Die neuen soziale Empfehlungen von Google waren eines der kontroversesten Gesprächsthemen in der letzten Woche. Grundsätzlich will Google keine große Sache realisieren – Konkurrent Facebook geht seit Jahren einen ähnlichen Weg. Google allerdings ist mit seinem sozialen Netzwerk Google+ noch nicht so etabliert und sorgt deswegen bei vielen Usern für Kopfschütteln, wenn es um den aktuellen Plan geht. Die sozialen Empfehlungen von Google sind nichts weiter als der Versuch, untereinander verbundene Nutzerinnen und Nutzer für Werbezwecke zu vernetzen. Im Klartext: Ist man mit jemandem über Google+ verbunden, dann kann Google das auch an anderer Stelle im hauseigenen Netzwerk nutzen und existierende Bewertungen von Personen nutzen, um sie verbundenen Kontakten anzubieten, zum Beispiel wenn es um Hardware geht. Hört sich nett an, ist aber von vielen ungewünscht. Wie also sorgt man dafür, dass das eigene Profilbild nicht als Werbeplakat herhalten muss?

Google's soziale Empfehlungen deaktivieren: So geht's!

Wer die von Google eingeführten sozialen Empfehlungen deaktivieren will, dem werden erfreulicherweise keine wirklichen Steine in den Weg gelegt. Im ersten Schritt ruft man die generelle Informationsseite zum Thema auf. Interessanterweise befindet sich auf dieser Seite aber auch schon die Checkbox, um dafür zu sorgen, nicht als Werbegesicht für Google fungieren zu müssen (Achtung, damit diese Vorgehensweise funktioniert, muss man in seinem Google-Konto eingeloggt sein).

Google's soziale Empfehlungen deaktivieren: So geht's!

Soziale Empfehlungen erscheinen immer in Anzeigen, so ist es auf jeden Fall geplant, wenn man Google in diesem Punkt Glauben schenken will. Denkbar ist allerdings, dass Google dieses Prinzip irgendwann auch anderweitig anwenden will. Wer solchen Plänen schon jetzt entgegenwirken will, sollte schon heute die sozialen Empfehlungen deaktivieren. Damit das klappt, muss man die Checkbox auf obiger Abbildung allerdings nicht an-, sondern abwählen.

Google's soziale Empfehlungen deaktivieren: So geht's!

Die Sache mit Opt-In und Opt-Out wir generell immer recht clever genutzt und man ist gut damit beraten, das Kleingedruckte zu lesen. Auch hier ist das der Fall. Will man die sozialen Empfehlungen deaktiveren, dann muss der Haken weg. Ist das erledigt, reicht ein kurzer Klick auf „Speichern“.

Anschließend folgt noch die Frage, ob man sich wirklich sicher ist. Wer sich für die sozialen Empfehlungen von Google nicht hergeben will, muss noch einen letzten Klick machen – und die Sache ist erledigt. Zumindest an dieser Front hat man nun (vorerst) seine Ruhe. Allerdings muss mals Google-User heutzutage wissen, dass immer mehr Dienst zusammengefasst und kombiniert werde.

Das gilt auch für die eigenen Daten und es ist nicht auszuschließen, dass Google diese „Datenvorherrschaft“ auch für andere Dinge nutzen kann. Es bleibt spannend.