Für wen wurde das Internet gemacht? Wer macht das Internet? Ursprünglich handelte es sich bei dem Internet um eine Erfindung, die zu Anfang vor allem an Universitäten zum sinnvollen Austausch von wissenschaftlichen Dokumenten dienen sollte. Daraus entwickelte sich das zivile Internet, so wie wir es heute kennen. Über 20 Jahre ist das schon her und letztendlich hat sich gezeigt, dass das zivile Internet in großen Teilen auch heute noch von Usern für User gemacht wird. Selfies, Cat-Content, aber auch sehr viel hochwertige Informationen zu jedem nur erdenklichen Thema werden via Social Media erstellt, veröffentlich und geteilt. Da ist es kein Wunder, wenn das heutige Internet an seine Grenzen stößt. Anbieter wie Vodafone müssen da handeln und tun das auch. Vier Milliarden Euro will der Kommunikationskonzern in sein Netz und – besonders angenehm – in seine Servicequalität. Passend zum „Internet der User“ startet dafür jetzt eine neue Kampagne, die 100%ig auf User Generated Content setzt.

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Gregor Gründgens ist als Director Brand Marketing für die Marke Vodafone in Deutschland zuständig und erklärt im Interview, warum Vodafone so große Summen in den Ausbau seines Netzes steckt, was man sich davon verspricht und warum der User im Mittelpunkt stehen muss.

Morgen startet im Fernsehen der Spot zur neuen Vodafone-Kampagne. Was ist das Besondere an der Kampagne?

Gregor Gründgens: Vodafone investiert vier Milliarden Euro in ein noch besseres Netz und noch mehr Servicequalität. All das Geld nehmen wir in die Hand, damit unsere Kunden genau die Dinge im Netz tun können, die ihnen wichtig sind. Was genau das ist, wissen unsere Kunden viel besser als wir, deswegen stellen wir ihren Content ins Zentrum unserer Kampagne und bringen die Vielfalt und Faszination des Netzes auch ins Fernsehen. Mit Spots, die aus User Generated Content bestehen und sich über die Kampagne hinweg immer wieder neu erfinden.

Wie können sich Nutzer beteiligen?

Gregor Gründgens: Die Nutzer stehen im Zentrum der Kampagne. Sie können ihren Content auf einer eigenen Microsite hochladen und die besten Einsendungen werden regelmäßig Teil unserer Spots. Außerdem können die Nutzer ab Ende Mai eigene Filmversionen erstellen und über die Plattform teilen. Wir machen sie also zu den Regisseuren unserer gemeinsamen Spots.

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Wo ruft Vodafone zur Beteiligung auf?

Gregor Gründgens: Über klassische und digitale Kanäle, im Social Web und über den Spot selbst.

Eine große Kampagne zum Thema Social Media ist für Vodafone kein Neuland, bereits 2009 gab es einen Anlauf.

Gregor Gründgens: Stimmt, wir waren 2009 sehr früh dran mit dem Thema, haben aber die Stimmung im Netz und unsere Rolle als Marke einfach falsch eingeschätzt. Zudem haben wir auch handwerkliche Fehler gemacht. Trotzdem: Die Strategie von 2009 war richtig und die aktuelle Kampagne ist in gewisser Weise die Weiterentwicklung des damaligen Ansatzes.

Wo sind die größten Unterschiede im Netz zwischen damals und heute?

Gregor Gründgens: Die Möglichkeiten im Netz haben sich enorm weiterentwickelt. Es kam in den letzten Jahren zu einer unfassbaren Explosion der Kreativität und Tools. Natürlich gab es 2009 auch bereits Fotos und Videos im Netz, die von Nutzern erstellt wurden. Aber mit den jetzt verfügbaren Kameras, Apps und Filterfunktionen haben die Inhalte in der technischen Qualität nochmal zugelegt. Auch im Jahr 2009 konnte jeder seine zehn Minuten Berühmtheit im Netz bekommen, aber heute kann er dabei auch noch richtig gut aussehen. Der Selfie-Boom ist nur eine Manifestation dieser Entwicklung. Wir sehen so etwas wie die Professionalisierung der Amateure: „Citizen Creative“.

Stellt die aktuelle Kampagne denn eine Art Wendepunkt für das Marketing von Vodafone dar? Wird jetzt alles digital und user-generated?

Gregor Gründgens: So weit würde ich nicht gehen. Aber wir sind auf einem guten Weg, der Wendepunkt ist heute für uns zumindest zu sehen. Wir haben in den vergangenen Monaten auf allen digitalen Kanälen hart daran gearbeitet, offener zu werden und auf die Kunden zuzugehen. Das ist für mich die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Markenarbeit.

Mit welcher Agentur hat Vodafone für die neue Kampagne zusammengearbeitet?

Gregor Gründgens: Die Hamburger Agentur Jung von Matt ist für diese Kampagne verantwortlich und hat auch den Spot produziert. White Horse Music hat sich um die Musik im Spot gekümmert, die in unseren Spots ja immer eine besondere Bedeutung hat. Der Titel, den man im Spot hört, heißt „Wolves“ und kommt vom Electro-House-Duo Digitalism (feat. Youngblood Hawke). Dahinter stehen die beiden Hamburger Jens Moelle und İsmail Tüfekçi.