Ist der Facebook Pixel ein modernes Wunder des Online Marketings? Letztendlich handelt es sich um einen Textschnipsel für deinen HTML Code. Sinnvoll eingesetzt bringt der Facebook Pixel dir diverse Vorteile – unter anderem die Möglichkeit, sehr genaue Zielgruppen für deine Facebook Ads zu erstellen. Doch reicht das schon für ein Wunder? Fakt ist, dass du mit dem Facebook Pixel ziemlich genau herausfinden kannst, wie zum Beispiel die User auf deiner Website ticken. Und wenn du dieses Wissen für dich nutzen kannst, um selbst bessere Facebook Ads zu bauen und damit erfolgreicher zu sein, dann kann das für dein eigenes Business tatsächlich zu einem echten Wunder werden. Doch wie setzt du den Facebook Pixel am besten für dich ein und warum musst du dich mit diesem Thema bis spätestens Ende Juni befassen?

Das Wunder des Facebook Pixels

Das Wunder des Facebook Pixels (Quelle: Facebook)

Der Facebook Pixel, dein Freund und Helfer

Genau darum geht es in der 19. Episode meines Internet Marketing Podcasts, denn ich habe mir gründlich angeschaut, was der Facebook Pixel überhaupt ist, wie er funktioniert, warum er für dich so nützlich ist und wieso du ihn meiner Meinung nach so schnell wie möglich einsetzen solltest. Außerdem gibt es ein paar nützliche Tipps, wie du deine Facebook Ads in Zukunft deutlich verbessert – denn letztendlich ist das der Hauptgrund, warum es den Facebook Pixel überhaupt gibt. Abonniere also am besten jetzt gleich den Internet Marketing Podcast bei iTunes oder hör dir die aktuelle Folge hier auf meiner Website an:

Shownotes

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Wie du den Facebook Pixel auf deiner Website integrierst
Umfangreiche Hilfen zur Nutzung des Facebook Pixels
Dynamic Product Ads richtig einsetzen
Infos zur rechtlichen Belangen bzgl. von Pixeln wie dem Facebook Pixel
Rechtskonformer Einsatz von Tracking Pixeln
Internet Marketing Podcast via iTunes abonnieren

Transkription

Internet Marketing Podcast Episode 19: Das Wunder des Facebook Pixels

Hey, hallo und herzlich Willkommen zur 19. Ausgabe des Internet Marketing Podcasts von bjoerntantau.com mit mir, Björn Tantau!

Ich möchte mich entschuldigen für die Verzögerung, denn wie ihr als aufmerksame Zuhörer mitbekommen habt, ist die letzte Folge leider ausgefallen. Das hatte keine technischen Gründe, eher ein bisschen zeitliche. Ich stecke zurzeit in einem größeren Projekt und da geht einfach viel Zeit für drauf. Deswegen hatte ich keinen Freiraum mehr die Episode planmäßig zu machen. Aber natürlich wird sie jetzt nachgeholt und erscheint dann mit einem Übersprung im Termin. Aber ich hoffe, dass euch das nicht von den Socken haut. Ich persönlich finde es nicht so tragisch. Natürlich bin ich bemüht immer einen konstanten Flow zu bringen mit Episoden, also alle zwei Wochen – jeweils also quasi jeden 1. und 3. oder 2. und 4. Montag, immer 14-tägig – sodass ihr euch auch darauf verlassen könnt, dass da was geht. Aber manchmal gibt es halt die Widrigkeiten des Alltags und dann klappt es nicht.

Nichtsdestotrotz bedanke ich mich für die Treue, dass ihr dann trotzdem immer wieder dabei seid, auch wenn es dann mal vier Wochen gedauert hat statt zwei. Und wie mir aufgefallen ist, sind wir ja schon bei Ausgabe 19 und nächstes Mal ist dann Nummer 20 dran, was dann ein klitzekleines Jubiläum wäre. Ich muss mal schauen, ob ich das etwas zelebriere oder ob ich bis Ausgabe 25 warte, weil das dann noch eine Zahl ist, die vielleicht ein bisschen mehr hergibt. Keine Ahnung – silberne Podcast Hochzeit oder so was. Da kann man ja vielleicht etwas machen, aber bis dahin schaue ich mal.

