Glaubt man aktuellen Branchenmeldungen, dann könnte sich beim Social-Gaming-Giganten Zynga ein Paradigmen-Wechsel ankündigen. Die Firma, die mit Social Games wie „Farmville“ groß geworden ist, bewegt sich scheinbar von Facebook weg. Dabei war es Facebook, das maßgeblich dazu beigetragen hat, dass Zynga überhaupt zu dem wurde, was es heute ist.

In den USA wird Zynga von manchen Analysten angeblich mit 5 Milliarden Dollar bewertet. Das ist schon eine echte Hausnummer. Und diese Zahl zeigt, wie groß das Potenzial im Bereich Social Gaming ist. Diese Erkenntnis wird scheinbar auch bei Zynga immer größer und man versucht, sich von Facebook zu lösen. Aktuell laufen die „Abspaltungsmaßnahmen“ aber noch eher inoffiziell unter dem Codenamen „Project Z“.

Hat Zynga keine Lust mehr auf Facebook?

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Zynga will mittelfristig eine eigene Plattform schaffen, auf der man alle eigenen Social Games losgelöst von Facebook und anderen Anbietern spielen kann. So richtig gelauncht wurde hier noch nichts, allerdings kann man sich schon jetzt direkt bei Zynga anmelden und sich einen Spielernamen sichern. Dieser Schritt könnte auf jeden Fall eine „Emanzipation“ von Facebook bedeuten.

Bereits bei der Einführung der „Facebook Credits“ hatte es Unstimmigkeiten zwischen Zynga und Facebook gegeben. Für Teile der Firmenleitung ist es scheinbar nicht mehr ohne weiteres akzeptabel, die Einnahmen mit Facebook zu teilen. Für Facebook wäre es tatsächlicher Weggang von Zynga schon ein Verlust.

Schließlich ist das weltweit größte soziale Netzwerk eben durch Spiele wie „Farmville“ extrem gewachsen. Von daher mag sich Zynga mit Sicherheit mehr Rechte wünschen. Im Endeffekt wäre es aber wohl für beide Partner nicht sinnvoll, sich zu trennen. Dafür ist die Symbiose zu stark und eine Auflösung würde bei beiden vermutlich zu schmerzhaften Einschnitten führen.