Google Maps sind eigentlich ein alter Hut und im Netz entsprechend etabliert. Viele Websites nutzen das bisher kostenfreie Angebot, um z. b. im Impressum den Weg zur eigenen Firmenzentrale zu beschreiben. Das ist eine schöne Sache, zumal aktuell kostenpflichtige Anbieter Bares verlangen, wenn man entsprechendes Kartenmaterial einbindet. Bei Google scheint sich nun aber der Wind zu drehen und laut Medienberichten soll man künftig für die Nutzung von Google Maps auf einer Website zahlen.

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Ab 25.000 Seitenabrufen pro Tag soll Google Maps in Zukunft für alle kostenpflichtig werden. Personen, eher eine kleinere Website betreiben, sollten dieses Limit grundsätzlich eher nicht erreichen. Für große Anbieter könnte die neue „Nutzungseinschränkung“ aber teuer werden, denn der Preis für mehr als 25.000 Abrufe pro Tag soll pro 1.000 Einblendungen zwischen 4 und 10 US-Dollar liegen.

Obwohl Google das neue „Konzept“ nicht primär als „Geldverdienmaschine“ bezeichnet, kann man getrost davon ausgehen, dass es sich genau um eine solche handeln wird. Aber diese Vorgehensweise passt in die aktuellen Strategien von Google. Mehr und mehr schickt sich der Suchmaschinenkonzern meines Erachtens an, seine wirklich lohnenden Bereiche nicht einfach mehr ohne Gegenleistung anbieten zu wollen. Auch das Vordringen in neue Geschäftsbereiche, wie z. B. die Hotelsuche, lässt darauf schließen. Und sollte man denken, dass Google mit AdWords und Co. schon genug Geld verdient (die letzten Quartalszahlen belegen das), dann wird man vermutlich in der Zukunft noch an weiteren Stellen eines besseren belehrt.