Ansonsten habe ich heute zum Thema Längeres Intro mal wieder eine Rezension mitgebracht von iTunes, die ich sehr gut fand und sie deswegen kurz vorlesen möchte. Und zwar ist sie von Schlurchi und sie wurde geschrieben am 30.05.2016, also noch gar nicht so alt:

„Allein die Tatsache, dass ich ihm auf Facebook folge, seinen Podcast mit Begeisterung höre und seine Blogbeiträge lese, sind doch schon Beweise dafür, dass Björn Tantau weiß, wovon er spricht. Man spürt seine Begeisterung und seinen Sachverstand. Besonders hervorheben möchte ich, dass all seine Tipps und Tricks sehr verständlich und direkt umsetzbar sind. Bei seinem Podcast gefällt mir besonders die Authentizität – schwieriges Wort – ein Versprecher, ein Räuspern, eine Wiederholung. Er liest eben nicht nur seinen Text vor, sondern erklärt scheinbar völlig frei, was ihm gerade so einfällt. Kurzum: Empfehlenswert.“

Lieber Schlurchi, liebe Schlurchi – wer auch immer du bist – super Rezension, vielen Dank dafür! Ich möchte darauf hinweisen: Diese Rezension ist nicht gekauft. Die ist tatsächlich so geschrieben worden, wie alle anderen Rezensionen auch. Natürlich ist da nichts gekauft, logischerweise. So einen Quatsch mache ich nicht, aber das hier ist eine, die ich besonders gut fand und da kann ich nur sagen: Super Sache! Schlurchi hat verstanden, worum es geht: Authentisch sein; da ist auch mal ein Räuspern mit drin; da ist auch mal ein Huster mit drin. Also Husten versuche ich zu vermeiden, aber mal ein Räuspern oder ein Ähm. Das kann manchmal nicht vermieden werden. Ähm… So wie gerade. Und er oder sie hat Recht: Das meiste von dem was ich hier erzähle ist tatsächlich frei gesprochen. Ich habe natürlich ein kleines Skript, an dem ich mich stichwortartig langhangele, aber das war es dann schon. Ich habe ein paar Bulletpoints auf vier DIN-A4 Seiten. Vier DIN-A4 Seiten deswegen, weil das sehr groß gedruckt ist. Ich benutze ja nicht so was wie ein Teleprompter – habe ich leider nicht. Das muss ich mir vielleicht irgendwann mal zulegen, weil das auch zum Podcasten ganz cool ist, glaube ich. Aber deswegen ist es ein ganz normaler Zettel, der etwas größer bedruckt ist, damit ich das entsprechend lesen kann. Auf jeden Fall: Danke für diese Rezension! Die finde ich super. Euch alle bitte ich darum, mir auch Rezensionen zu schreiben, wenn es euch gefällt, den Podcast auf iTunes abonnieren, bewerten. Erzählt Freunden, Bekannten, Kollegen davon – wer immer ihr meint sich dafür interessieren zu können, dem oder der bitte meinen Podcast empfehlen, wenn diese Person etwas über Internet-/Onlinemarketing lernen möchte.

So – die Ausgabe 19 heißt „Die Macht des Facebook Pixels“ und wenn ihr mich in den letzten Wochen intensiv verfolgt habt, im Newsletter zum Beispiel oder auch auf der Website: Es geht zurzeit relativ viel um Facebook. Das hat einen speziellen Grund. Den werde ich am Ende dieser Episode noch preisgeben, damit ihr auch wisst, warum das so ist. Aber bis hierhin nur kurz der Hinweis, dass es auch heute um Facebook geht, und zwar um den Facebook Pixel.

