Seit ein paar Tagen ist Google Plus nun endlich in eine „öffentliche Beta“ eingetreten. Der geschlossene Feldversuch, der seit Anfang Juli praktiziert wurde, ist somit also beendet. Die Öffnung von Google Plus soll dem Netzwerk nun weitere Nutzer bringen. Das macht Sinn, schließlich will man bei Google mit dem neuen sozialen Netzwerk nachhaltige Erfolge feiern. Und nachdem der geschlossene Feldversuch recht vielversprechend war, geht es nun darum, das Wachstum zu beschleunigen.

Ob das so funktionieren wird, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen gut, allerdings hat die Google Plus Öffnung schon einige unschöne Effekte nach sich gezogen. Und hier steht ganz offensichtlich die fast schon leidige „Klarnamen“-Diskussion im Vordergrund, denn: Die Zunahme offensichtlicher Fake Profile hat sich in den letzten Tagen ganz klar manifestiert. So finden sich neuerdings überdurchschnittlich viele „Personen“ bei Google Plus, bei denen auf den ersten Blick klar ist, dass es sich definitiv nicht um Accounts handelt, die einen echten Namen nutzen.

So steht zu befürchten, dass auch Google Plus ähnlich wie andere soziale Netzwerke in Zukunft auch mehr mit automatisierten Bots zu kämpfen haben wird, denen es nur darum geht, möglichst viele „Follower“ einzusammeln. Die Strategie dahinter ist, dass Leute, mit denen sich die Bots verbinden, diesen auch wieder folgt. Mittelfristig wird so der Anteil von Spam innerhalb des Netzwerkes zunehmen, weil es den unechten Fake Profilen (oder den Bots) in den meisten Fällen darum gehen wird, überwiegend nur Werbebotschaften abzusondern, die oft keinen wirklichen Mehrwert haben.

Das würde bedeuten, dass Google Plus inhaltlich Federn lassen müsste. Sofern Google die Qualität aufrecht erhalten will, wird es viel Arbeit geben, die unechten Profile, die Bots und die Fakes ausfindig zu machen und dafür zu sorgen, dass diese „Personen“ Google Plus mit ihren Inhalten nicht unnötig verstopfen können.