es eng geworden. Immer neue Websites drängen in das WWW und es war nur eine Frage der Zeit, bis die herkömmlichen Domains aufgebraucht sind. Zwar bekommt man auch jetzt noch Domains, die mit .com oder .de enden – die Auswahl zum Beispiel bei den generischen Suchwörtern, die ja im Hinblick auf eine hohe Sichtbarkeit bei Google nicht unwichtig sind, ist aber deutlich gesunken. Da ist es gut, wenn von Zeit zu Zeit neue Domain-Endungen eingeführt werden, die Nachzüglern die Möglichkeit geben, ebenfalls mit einem attraktiven Namen online präsent zu sein. Vor ein paar Jahren hat man das auch schon versucht. Domain-Endungen wie .biz, .info oder auch .eu konnten sich aber nicht wirklich durchsetzen. Was ist nun also anders als damals?

Ja, wir brauchen neue Domain-Endungen! Oder?

Sinnvolle Domain-Endungen

Bei den neuen Domain-Endungen hat man sich ein paar mehr Gedanken gemacht und auch etwas mehr in Richtung Marketing geblickt. Lokale Bedürfnisse spielen ebenfalls eine große Rolle bei den neuen Domain-Endungen. Die Bezeichnung eines bestimmten Thema ist zusätzlich einer der großen Treiber für die neuen Domains. So kann man sich eine Domain registrieren, die auf .mp3 oder .blog endet.

Auch Endungen wie .shop oder .berlin sind möglich, wodurch die Vielfalt an neuen Domains im Internet der kommenden Jahre kräftig nach oben gehen dürfte. Allerdings: Nicht alle neuen Domains sind auch für alle registrierbar und natürlich wurden die neuen Endungen nicht aus lauter Nächstenliebe aus der Taufe gehoben. Mit Domain-Endungen wie .apple, .windows oder .audi will man natürlich Geld verdienen, denn diese Endungen sind nur den Firmen vorbehalten, die auch so heißen, wie es die Endung vermuten lässt.

Mit dieser Vorsichtsmaßnahme wird von Anfang an versucht, Missbrauch zu vermeiden, denn als das Internet vor 20 Jahren noch neu und unbekannt war, registrierten sich viele Leute .com- oder .de-Domains bekannter Marken. Einige Brands mussten dann schon besetzte Domains teuer freikaufen. Solche Dinge sollen nun vermieden werden. Das ist sinnvoll, weil es erstens viel Ärger erspart und zweitens im Sinne der Firmen ist – und in dem der Verbraucher.

Im Internet herrscht Platzmangel

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Auf der oben abgebildeten Infografik sieht man zudem noch, wie der bisherige Zeitplan war: Seit Anfang 2014 ist die Registrierung der neuen Domain-Endungen möglich. Zwar sind noch immer nicht alle Endungen erhältlich, es kommen aber ständig neue hinzu. In ein paar Monaten wird das Prozedere dann bekannt und etabliert sein. Wie gut sich die neuen Domain-Endungen durchsetzen werden? Das lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer sagen.

Einerseits bieten die neuen Domain-Endungen sehr viele Chancen für neue Online Shops, neue Blogs und weitere Geschäftsmodelle, die das Web, so wie wir es kennen, bereichern können. Auf der anderen Seite ist nicht sicher, ob die neuen Endungen von den Internet-Usern überhaupt angenommen werden. Es gibt in dieser Hinsicht Parallelen zu den eingeführten Domains, die auf .biz, .info und .eu enden. Viele dieser Domains wurde dazu genutzt, um Spam-Projekte aufzubauen, die auch bei Google keinen guten Ruf genießen.

Folge: Viele seriöse Unternehmen schrecken bis heute davor zurück, solche Domain-Endungen zu registrieren. Die Geschichte muss sich allerdings nicht wiederholen. Die neuen Domain-Endungen haben in vielerlei Hinsicht den großen Vorteil, dass sie aufgrund genauer Bezeichnungen deutlich erkennbar sind. Eine Domain, die auf .shop endet, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch einen Online Shop beheimaten – alles andere wäre aus Sicht des Marketings nicht nachvollziehbar und würde keinen Sinn ergeben.

Fazit

Neue Domain-Endungen sind sinnvoll, weil es im Internet immer enger wird. Die Zahlen zu der Menge der in den letzten Jahren registrierten Domains sprechen eine deutliche Sprache. Will man neue Geschäftsmodelle im Internet nicht schon von Beginn an benachteiligen, muss man ihnen auch die Chance bieten, mit etablierten Anbietern mithalten zu können. Aus diesem Blickwinkel sind die neuen Domain-Endungen ganz klar zu begrüßen. Die Akzeptanz in der digitalen Bevölkerung wird zeigen, ob das Konzept aufgeht oder ob die User letztendlich auch in 5 oder 10 Jahren noch immer auf .de- oder .com-Domains fixiert sind.