Wer von euch nicht weiß, was der Facebook Pixel ist: Das ist letztendlich die Kombination aus dem alten Conversion Pixel und dem Custom Audience Pixel. Ganz kurz zur Erklärung: Mit dem Conversion Pixel konnte man Conversions – also Konvertierungsvorgänge messen. Mit dem Custom Audience Pixel konnte man Zielgruppen erstellen. Custom Audience, also quasi selbst hergestellte, angepasste Zielgruppen. Und diese beiden Pixel wurden jetzt zusammengefasst zum Facebook Pixel. Dabei ist es letztendlich nur ein kleiner HTML-Schnipsel, ein Code für eure Website, den ihr da einsetzen müsst und dann können Zielgruppen für Werbekampagnen erstellt werden; es kann gemessen werden; es kann optimiert werden und damit werden geräteübergreifende Conversions möglich. Man kann Retargeting machen; man kann dynamische Ads erstellen usw.

Dieser Facebook Pixel sollte schon jetzt genutzt werden, denn ab Juli werden die alten Pixel platt gemacht. Nicht falsch verstehen: Platt gemacht ist wortwörtlich gemeint. Ab Juli werden die alten Pixel nicht mehr funktionieren. Das heißt, diese Kombination aus Conversion Pixel und Custom Audience Pixel, die jetzt in Facebook Pixel zusammengefasst wurde, die ist ab 1. Juli 100%-ig gültig und wenn ihr noch alte Pixel im Einsatz habt, dann werden die vielleicht noch für ein paar Tage funktionieren, aber letztendlich müsst ihr diese Pixel austauschen und den Facebook Pixel reinpacken. Es ändert sich nichts, wenn ihr diese beiden Pixel schon benutzt habt, denn – wie ich eben gesagt habe – der Facebook Pixel ist ja die Kombination aus den beiden alten Pixeln und insofern ist es völlig egal, was ihr jetzt macht. Es gibt sogar jede Menge Vorteile, da komme ich gleich zu.

Was geht mit diesen Facebook Pixeln? – Ich zähle es mal so auf, wie es mir in den Sinn gekommen ist.

– Zielgruppenretargeting
– Lookalike Audiences
– Conversion Tracking
– Conversion Optimierung
– Dynamic Product Ads
– Benutzerdefinierte Conversions

usw.

Und ein ganz neues Feature, was es früher so nicht gab ist, die Custom Conversion. Also eine benutzerdefinierte Conversion, wo ihr tatsächlich individuelle Vorgänge auf eurer Site tracken könnt und daraus Daten extrahieren, tracken, optimieren, nachverfolgen und Zielgruppen erstellen könnt, die dafür sorgen, dass eure Facebook Werbung besser funktioniert, als wenn ihr die Daten nicht hättet.

Thema Daten haben wir jetzt schon oft gesagt. Logisch: Daten = Datenschutz. Auch dazu sage ich nachher noch was und werde auch dazu ein paar Links in den Shownotes hinterlassen. Denn natürlich – wer hätte es anders gedacht – ist das Thema Datenschutz beim Facebook Pixel wieder ein ganz spezielles Thema und in Deutschland muss man immer ein bisschen aufpassen mit datenschutzrechtlichen Aussagen. Deswegen ist alles, was ich heute im Podcast sage, eine Anleitung, wie man den Facebook Pixel benutzen kann. Wenn ihr aber datenschutzrechtliche Bedenken habt, extrem große Bedenken, dann fasst diesen Podcast bitte nicht auf als Anstiftung zum Datenschutz Rechtsverstoß, sondern nur als Anleitung, wie man es machen könnte, wenn man es wollte und quasi im Datenschutz alles fein wäre. Letztendlich sage ich es euch so wie es ist: Wenn man in Deutschland datenschutzrechtlich Online Marketing machen möchte, dann kann man es nicht machen. Das stammt nicht von mir. Wir kennen es – es stammt von einem mir bekannten und sehr erfolgreichen Anwalt, der Spezialist ist für Social Media Recht. So ist es halt bei uns. Und speziell bei Facebook drehen auch die Datenschützer immer gerne durch und wollen da möglichst viel Sicherheit haben. Das heißt, ich gebe euch noch ein paar Hinweise zum Thema Datenschutz.

