Location Based Services wie Facebook Places, Gowalla oder Foursquare haben derzeit ein Problem, denn sie wachsen nicht in dem Maße, wie man das vor ein oder 2 Jahren noch prognostiziert hatte. Nach einer aktuellen Studie von ComScore nutzen in den USA weniger als 18 Millionen Bürder regelmäßig Facebook Places, Foursquare oder Gowalla.

Ein eher ernüchterndes Ergebnis. Bedenkt man die Tatsache, dass es in den USA 155 Millionen aktive Facebook Nutzer gibt, dann wird deutlich, dass das Potenzial von Facebook Places noch lange nicht ausgeschöpft ist. Aber wird es dazu jemals kommen? Fraglich. Derzeit fehlt ortsbasierten Diensten scheinbar noch eine eindeutige „Killer App“. Es stellt sich die Frage nach dem Nutzen dieser Dienste. Freunden einfach nur mitzuteilen, wo man sich derzeit befindet, erscheint vielen offenbar schlicht und ergreifend zu langweilig. Auf der anderen Seite gibt es Probleme mit dem Datenschutz – nicht jeder will, dass seine Freunde wissen, wo er sich befindet.

Die ComScore Studie macht deutlich, dass es noch ein langer Weg ist, bis Facebook Places, Gowalla oder Foursquare richtig durchstarten. Interessante Fakten liefert die Studie aber auch heute schon: Frauen sind ein wenig aktiver, wenn es darum geht, den eigenen Standort mitzuteilen, 3 von 4 Personen nutzen ein Smartphone zum Einchecken und erstaunlicherweise scheinen ortsbasierte Dienste vor allem bei Jugendlichen nicht wirklich populär zu sein – sogar die Altersgruppe der über 65-Jährigen ist aktiver als die 18- bis 24-Jährigen.