Mit Google Plus Ripples ist den Leuten beim neuen googleschen Netzwerk (schon wieder, muss man sagen) ein nettes Feature gelungen. Ein Ripple ermöglicht ab sofort nämlich die exakte Überwachung geteilter Inhalte innerhalb des Netzwerks von Google Plus. Alter Hut? Nicht ganz. Bisherige (öffentliche) Metriken innerhalb sozialer Netzwerke wie Twitter oder Facebook ermöglichten grundsätzlich nur die Anzeige der reinen Masse (also wie oft etwas geteilt wurde). Zumindest bei Facebook klappte das zwar auch schon mit Angabe von Namen (also „Teilern“). Aber reicht das für gute Messungen?

Nicht wirklich – dank Google Plus Ripples ist hier nun aber (zumindest für Google Plus selbst) Abhilfe geschaffen worden. Im Klartext: Es gibt jetzt eine Visualisierung, die aufzeigt, wie sich das Teilen eines Beitrags entwickelt hat. Bedeutet also, dass man von nun an sehen kann, wie oft ein Betrag geteilt wurde und vor allem, welchen Weg (also über welche Personen) er dabei genommen hat. Das gab es so bisher noch nicht und deswegen verdient das Feature einen etwas genaueren Blick.

Die ersten Google Plus Ripples Tests sind auch schon durch. So hat André Alpar einen Beitrag veröffentlicht, der bisher schon reichlich (öffentlich) geteilt wurde. Das Ergebnis dieses Tests sieht dann so aus:

Bildquelle

Weil der Beitrag schon eine recht große Runde gezogen hat, kann der Ripple hier nicht komplett angezeigt werden. Ein Klick auf „Bildquelle“ zeigt dir die komplette (zoomfähige) Ansicht. Schaut man sich die grafische Ansicht nun genauer an, dann werden sehr viele und vor allem nützliche Details sichtbar. Google Plus Ripples zeigen nämlich nicht nur an, welchen Weg ein Beitrag beim Teilen genommen hat, er zeigt auch „Hubs“ an – User also, durch die das Teilen des Beitrags mehr Schubkraft für den Beitrag selbst erzeugt hat.

So kann man vergleichen: Welcher Nutzer hat mir mehr Reichweite gebracht? Oder: Wo hat eine bestimmte „Teilungskette“ aufgehört? Durch das Ermitteln von „relevanten“ Nutzer/innen bei Google Plus kann man so für künftig thematisch ähnliche Beiträge möglicherweise vorab Vorteile erlangen, indem man solche Multiplikatoren auch vorab schon kontaktiert, ob es möglich sei, einen Beitrag explizit zu teilen. So sollte es machbar sein, bestimmte Beiträge weiter zu boosten.

Wie so oft wird ein erfolgreicher Google Plus Ripple mit dem Inhalt zusammehängen. Das hier genannte Beispiel ist gut, um die Funktionsweise zu verdeutlichen. Wer in Sachen Social Media Marketing bei Google Plus punkten und dafür sorgen will, dass seine Beiträge möglichst viel geteilt werden, der wird also um eine entsprechende Ausstattung in Sachen Content nicht herumkommen.

Bei bestimmten Themen wird sich dann auch immer zeigen, welche/r Nutzer/in genau in welchem Bereich ein echter Multiplikator ist – und bei wem es mit dem Teilen nicht so recht vorankommen will. Eine Strategie auf Basis solcher Marketinginformationen aufzubauen, das wird meines Erachtens eine gute Möglichkeit sein, die Google Plus mit den Ripple bietet…