Was ihr jetzt von mir erzählt bekommt ist die rein technische- und marketingmäßige Einbindung des Facebook Pixels und was das Ganze bringt und was möglich ist. Wenn ihr es bei euch selber einsetzt, macht euch vorher Gedanken über die datenschutzrechtlichen Konsequenzen, die eventuell auf euch zukommen können. Das wollte ich nur vorne weg schicken, damit nicht der Eindruck entsteht, ich würde euch irgendwas erzählen und ihr macht das dann nachher und kommt dann nachher in Teufels Küche, weil irgendjemand euch abmahnt oder so. Also informiert euch selber über Datenschutz und schaut euch an, wie das bei euch auf der Website entsprechend machbar ist. Das ist alles in den Shownotes drin und ihr könnt es euch auf der Website entsprechend angucken.

Aber – zurück zum Thema: Facebook Pixel erstellen und installieren. Das wäre der erste Schritt, wie es losgehen würde, wenn ihr sagt – JA, ich will das Ganze nutzen. Das geht zum Beispiel im Werbeanzeigenmanager unter „Handlungen“ und dann „Option – Pixelcode anzeigen“. Dann kriegt man dort einen Code-Fetzen zum Integrieren und dann kann man auch die passenden Events definieren, die man tracken möchte. Die Übersicht zu den Events gibt es auch im Werbeanzeigenmanager. Die ist im Link und packe ich in die Shownotes, damit ihr euch in Ruhe angucken könnt, welche möglichen Parameter dort noch eingefügt werden müssen, damit ihr diese benutzerdefinierten Conversions – die Custom Conversions – auch benutzen könnt, weil die sehr spannend ist. In dieser umfangreichen Facebook Hilfe wird auch beschrieben, welche Details es für den Facebook Pixel gibt.

Also:

– Welche Details zum Erstellen sind wichtig?
– Wie installiere ich das auf der Website?
– Ereignisse anlegen und anpassen

und

– Grundlagen zum Schalten einer Kampagne.

All das steht dort auch mit drin. Dieses ganze Thema würde ich natürlich auch gerne in den Podcast hier heute reingepackt haben, aber das wird wirklich sehr, sehr umfangreich und alleine die Grundlagen zum Schalten einer Kampagne, die könnt ihr euch an anderen Stellen heraussuchen. Auch da habe ich nachher noch einen guten Tipp für euch. Aber ich packe auch hier einen Link in die Shownotes, damit ihr euch entsprechend anschauen könnt, wie das Ganze funktioniert und ihr mit dem Einbau des Facebook Pixels keine weltbewegenden Probleme habt. Letztendlich ist das ganz einfach. Schaut es euch alle mal an und dann bin ich sicher, dass ihr das nach spätestens 1,5 Versuchen hinbekommt.

Insofern gehen wir weiter im Text und gucken uns an: Was sind die genauen Vorteile dieses Facebook Pixels?

Wie schon gesagt, es ist ein kleines Schnipselchen HTML-Code und wenn ihr – wovon ich ausgehe – zum Beispiel sowas benutzt wie Google Analytics oder von mir aus E-Tracker oder andere Software, die irgendwas misst. Sogar Heatmaps sind Sachen die irgendwas messen, dann wird da immer irgendwo ein Code reingepackt. Und genau das ist der Facebook Pixel.

Das ganz simple Beispiel ist, das Erstellen einer Zielgruppe. Das heißt, ihr packt den Facebook Pixel auf eure Seite, der trackt da ein bisschen rum und dann kann man sich eine Zielgruppe erstellen, und zwar eine Custom Audience. Das heißt, aus den Besuchern der Website wird eine Custom Audience erstellt. Und basierend darauf lassen sich da auch wieder Zielgruppen erstellen und dann Lookalike Audiences – dazu aber gleich ein bisschen mehr. Grundsätzlich: Website Custom Audiences wäre dann quasi die Custom Audience von den Besuchern auf eurer Website. Die kann eingestellt werden in einem Zeitraum von zum Beispiel 30 Tage oder 60 Tage und dann werden die Personen getrackt, die entsprechend auf der Seite waren. Und je länger dieser Zeitraum ist, desto genauer wird natürlich die Custom Audience. Die gilt dann als Grundlage für Zielgruppen, die du zum Beispiel im Werbeanzeigenmanager – oder wie ich – empfehle im Power Editor erstellen kannst.

