Der Bereich der SEO Tools ist in den letzten Jahrem um zahlreiche Anbieter gewachsen und mittlerweile gibt es für jeden Geldbeutel ein passende Lösung. Die Preisspanne bewegt inzwischen von unter 100 bis zu mehreren tausend Euro – je nachdem, welche Leistungen man haben will oder braucht. Ich selbst habe mich mittlerweile an Lösungen, die direkt im Browser laufen, gewöhnt. Grundsätzlich macht dieser Ansatz auch am meisten Sinn, aber: es muss eben nicht immer so sein. Neulich bin ich zum Beispiel auf ASEOPS aufmerksam geworden und dieses SEO Tool läuft eben nicht als Webclient, sondern kommt als ein klassisches Programm daher – unter Windows. Für mich als Apple Nutzer ungewohnt, aber testen kann man solche Lösungen trotzdem mal.

Im Test: SEO Software ASEOPS

Einmalzahlung statt Abo

Aktuell liegt die achte Version von ASEOPS vor und man bekommt diese SEO Software für 348 Euro. Auf den ersten Blick mag das ein hoher Betrag sein, allerdings handelt es sich nicht um ein Abomodell. Dieser Preis ist einmalig zu zahlen.

Nur bei einem Update muss man erneut in die Tasche greifen. So werden 169 Euro fällig, wenn man von Version 7 auf Version 8 upgraden will. Allein diese Tatsache ist ein Unterschied zu anderen Anbietern, die monatliche Gebühren aufrufen, damit der Zugang gewährleistet bleibt.

Gegen ein solches Zahlungsmodell spricht zunächst nichts. Bei einem einmaligen Preis stellt sich für mich natürlich die Frage, ob die Software dann erstens auch entsprechend dauerhaft aktuell ist und ob sich schnell genug notwendige Updates realisieren lassen, wenn sich grundlegende Dinge im Bereich SEO ändern.

Eingebautes Projektmanagement

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Nach der Installation kann man sich umgehend mit ASEOPS an die Arbeit machen. Dafür gibt es eine Zentrale für Projekte, die entsprechend eingetragen werden müssen, damit man sie koordinieren kann.

Hier findet auch die Dateneingabe für die entsprechenden Projekte ein. So lassen sich Seiten überprüfen, die direkt auf einem Server liegen, was meiner Ansicht nach am sinnvollsten ist. Die Möglichkeit, lokale Dateien zu prüfen, gibt es ebenfalls.

Mich hat das aber nicht überzeugt und ich kann auch nicht nachvollziehen, warum man sich diese Mühe machen soll. Man kann schließlich auch online eine Testumgebung schaffen und entsprechend dort prüfen und optimieren.

Im Test: SEO Software ASEOPS

Mehr Struktur für die Analyse

In einem zweiten Schritt folgt dann die Ausgabe der Analyse. Hier „überzeugt“ ASEOPS mit einer relativ großen Datenflut. Ich erwähne diesen Faktor absichtlich ironisch. Hintergrund: auf den ersten Blick fühlte ich mich etwas erschlagen von der Vielzahl der „Erkenntnisse“.

Dabei sehe ich das Problem, dass eine Software wie ASEOPS, die sich aufgrund des moderaten Preises eher an Einsteiger richtet, hier möglicherweise über das Ziel hinausschießt. Weniger kann manchmal auch mehr sein.

Das soll aber nicht heißen, dass die Daten nichts taugen. Soweit ich das beim Test beurteilen konnte, sind die Daten durchaus brauchbar, auch wenn es zu den High End Tools nicht aufschließen kann (oder will). Wer Fehler und Optimierungspotenzial für seine Website finden will, den lässt ASEOPS aber nicht im Regen stehen.

Erster Überblick zum Linkprofil

Kein SEO Tool ohne Backlink Analyse. Das ist auch bei ASEOPS so. Mit der Windows Oberfläche lassen sich Verweise anzeigen, die auf eine Website zeigen. Diese Analyse zeigt grundsätzlich wichtigen Daten.

Der Ansatz von ASEOPS ist in diesem Bereich, auf der einen Seite zu zeigen, von wo die eigenen Backlinks kommen und wie viele Links sonst noch von der linkgebenden Seite abgehen. Außerdem werden Indizes wie der MozRank oder die DomainAuthority ermittelt.

Das bringt für einen ganz groben Überblick schon ein paar Infos, ist für eine echte Backlink Analyse aber zu wenig. Die Bewertung der Links wird dem Nutzer nicht abgenommen. Wünschenswert wäre gewesen, wenn zusätzlich Werte wie Domain- oder IP-Pop mitgeliefert würden, so dass eine Bewertung der Links leichter wäre.

Im Test: SEO Software ASEOPS

Quick Rating als globale Metrik

Als eigenen Gradmesser hat ASEOPS auch eine Art Sichtbarkeitsindex an Bord. Hier werden diverse (öffentliche) Metriken ausgelesen und dann zu einem „Quick Rating Index“ verarbeitet. Das erscheint auf den ersten Blick sinnvoll, kann man so immerhin vergleichen, wie man im Wettbewerb steht.

Grundsätzlich vermisst man aber auch hier ausreichend Hintergrundmaterial, damit man sich wirklich ein komplettes Bild machen kann. Für eine erste Analyse und einen grundsätzlichen Check, wie man mit seiner Seite aktuell performt, ist das Konstrukt aber recht praktisch.

Das gilt übrigens auch für andere Funktionen, die ASEOPS mitbringt. So kann man die eigenen Rankings prüfen und monitoren und mit einem eingebauten Keyword Tool auch Wörter finden, die sich für die eigene Website lohnen.

Fazit

ASEOPS ist als SEO Software für Einsteiger sinnvoll. Wer wie die meisten User gewohnt ist, mit Programmen auf Windows zu arbeiten, wird sich schnell zurechtfinden. Das Vorhandensein der meisten grundsätzlichen Analysemöglichkeiten fällt positiv auf.

Für eine grundlegende Analyse der eigenen Website (oder auch der von Mitbewerbern) lässt sich ASEOPS einsetzen. Dabei muss man allerdings vorab darüber Bescheid wissen, dass die Software größtenteils wirklich nur Daten liefert – und keine Interpretation dieser Daten.

Die Schlussfolgerungen, was nun wirklich zu tun ist, muss man als Webmaster immer noch selbst ziehen. Das ist in vielen Fällen allerdings auch bei anderen SEO Tools der Fall. Preislich gesehen ist ASEOPS für den kleinen Geldbeutel gedacht und deckt dafür auch einen großen Teil aller Funktionen ab, die man dafür erwarten kann.