Eigentlich ist es immer noch ein Rätsel, warum der Internet Explorer unangefochten der beliebteste Browser ist. Er ist langsamer als die Konkurrenz, störanfälliger, virendurchlässiger und mit weniger Features ausgestattet – und wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen der anderen Browser. Vermutlich ist die Verbreitung im Schlepptau von Windows nach wie vor für die „Beliebtheit“ verantwortlich. Wer sich als User in den vergangenen Jahren an den Internet Explorer gewöhnt hat, der bleibt scheinbar auch dabei. Jedenfalls liegt er ganz vorne, gleich dahinter folgen Mozilla Firefox und der im Vergleich zur Konkurrenz noch relativ neu am Markt befindliche Google Browser, der auf den schönen Namen Chrome hörst. Platz vier kann Safari für sich in Anspruch nehmen und nur noch untergeordnet fällt Opera auf. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Untersuchung der Marktforscher von Netmarketshare.

Internet Explorer bleibt beliebtester Browser

Windows 8 am beliebtesten

Bei den Betriebssystemen steht Windows 8 ganz oben, auch wenn es damit seit Monat (zumindest von der öffentlichen Wahrnehmung her) immer wieder massive Problem gibt.

Der Marktanteil des Internet Explorers 11 ist gestiegen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass er auch für Windows 8 Geräte genutzt wird und dort seinen Dienst überwiegend einwandfrei verrichtet. Unter diesem gestiegenen Markanteil haben aber nicht etwa ältere Versionen zu leiden, ganz im Gegenteil.

Verliert der Internet Explorer 10 leicht an Marktanteilen, kann der Internet Explorer 8 sogar hinzugewinnen und stellt somit die nach wie vor beliebteste Variante des Browsers aus dem Hause Microsoft dar – weltweit betrachtet. Und mit seiner aktuellen Verbreitung lässt er auch Firefox und Chrome hinter sich.

Chrome-Zahlen stagnieren

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Während sich der Internet Explorer mit all seinen Versionen also in seiner Popularität halten kann, gerät der googlesche Browser Chrome erstaunlicherweise in die Defensive, denn hier stagnieren die Zahlen. Weltweit gesehen kommt Chrome mit seiner aktuellen 31. Version nur auf 7 Prozent Marktanteil, wobei er ein ganz leichtes Wachstum nachweisen kann.

Die aktuelle Version 25 des Firefox-Browsers von Mozilla erreicht allein 10 Prozent Marktanteil, bei allen älteren Versionen muss Firefox aber Verluste hinnehmen. Insgesamt kommt der Internet Explorer auf über 58, Firefox auf knapp 19 und Chrome auf mehr als 15 Prozent beim weltweiten Marktanteil, wenn man alle Versionen jeweils zusammenzählt.

Safari von Apple und der Opera-Browser sind die klaren Verlierer, denn mit ihren geringen Marktanteilen spielen sie faktisch keine Rolle.

Sind Browser-Nutzer Gewohnheitstiere?

Die Zahlen zeigen deutlich, dass sich ein technisch überlegener Browser nicht zwingend durchsetzen muss. Der Internet Explorer hat nach wie vor sehr viele „Wirte“, mit deren Hilfe er sich weit verbreiten kann. Gemeint ist hier das Betriebssytem Windows, auf dem der Internet Explorer natürlich viel stärker integriert ist, als das bei Chrome von Google und Firefox von Mozilla der Fall ist.

Mit Chrome hat Google immerhin schon das Ziel erreicht und hat Safari und Opera sowie viele andere Browser hinter sich gelassen. Bis man zu Firefox aufschließen oder gar einen echten Angriff auf den Internet Explorer starten kann, wird aber noch viel Zeit vergehen.

Die Zahlen beziehen sich wohlgemerkt nur auf den stationären Sektor, also auf Desktop PCs. Bei mobilen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Phablets dürfte der Google-Browser Chrome eindeutig die Nase vorn haben, gefolgt von Safari. Mobil spielt der Internet Explorer keine Rolle und ist somit nicht gerüstet für den Wachstumsmarkt der kommenden Jahre.