Die Zielgruppen sind die Grundlage für diese Facebook Ads. Also: Der Pixel liefert die Zielgruppe. Die Zielgruppe kann angepasst, erweitert, umgebaut werden und basierend darauf machst du deine Facebook Ad. Das funktioniert relativ gut. Der Grund des ganzen ist, dass Leute die zum Beispiel eine Website schon kennen und dort schon ein oder zwei Mal waren, dann eher auf eine Facebook Ad, die von eurer Seite kommt ansprechen, als Leute die euch komplett unbekannt sind oder die euch nicht kennen. Das ist quasi das Geheimnis des wärmeren Traffics im Vergleich zum kalten Traffic. Ihr kennt das: Wenn euch jemand anruft zum Beispiel zu Hause, Telefon Kaltakquise, das soll es ja noch geben, und ihr kennt die Person nicht, ihr kennt das Produkt nicht, dann ist die Chance, dass ihr da etwas kauft ziemlich gering. Genauso funktioniert das auf Facebook. Wenn man die Chance hat mit diesen Custom Audiences zu arbeiten und dort schon Leute zu suchen, die auf der Website drauf waren und immerhin schon einen Touchpoint hatten, dann ist das nicht die ultimative Garantie, dass die Facebook Ads 1A funktionieren, aber es ist die Garantie, dass sie besser funktionieren als komplett kalter Traffic. Und das ist immer das Wichtige, dass ihr euch vor Augen führt, wie dieses Prinzip funktioniert.

Das Interessante ist, dass diese Custom Audiences – das hat jetzt nichts mit dem Facebook Pixel zu tun, aber das ist auch sehr interessant – dass die auch mit E-Mail Listen funktionieren. Sprich: Angenommen ihr habt 20.000 E-Mails von Kunden, denen ihr eh schon Informationen schickt über den Newsletter, dann könnt ihr die E-Mail Adressen da rausnehmen und daraus eine Custom Audience bauen. Facebook gleicht dann die Daten ab, macht das verschlüsselt und schaut, wer von den Leuten, die in eurer E-Mail Liste sind, sind schon auf Facebook aktiv. Und auch da das Prinzip ganz einfach: Wenn es Leute gibt, die euch schon kennen über den Newsletter zum Beispiel und eure Inhalte schon konsumieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch auf Facebook zum Beispiel eine Werbung konsumieren deutlich höher, als wenn das Menschen sind, die von euch noch nie was gehört haben. Das ist der Vorteil.

Mit diesem Pixel lassen sich auch sehr spezielle Zielgruppen erstellen. Zum Beispiel Leute, die zwar ein Angebot in einen Warenkorb gelegt, aber nicht gekauft haben – also Kaufabbrecher. Und spätestens hier wäre es wirklich sehr, sehr, sehr faszinierend, wie ich finde. Mit Facebook ist es also möglich diese Kaufabbrecher, die euch quasi entfleucht sind aus eurem Websitekosmos, die könnt ihr mit dem Facebook Pixel wieder einfangen. Weil ihr dann genau die Leute findet. Ihr könnt das Event oder das Ergebnis so einstellen auf Facebook, dass nur die getrackt werden, die an diesem einen Punkt den Einkauf abbrechen. Also, die irgendwas in den Warenkorb legen und dann an irgendeiner Stelle von „Warenkorb bezahlen“ abbrechen. Bei den Leuten wisst ihr: Aha, die haben sich dafür interessiert. Die hatten schon Sachen im Warenkorb. Und wenn ihr es auf die Spitze treibt, dann könnt ihr das Produkt mit der erstellten Zielgruppe über diese Facebook Pixel erneut auf Facebook bewerben, wenn man die Leute auf Facebook wiederfindet. Das ist also sehr interessant. Und das ist ganz „simples Retargeting“. Darauf basiert das Ganze. Dass Leute irgendwo irgendwas getan haben – ihr kennt Retargeting. Ihr gebt bei Amazon ein „SEO Buch“ klickt irgendwo drauf, wo das SEO Buch drauf ist und dann werdet ihr von der Adwords Anzeige den Rest eures Lebens verfolgt. Egal wo ihr hin geht: SEO Buch, SEO Buch, SEO Buch!

