Der Dienst „Topsy“ ist sicherlich vielen von euch, die mit Twitter zu tun haben, ein Begriff. Das Angebot bezeichnet sich selbst laut Website als „Real-time search for the social web“. Und in der Tat: Mit Topsy kann man relativ gut recherchieren, welche Themen derzeit angesagt sind und vor allem, welche Personen besonders aktiv sind. Aber kann ein solches Angebot wie das von Topsy auch beim Linkaufbau helfen?

Ja, es kann! Allerdings muss ich hier gleich einhaken, denn ich spreche nicht vom „herkömmlichen“ Linkaufbau. Vielmehr geht es um das Thema „Social Linkbuilding“. Linkaufbau also, der soziale Netzwerke wie Twitter betrifft. Das Prinzip ist recht einfach. Obwohl Links aus Twitter nofollow sind, werden sie von Suchmaschinen wie Google dennoch berücksichtigt. Es steht zu vermuten, dass das nicht in gleichem Maße wie bei einem herkömmlichen Content-Link der Fall ist, aber immerhin.

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Beim Social Linkbuilding geht es in erster Linie auch nicht so sehr um die Links, die aus sozialen Netzwerken generiert werden. Die sind zwar auch wichtig, aber interessanter ist 1. die Verbreitung eigener Botschaften (und somit eine Erhöhung der Reichweite der eigenen Website) und 2. die indirekten („echten“) Verlinkungen, die durch Links in sozialen Netzwerken entstehen. Damit das passiert, muss man natürlich in einem ersten Schritt erst eine entsprechende Reichweite mit seinem sozialem Output erzielen. Und hier kommt Topsy ins Spiel, denn mit Topsy kann man recht gut reichweitenstarke Multiplikatoren ausfindig machen. Diese Leute braucht man, damit man überhaupt eine Reichweite aufbauen kann.

Doch wie geht man am besten vor?

Nun, zunächst sucht man via Topsy zu einem bestimmten Keyword nach aktuellen Ereignissen. Im Falle von Twitter also nach Tweets (obwohl man mit Topsy auch andere Netzwerke – neuerdings auch Google Plus – durchforsten kann). Topsy bietet eine Suche in diversen Sprachen, darunter auch auf Deutsch. Heute ist für eine solche Suche z. B. nach dem Keyword „Facebook“ ein recht guter Tag, denn die Story mit der prozentualen Rate der Einbrecher, die via Facebook nach geeigneten Objekten zum Ausrauben suchen, hat sich sehr gut verbreitet – auch dank diverser Multiplikatoren!

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Führt man die Suche aus, dann zeigt Topsy, wer über das Thema getwittert hat. Damit aber nicht genug, denn der eigentlich wichtige Punkt ist die Angabe, wer das außer den abgebildeten Personen noch getan hat. Im Falle des Screenshots sehen wir, dass es „75 more“ waren.

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Klickt man auf diesen Wert, dann landet man auf einer weiteren Auswertungsseite, die anzeigt, wer genau sich unter diesen Personen befindet. Und das ist der eigentlich interessante Punkt, denn Topsy führt eine Berechnung aus, wie einflussreich welcher User bei Twitter ist. Das wird z. B. mit den Bezeichnungen „Influential“ oder „High Influential“ dargestellt.

Jetzt hat man grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man springt direkt auf den Content-Zug auf und twittert ebenfalls über das Thema. Will man sich aber Traffic und Links sichern, dann sollte man sinnigerweise einen eigenen Text zu dem Thema verfassen und dann selbst darüber twittern. Aufgrund dessen, dass das Thema aktuell sehr beliebt ist, kann man davon ausgehen, dass man so selbst ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit erregt.

Der zweite Weg ist deutlich anspruchsvoller, denn hier versucht man, die Multiplikatoren (also die einflussreichen „Influencer“) direkt für sich einzuspannen. Das geht natürlich nur, wenn man in irgendeiner Weise mit diesen Personen verbunden ist – oder mit Ihnen Kontakt aufnimmt. Prinzipiell unterscheidet sich diese Vorgehensweise nicht großartig vom traditionellen Linktausch: Man spricht einen Multiplikator an und bittet darum, dass ein eigener Tweet mit einem Retweet belohnt wird (sofern es sich um gute Inhalte handelt, sollte das grundsätzlich nicht unmöglich sein). Im Gegenzug muss man natürlich auch etwas dafür geben – einen RT von sich aus kommt meistens gut an.

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Selbstverständlich gelten bei einer solchen Kontaktaufnahme die gewohnten Regeln, die man auch aus dem Bereich „Outreach“ kennt. Im allerbesten Fall bemüht man sich, selbst „Highly Influential“ zu werden. Auch hier sollte das mit Inhalten, die sich durch Mehrwert auszeichnen, mittel- bis langfristig klappen.

Durch die Verbreitung des eigenen Tweets entstehen neue „Social Links“, die wiederum zu einer größeren Reichweite führen. Hat man ein richtig gutes Thema, dann wird das mit Sicherheit auch von echten Websites und Blogs aufgegriffen, die dann den Inhalte mit „echten Links“ belohnen. Grundsätzlich also eine feine Sache, die sich in der Zusammensetzung des Linkprofils als natürlicher Prozess bezahlt machen kann.