Bei Google gibt es zur Abwechslung mal wieder ein Update, das sich nicht mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. „Google+ Sign-In“ ist, wie der Name schon verrät, ein weiteres Upgrade, mit dem Google Nutzerinnen und Nutzer dazu bewegen will, sich mehr mit Google+ zu beschäftigen. Und was man bisher über das neue Feature lesen kann, scheint man sich in Mountain View erneut viele Gedanken gemacht zu machen, um ein sinnvolles Produkt abliefern zu können. Im Vordergrund steht dabei neben der Sicherheit laut Aussage von Google auch die praktische Möglichkeit, Dinge leichter und besser zu teilen. Außerdem soll „Social Spam“ vermieden werden. Doch wofür genau lässt sich das neue Google+ Sign-In eigentlich einsetzen?

Schnelle Anmeldung mit bekannten Daten

Im Prinzip folgt Google+ Sign-In dem Grundsatz, den man auch schon von Facebook kennt: ohne sich bei Diensten oder Apps einzeln registrieren zu müssen, ist man mit der neuen Methode schnell und einfach eingeloggt, die notwendigen Daten sind bekannt und werden übermittelt.

Google legt Wert darauf, dass Google+ Sign-In einfach und sicher sein soll. Indem man sich also mit den Daten, die man bei Google+ hinterlegt hat, in eine externe App einloggt, soll man schneller ans Ziel gelangen. Das leuchtet ein, schließlich fällt ein lästiger Registrierungsschritt weg.

Sicherheit soll dadurch erreicht weden, dass Google alle Vorsichtsmaßnahmen, die man von seinem bisherigen Google Account schon gewohnt ist, ebenfalls bei Google+ Sign-In anwendet. So soll das Vertrauen in diese neue Möglichkeit gesteigert werden.

Android Apps ferngesteuert installieren

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Besonders nützlich aber ist die Möglichkeit, dass man in Verbindung mit seinem Google Account und dem Google+ Sign-In ab sofort Android Apps auf einem Desktop PC zur Installation auswählen kann.

Dank des neuen Features werden diese Apps dann aber natürlich nicht auf dem PC, sondern auf dem Nexus 4 oder Samsung Galaxy S3 installiert. Das ist aus meiner Sicht sehr praktisch, denn manchmal findet man eine tolle App oder hört von ihr, hat aber das mobile Gerät nicht zur Hand, weil es vielleicht aufgeladen wird.

Dank Google+ Sign-In verpasst man die App jetzt nicht mehr und kann sie nutzen, wenn man sein Smartphone oder Tablet später wieder in die Hände nimmt. Im Endeffekt also ein Fernbedienung für die Installation neuer Apps.

Neue Erlebnisse und mehr Interaktionen

Apps und Dienste, die Google+ Sign-In unterstützen, haben für die User in Zukunft neue Möglichkeiten vorgesehen. So soll es laut Google möglich sein, das Freunde und Leute, in deren Google+ Kreisen man ist, „eine neue Art von interaktiven Posts“ sehen können.

Das bedeutet im Klartext, dass das Klicken auf Inhalte, die mittels Nutzung von Google+ Sign-In erzeugt wurden, zum Beispiel sofort konsumiert werden können – sei es nun Video oder Audio. Auch Kaufmöglichkeiten sind laut Google vorgesehen.

Ebenfalls vorgesehen ist die Möglichkeit, direkt aus einer App oder Anwendung heraus zu wählen, mit wem man Inhalte teilen möchte. Das verhindert „Social Spam“, so zumindest die Hoffnung von Google. Die Leute sollen vermutlich erzogen werden, Inhalte zielgerichteter zu teilen und so relevante Inhalte Personen mit entsprechenden Inhalten exakter zuzuordnen.

Vorreiter und Datenschutzproblematiken

In einem offiziellen Posting von Google gibt es eine Liste von Angeboten, die Google+ Sign-In bereits einsetzen. Mit Flixter, Shazam, USA Today und The Guardian sind bisher vor allem große Anbieter, die frühzeitig auf den Zug aufspringen.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich das neue Feature durchsetzen wird. Fakt ist, das Google mit Google+ Sign-In erneut ein wirklich sinnvolles Tool aus dem Hut zaubert, um das eigene soziale Netzwerk bekannter und erfolgreicher zu machen.

Inwiefern Google+ Sign-In noch mehr Daten einsammeln kann und inwieweit Google damit in der Lage ist, Personen noch besser zu klassifizieren, damit hochwertigere Datensätze erzeugt werden, bleibt indes abzuwarten. Sicher will man den eigenen Service verbessern. Das Sammeln qualitativ hochwertigerer Daten steht aber vermutlich auch im Fokus.