Das ist teilweise nervig, klappt aber auch schon bei Facebook ganz gut. Und Amazon, Zalando, ich glaube Netflix ist auch ganz vorne mit dabei, was das Thema Retargeting angeht – das sind also die Advertiser, die versuchen euch wieder in den Handel reinzubekommen, indem sie sich angucken, welches Produkt ihr euch angesehen, aber nicht konsumiert habt. Und die versuchen euch dann auf Facebook wiederzufinden über die Zielgruppenerstellung beim Facebook Pixel und dann kriegt ihr quasi die Werbung dort nochmal angezeigt. Das war jetzt das Prinzip ganz simpel erzählt, aber so funktioniert es letztendlich, wenn man sich das Ganze mal angucken würde.

Es funktioniert tatsächlich ganz gut, leider aber auch manchmal dann, wenn man ein Produkt schon gekauft hat. Ich habe das neulich erlebt mit Tennisschuhen, die ich gekauft habe. Die wurden mir nocht – ich will nicht sagen Monate – aber bestimmt zwei, drei Wochen angezeigt, wo ich diese Dinger schon längst gekauft und auch benutzt hatte. Da klappt es dann halt nicht, aber auch dafür hat sich Facebook was Lustiges einfallen lassen. Wenn man das möchte, kann man zum Beispiel Dynamic Product Ads benutzen und die lösen dann dieses Problem mit dem falschen Retargeting teilweise, weil das nämlich datenbankbasiert ist. Da werden Datenbanken gepflegt. Das sind Produkt IDs und diese Produkt IDs können entsprechend dynamisch entfernt werden aus der Datenbank, wenn ein Kauf getätigt wurde. Deswegen heißt das Ganze auch Dynamic Product Ads, weil das entsprechend darauf ausgelegt ist.

Ein weiterer Vorteil bei diesen Dynamic Product Ads ist: Es gibt nur eine einzige Werbevorlage, also quasi ein Frame. Und diesen Frame kann man dann mit allen möglichen Anzeigen bespielen, die in dieses Schema hineinpassen. Das ist auch sehr praktisch. Auch das ist ein Bereich über den man eine komplette Podcast-Folge initiieren und auch produzieren könnte. Das mache ich auch vielleicht mal demnächst, aber für heute soll es mit diesem Kurzüberblick reichen. Ich habe natürlich auch zum Thema Dynamic Product Ads die Shownotes entsprechend bestückt und euch da etwas reingepackt, dass ihr euch darüber entsprechend informieren könnt und nicht so ganz auf dem Trockenen sitzen bleibt. Das zu dem Thema. Warum ich das anschneide? – Klar, auch hier geht es um den Facebook Pixel, weil auch hier der Facebook Pixel dort wo eingesetzt wird auf einer externen Website quasi eine der Grundlagen bildet, um das Ganze entsprechend in die richtige Bahn zu lenken. Deswegen wird jetzt dieser kleine Exkurs beendet.

Letztendlich und das muss man ganz klar sagen über den Facebook Pixel, es ist eine super Möglichkeit, um den Leuten nur die Werbung zu zeigen, die sie wirklich interessiert. Denn das ist ja der springende Punkt an Werbung, sei es nun Display Ads oder auch andere Werbeformen im Internet. Letztendlich weißt du nie genau, welcher User sich für den Konsum deiner Anzeige quasi eignet. Es kann sein, dass der Konsument 1A passt, weil es zum Beispiel um eine Seite geht, wo Sachen für Webmaster beworben werden und man weiß: Aha, diese Seite wird von 98% von Leuten besucht, die auch Webmaster sind. Wenn man das weiß, ist das super. Und dann kann man das entsprechend auch machen. Dann klappt auch die Werbung gut. Das Problem ist, dass natürlich so eine strenge und so eine harte Zielgruppeneingrenzung in den meisten Fällen überhaupt nicht gegeben ist.

