„Weißer Adler auf weißem Grund – die ostfriesische Nationalflagge.“ Diesen Spruch hab ich mir nicht selbst ausgedacht, er stammt von Longterm-Comedian Otto Waalkes – und der Spruch hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Aber… weißer Inhalt auf weißem Grund? Da war doch was. Richtig, die Sache mit den versteckten Inhalten (in SEO-Kreisen auch „Hidden Content“ oder „Hidden Text“ genannt). Eigentlich eine Todsünde und ein guter Grund, bei Google aus dem Index zu fliegen. Aber ist „Hidden Content“ wirklich verboten?

Prinzipiell ja, sofern man sich nicht clever anstellt. Fakt ist: Bringt man Keywords auf der eigenen Website in weißer Schrift auf weißem Grund unter und Google bemerkt das, dann kann es zu einer Abstrafung kommen (auch der Verweis aus dem Index ist möglich, man darf dann erstmal nicht weiter mitspielen).

Hidden Content richtig einsetzen

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Unsichtbare Texte sind also nicht erlaubt. Allerdings ist „unsichtbar“ nicht gleich „unsichtbar“, denn wie ich oben schon erwähnt habe, kann man sich auch mit „Hidden Content“ wunderbar im Bereich „White Hat SEO“ bewegen… wenn man sich eben clever anstellt.

Eine recht eindrucksvolle Dokumentation zu diesem Thema habe ich jetzt bei der SEMGroup gefunden. Dort wird erklärt, wie man „Hidden Content“ richtig einsetzt, ohne dabei das Risiko einzugehen, von Google abgestraft zu werden. Allerdings sollte man sich da an vier einfache Regeln halten, um nicht zu den bösen Jungs zu zählen:

1. Nutzerfreundlichkeit

Der „Hidden Content“ sollte zur Verbesserung der User Experience beitragen und nicht etwa dafür sorgen, dass der Nutzer einer Website abgeschreckt wird.

2. Dynamische Einbindung

Der versteckte Inhalte sollte bei einem bestimmten Ereignis während des Surfens aktiviert und angezeigt werden. Das kann z. B. beim Laden des aktuellen Browserfensters sein oder auch beim Klick auf ein Element. Der Nutzer sollte das entscheiden und dementsprechend ist auch auf die Einbindung zu achten.

3. Zugriffsmöglichkeiten

Der „Hidden Content“ sollte immer so aufbereitet werden, dass er auf allen Geräten lesbar ist (dazu zählen also nicht nur Desktop-PCs und Laptops, sondern auch iPhones, iPads oder andere Smartphones).

4. Sichtbarkeit

Da das Prinizp der Einbindung von „Hidden Content“ maßgeblich durch JavaScript gesteuert wird, müssen die betreffenden Inhalte auch dann sichtbar sein, wenn kein JavaScript aktiviert ist. Um das zu testen, muss Javascript entsprechend einfach nur ausgeschaltet werden. Kann man den Inhalt dann sehen, ist man auf der sicheren Seite.

Ob dieses Prinzip immer und an jeder Stelle reibungslos funktioniert, kommt mit Sicherheit noch auf andere Faktoren an. Gegenüber der „traditionellen“ Variante, Inhalte zu verstecken, ist diese JavaScript-Methode aber auf jeden Fall meines Erachtens eher zu empfehlen, weil man ja eigentlich aktiv nichts versteckt. Eine Suchmaschine wie Google sollte an diesem Prinzip dementsprechend grundsätzlich nichts auszusetzen haben.