Das heißt, in den meisten Fällen weiß man nicht so genau, wer interessiert sich für Werbung, also wer will welche Werbung sehen. Und auch, wenn ich zum Beispiel einen Podcast mache mit dem Thema Internet Marketing und heute geht es um den Facebook Pixel, dann hören sich das viele von euch an, aber ein paar interessieren sich möglicherweise ein bisschen am Rande auch für Facebook Pixel, es ist interessant das mal gehört zu haben, aber wenn ich sage, ich würde hier Advertising in der Show haben und einen Audiosponsor haben, der jetzt hinten und vorne einen Text bringen darf über sein Tool, mit dem man so richtig geil Facebook schalten kann, dann ist das möglicherweise für die Zielgruppe dieses Podcasts richtig, aber so 100%ig weiß man es nicht, weil entsprechend die Leute nicht so krass zu identifizieren sind, wie es über Facebook der Fall ist. Und wenn ich ein Facebook Pixel habe, kann ich es zum Beispiel so machen, dass ich auf der Landing Page, wo das Widget zum Soundcloud Modul ist, wie man sich den Podcast auf der Website anhören kann, dort könnte ich zum Beispiel den Facebook Pixel integrieren und dort entsprechend das Ganze tracken. Dann wüsste ich genau welche Facebook User zumindest die Seite aufgerufen haben, auf der der Podcast vorgestellt wird. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Person sich wirklich für das Thema interessiert schon etwas größer.

Letztendlich geht es darum: Der Facebook Pixel trackt viele Sachen mit, der ist ein Helfer und der kann dafür sorgen, dass eure Facebook Ads super genau werden und in der Folge auch viel erfolgreicher für euch, weil sie entsprechend die richtige Zielgruppe treffen und dann logischerweise auch die Reichweite möglicherweise limitiert sein mag, aber das was ihr ausgebt genau die richtigen Leute trifft. Und deswegen wird eurer Return On Ad Spending – abgekürzt ROAS – viel viel höher sein, weil ihr nicht diese leidigen Streuverluste habt, die man zum Beispiel kennt von TV-Werbung oder Radio Werbung oder auch von Banner Werbung auf irgendeiner Website. Die habt ihr dort nicht, es sei denn, ihr seid extrem nischig unterwegs. Dann wisst ihr natürlich wie eure Zielgruppe tickt. Bei Portalen mit mehreren Millionen Visits pro Tag oder pro Woche, da wird es schon etwas schwieriger, weil dort die Zielgruppe nicht mehr ganz so homogen ist. Natürlich ist es genau das, worum es beim Facebook Pixel geht und das ist das Coole daran. Das Coole ist, dass ihr wirklich damit die Zielgruppen so fein, so granular und so exakt wie möglich hinbekommen könnt, sodass ihr tatsächlich in Sachen Streuverlusten auf der sicheren Seite seid.

Und um noch einmal darauf zurückzukommen: Ja, es funktioniert und viele machen es. Aber ich habe es eingangs erwähnt: Es ist natürlich datenschutzrechtlich ein bisschen bedenklich, weil – und das ist der springende Punkt – ihr kennt es zum Beispiel von Google Analytics, wo ihr eure Seiten tracken könnt nach den Besucherinformationen. Da kann man zum Beispiel die IT-Adresse im Code analysieren lassen und dann ist das relativ safe. Beim Facebook Pixel ist es nicht ganz so einfach, weil der Facebook Pixel letztendlich dafür sorgt, dass Daten, die von außerhalb eingefangen wurden, auf Facebook abgeglichen werden mit privaten Nutzerdaten und das ist letztendlich der Knackpunkt, wo es Probleme geben kann. Deswegen müsst ihr da ein bisschen aufpassen. Aber auch dazu packe ich entsprechend in die Shownotes noch was rein. Was ihr auf jeden Fall machen solltet: Eure Datenschutzerklärung auf eurer Website entsprechend upzudaten und darauf hinweisen, dass der Pixel bei euch im Einsatz ist. Das ist keine 100%ige Sicherheit, aber wie gesagt, denkt an den Anwalt, den ich zitiert habe, wenn ihr in Deutschland datenschutzrechtlich konformes Online Marketing machen wollt, dann ist die Chance eigentlich ziemlich gering, dass ihr das wirklich machen könnt. Und genau das ist letztendlich das Problem. Man kann es nicht 100%ig vermeiden, aber ich muss auch aus meiner Verantwortung gegenüber euch, meinen Zuhörern, euch das Ganze erklären, damit ihr wisst, dass es zu – ich will nicht sagen juristischen Unwegsamkeiten kommen kann – aber mal gehört zu haben, dass man da aufpassen soll.

Letztendlich kann man nicht mehr dazu sagen, als das man dort ein bisschen aufpassen muss und ich packe natürlich Links mit dazu, die ich selber auch immer Leuten die mich fragen empfehle. Diese beiden Links sind in den Shownotes und die könnt ihr euch entsprechend anschauen und euch daran orientieren. Dann werdet ihr wahrscheinlich Aufklärung finden und ansonsten wäre mein Rat: Ich bin kein Anwalt, ich kann keine juristische Beratung leisten, deswegen: Wenn ihr Zweifel habt, geht zu einem Anwalt, der sich auf Social Media oder Internetrecht spezialisiert hat. Lasst euch eine Beratung geben. Meistens reicht schon eine halbe oder eine Stunde. Das ist nicht sooo teuer und bringt wirklich mehr, als wenn ihr später dann ein paar Abmahnungen ins Haus bekommt. Das ist ja immer nicht so cool. Insofern schön darauf achten!

Das war es auch für heute mit dem Facebook Pixel. Ich danke für’s Einschalten und möchte euch noch einmal bitten auf jeden Fall Bewertungen zu schreiben, den Podcast zu abonnieren, Freunden davon zu erzählen und nächstes Mal bin ich auch wieder im üblichen Turnus für euch da. Das heißt, wenn ihr den Podcast heute, am Montag hört, wo er erschienen ist, bin ich Montag in zwei Wochen mit einem neuen spannenden Thema – und dann mit Ausgabe 20 – wieder für euch da.

Bis dahin bleibt mir noch der Hinweis auf morgen, den 14. Juni. Denn da erscheint mein neues eBook zum Facebook Ads. Ihr werdet es hoffe ich mitbekommen. Ansonsten schaut auf meiner Facebook Seite rein – facebook.com/bjoerntantau. Da findet ihr am 14., also Dienstagmorgens einen Hinweis, wo ihr dieses neue eBook downloaden könnt. Ich freue mich, wenn ihr reichlich und zahlreich darauf zugreift und euch das Facebook Ads eBook anguckt. Ich verrate nur so viel: Es ist nicht nur einfach irgendein Facebook Ads eBook. Es ist DAS Facebook Ads eBook, was euch in die Lage versetzt, sehr, sehr viele Menschen auf Facebook erfolgreich zu erreichen und gleichzeitig sehr, sehr wenig Geld auszugeben. ROAS – stark positiv, ROI – Return Of Investment – stark positiv. Das sind glaube ich zwei Argumente, wo man sich das durchaus mal angucken könnte. Deswegen hoffe ich, dass ihr euch das Ganze anschaut und dabei seid. Wie gesagt: Morgen, am 14. Juni gibt’s das Ganze zum Download und entsprechend werde ich das auch auf meinen Kanälen announcen.

Das war es für heute, danke für’s Einschalten, ich wünsche euch eine schöne Zeit und wir hören uns in zwei Wochen wieder. Bis dahin, alles Gute!